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Ein schlammiger Auftakt

Jose-Maria Servia (Schlesser-Ford) führt bei den Automobilen, bei den Motorrädern ist überraschend David Fretigne auf einer privaten Yamaha in Front.

motorline.cc

Jose-Maria Servia (Schlesser-Ford) gewinnt die 25 Kilometer lange Spezialwertung bei Narbonne vor Stephane Peterhansel (Mitsubishi) und Gregoire De Mevius (BMW), damit hat er auch die Führung im Gesamtklassement übernommen.

Der zweite BMW-Pilot, Ex-Skistar Luc Alphand wird Vierter, hinter ihm kommt Miki Biasion (Mitsubishi) ins Ziel. Bruno Saby belegt als bester VW-Pilot Rang 18, Teamkollegin Jutta Kleinschmidt erreicht nur den 30. Platz, die enge Streckenführung stellte die VW-Piloten vor ungewohnte Probleme: Sie mussten mit ihren Race-Tuaregs in den Haarnadelkurven immer wieder reversieren.

Große Aufregung herrschte auch im Lager von Nissan: Prololg-Sieger Kenjiro Shinozuka und sein Teamkollege Giniel De Villiers verlieren jeweils bei einem Unfall viel Zeit, Shinozuka über fünf, De Villiers über zwei Minuten auf den Tagessieger. Bester Nissan-Pilot wurde Ari Vatanen, er holt sich vor Colin McRae den achten Etappen-Rang.

Nach 47 Teilnehmern musste die Spezialwertung für Autos abgebrochen, die Spezialwertung für LKW annulliert werden. Der Buggy von Claude Arnoux war steckengeblieben und hatte die Strecke, die extrem schlammig und mit tiefen Fahrtrinnen gespickt war, blockiert.

Die restlichen Autos bekamen, basierend auf dem Durchschnitt der letzten 5 Zeiten des Tages, eine Zeit gutgeschrieben.

Wahrscheinlich waren es diese extrem schwierigen Bedingungen, die den Etappen-Sieg von David Fretigne zumindest begünstigten: Er gewann die Spezialwertung mit seiner einzigartigen Zweiradantrieb-Yamaha und übernahm damit 15 Sekunden vor den Werks-KTM-Piloten Cyril Despres, „Nani“ Roma, Richard Sainct und Giovanni Sala die Führung.

Fahrerstimmen:

Bruno Saby (FR, VW, 18.) - 224

"Der Race-Touareg funktioniert mechanisch absolut einwandfrei. Leider mussten wir in den Haarnadelkurven immer wieder zurückstoßen. Das hat viel Zeit gekostet. Am Samstag steht der letzte Wertungsabschnitt in Europa an, dann endlich beginnen die Afrika-Prüfungen."

Jutta Kleinschmidt (D, VW, 30.) - 204

"Die Europa-Sektionen sind bei der Rallye Dakar zwar für die Zuschauer interessant, für uns Fahrer aber oftmals ein wenig undankbar. Die Strecke war so eng, dass selbst das Zurücksetzen nicht einfach war. Unsere Strecken kommen noch."

David Frétigné (FR - YAMAHA, 1.) - 012

„Ich bin heute die beste Zeit gefahren, ohne ein Risiko einzugehen, ich hatte nicht das Gefühl, schnell zu fahren. Ich fahre zum ersten Mal durch Schlamm mit meiner Maschine, und sie hat mir wirklich sehr geholfen. Ich hatte ein tolles Gefühl. Dadurch, dass die Maschine nach vorne zieht, konnte ich leichter mein Gleichgewicht halten, besonders in den Fahrtrinnen. Bestzeit und erster Platz im Gesamtklassement? Umso besser, ich erlebe lieber positive Überraschungen als umgekehrt. Natürlich ist alles relativ, denn der härteste Teil kommt erst. Aber es ist angenehm zu zeigen, dass man auch mit einer Privatmaschine auf den technischen Abschnitten effizient unterwegs sein kann.“

Cyril Despres (FR, KTM, 2.) - 002

„Die Spezialwertung war super. Aber es war nicht immer leicht, mit meiner schweren Maschine die rutschigen und engen Kurven zu nehmen. Jedes Mal musste ich abbremsen. Die Vorsicht war mein ständiger Begleiter. Ich war auch heute wieder beeindruckt, wie viele Menschen am Straßenrand standen. Ich habe mich gefühlt wie Grönholm oder Mäkinen.“

Richard Sainct (FR, KTM, 4.) - 001

„In den Vorjahren habe ich die Spezialwertung von Narbonne immer gewonnen; ich wusste, dass es heute schwer werden würde, und dass ich David Fretigne nicht würde schlagen können. Regnerische Etappen sind nichts für mich. Bei einer trockenen Piste hätte ich vielleicht eine Chance gehabt. Aber die Spezialwertung ist sehr schön, es hat mir trotz allem Spaß gemacht, auf diesem Gelände zu fahren. Das Klassement ist nicht wichtig. Man kann hier ein Rennen verlieren, aber nicht die Dakar gewinnen. Ich warte auf Afrika, dann sehen wir weiter.“

Gesamtwertung Autos:

1. SERVIA/BORSOTTO, SCHLESSER-FORD, 25'00
2. PETERHANSEL/COTTRET, MITSUBISHI, + 00'03
3. DE MEVIUS/GUEHENNEC, BMW, + 00'26
4. ALPHAND/MAGNE, BMW, + 00'35
5. BIASION/SIVIERO, MITSUBISHI, + 00'41
6. MASUOKA/PICARD, MITSUBISHI, + 00'59
7. AL ATTIYAN/BARTHOLOME, MITSUBISHI, + 01'07
8. VATANEN/REPO, NISSAN, + 01'17
9. MC RAE/THORNER, NISSAN, + 01'21
10. SCHLESSER/LURQUIN, SCHLESSER-FORD + 01'42

Gesamtwertung Motorräder:

1. FRETIGNE, YAMAHA, 22'47
2. DESPRES, KTM, + 00'15
3. ROMA, KTM, + 00'57
4. SAINCT, KTM, + 00'58
5. SALA, KTM, + 01'01

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