RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Gestärkter Glaube nach Platz 2

Petter Solberg zeigt sich auch mit Platz 2 zufrieden, der Norweger und sein Teamchef Luis Moya glauben fest an Siege in Sardinien und Griechenland.

Grandios und ganz den hohen Erwartungen entsprechend begann die Argentinien-Rallye für Petter Solberg. Am Donnerstagabend war er im Stadion von Cordoba in der ersten Spezialprüfung Schnellster, nach dem zweiten Heat lag er bloß 1,8 Sekunden hinter Marcus Grönholm.

Doch so richtig los ging es erst am Freitagmorgen - und da übernahm Solberg in seinem Subaru Impreza WRC 2006 auch gleich wieder die Führung.

Doch im weiteren Verlauf der Rallye schlug die Technikhexe in kleinen Portionen zu - in der fünften Wertungsprüfung war es ein schwer beschädigter rechter Hinterreifen, der Solberg die letzten vier Kilometer zu schaffen machte, sodass er die Führung an Grönholm verlor. Am Ende des Tages fand sich Solberg als Zweiter wieder, doch auf den Führenden Sébastien Loeb fehlten lediglich 19,8 Sekunden.

Auch am zweiten Tag konnten Solberg und sein Co-Pilot Phil Mills zwei Bestzeiten einfahren, eine weitere folgte am Abschlusstag. Am Ende stand Petter Solberg als Zweiter auf dem Podium - mit dem ermutigenden Wissen, dass man prinzipiell die Pace der Spitzenfahrer mitgehen kann. Petter Solberg erklärt:

"Ich wollte hier gewinnen - aber ich denke, dass auch der zweite Platz immer noch sehr gut ist. Wir brauchen uns nicht zu beschweren, denn die Dinge liefen beinahe so, wie wir das geplant hatten. Ich habe alles versucht und wir hätten ohne die Probleme eine sehr gute Chance auf den Sieg gehabt."

Wichtig sei für ihn, dass er gespürt habe, dass man wieder an vorderster Front attackieren könne, fügt Solberg hinzu. Und: "Ich freue mich schon sehr auf die nächste Rallye!"

Ein wenig enttäuscht zeigt sich Chris Atkinson, da er am Beginn der Rallye den hervorragenden vierten Platz einnahm. "Doch dann gab es ein paar Probleme am Auto und ich machte einen Fehler, was uns viel Zeit gekostet hat. Dann haben wir auch noch eine Strafminute erhalten - ohne diese Vorfälle hätten wir ein viel besseres Resultat erzielen können, aber so ist das Leben."

Subaru-Sportdirektor Luis Moya zieht eine durchwegs positive Bilanz, Subaru konnte mit den zwölf eroberten Punkten für die Marken-WM gewaltig aufholen - auf Platz 2 fehlen nur noch sieben Zähler.

"Einer der wichtigsten Aspekte ist für mich die Zuverlässigkeit unserer Autos. Wir hatten keine großen Probleme - es waren Kleinigkeiten, die sich aber insgesamt ausgewirkt haben. Darauf werden wir künftig achten. Ich bin aber auch sehr zufrieden mit der Arbeit, die Pirelli geleistet hat. Die Reifen haben bei kniffligen Konditionen sehr gut funktioniert, vor allem am zweiten Tag" sagt Moya.

Sein Fazit: "Wir konnten zeigen, dass wir auf Schotter den Speed haben und ich sehe keinen Grund, warum wir die beiden kommenden Events nicht gewinnen sollten."

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Argentinien

- special features -

Weitere Artikel:

WRC, Rallye Akropolis: Nach Tag 3 (SP13)

Showdown am Sonntag: Ogier jagt Neuville!

Dramatische Rallye Akropolis mit vielen Reifenschäden: Nach zwei Etappen führt Neuville knapp vor Ogier. Keferböck schon früh technisch angeschlagen - doch die Zielankunft würde sich lohnen…

ERC, Rallye Rom: Vorschau BRR

Neulinger startet ins nächste ERC-Abenteuer

Marcel Neulinger stellt sich bei der Rally di Roma Capitale 2026 seinem nächsten Abenteuer in der Junior-EM. Der zweite Lauf der JERC führt den jungen Oberösterreicher nach Italien – auch Maximilian Lichtenegger sucht wieder die internationale Konkurrenz.

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.

ARC, ET König Rallye: Bericht Zellhofer

Christoph Zellhofer bremste seine Gegner aus

Der Niederösterreicher hielt mit einem Triumph bei der ET KÖNIG Rallye im Murtal seine Titelchance in der ORM 2 am Leben / Auf dem Stadtkurs durch Judenburg stellte er im Suzuki Swift ZMX die Weiche auf Sieg