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Marcus gab Gas und hatte Spaß

Nach dem ersten Schlagabtausch auf der Trabrennbahnbahn in Perth City führt Grönholm vor seinem Ford-Kollegen Hirvonen, Petter Solberg und Manfred Stohl.

Michael Noir Trawniczek

Rund 10.000 Zuschauer sind an die Pferderennbahn in Perth City gepilgert, um dort die ersten beiden Superstages der Australien-Rallye zu erleben. Das Starterfeld trat in umgekehrter Reihenfolge an, sodass die Superstars erst ganz am Schluss ihre Duelle um den zwei Kilometer langen Rundkurs ausfochten.

Obwohl er in den bereits schwer zerfurchten Spurrillen, nach einem engagierten Sprung und einer dementsprechend harten Landung einen von der Felge gerutschten Reifen hinnehmen musste, hatte Marcus Grönholm laut eigenen Angaben großen Spaß an diesem ersten Schlagabtausch - und wenn der finnische Ford-Werkspilot großen Spaß hat, bedeutet das in den meisten Fällen auch, dass er am schnellsten fuhr. Vor allem dann, wenn sein Rivale "Super-Séb" Loeb im Rehabilitationsprogramm verweilt.

Subaru-Pilot Petter Solberg, der gegen Grönholm antrat, hatte zweimal das Nachsehen - seine Gesamtzeit erbrachte dem Norweger den dritten Gesamtrang, mit einem Rückstand von im Rallyesport marginalen 2,1 Sekunden auf den Führenden Grönholm, der in Down Under als Topfavorit gehandelt wird und im Optimalfall seinen WN-Rückstand auf 15 Punkte reduzieren könnte.

Mikko Hirvonen im zweiten Ford schlug Juniorenweltmeister Dani Sordo beide Male, insgesamt belegt der Finne 1,9 Sekunden hinter Grönholm den zweiten Platz. Sordo reihte sich in der Zwischenwertung auf Rang fünf ein.

Stohl schlug Pons zweimal

Manfred Stohl, im Vorjahr ein sensationeller Dritter, konnte in seinem OMV-Peugeot beide Male den im nunmehr roten Loeb-Citroen antretenden Xavier Pons schlagen. In der Gesamtwertung belegt der Wiener mit 2,5 Sekunden Rückstand Platz vier. Pons liegt mit 4,4 Sekunden Rückstand auf Rang sieben.

Tosender Jubel kam auf, als Lokalmatador Chris Atkinson gegen den Teamkollegen von Stohl, Henning Solberg, antrat. Der Bruder von Petter Solberg, der in der Türkei als Dritter seinen ersten Podestrang zelebrieren durfte, schlug den Subaru-Werkspiloten im ersten Duell. Im zweiten Heat jedoch konterte Atkinson, zudem lieferte er den höchsten Sprung des Abends. In der Gesamtwertung belegen Solberg und Atkinson die Ränge acht und neun.

Ein spannendes Kopf-an-Kopf-Duell boten die beiden Stobart Ford-Piloten Luis Perez Companc und Matthew Wilson - in beiden Heats war der Argentinier um einen Tick schneller als sein britischer Teamkollege, in der Zwischenwertung liegt Companc mit 4,1 Sekunden Rückstand auf Rang 6, Wilson ist 6,5 Sekunden Rückstand Zehnter.

Am Freitagmorgen um 9.23 Uhr Ortszeit (3,23 Uhr MEZ) wird die erste "echte" Wertungsprüfung, die rund 16 Kilometer lange "Murray North" in Angriff genommen. Wenn dann die europäischen Rallye-Fans zwischen sechs und acht Uhr morgens aus ihren Betten steigen, befinden sich die Rallyepiloten gerade in der Mittagspause und werden bis dahin rund 75 Wertungskilometer zurückgelegt haben.

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