RALLYE

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Ohne Loeb gab es Schmalkost:
3 Marken-Pünktchen, WM-Führung dahin

Ein Rallye-Weekend ohne Sébastien Loeb: Colin McRae ohne Freude und auch ohne Zielankunft und WM-Punkte. Xavier Pons toller Vierter, aber ohne Herstellerpunkte. Dani Sordo auf Rang 7. In der Marken-WM acht Punkte Rückstand...

Michael Noir Trawniczek

Mit einem Lichtmaschinendefekt am dritten Tage, quasi kurz vor der Zielflagge, auf der letzten der 19. Wertungsprüfungen, endete das Gastspiel von Colin McRae, der im türkischen Schlamm die schwierige Aufgabe hatte, Sébastien Loeb zu ersetzen. Der Schotte sollte möglichst viele WM-Punkte an Land ziehen - doch am Ende brachte er keinen einzigen nachhause, sah die Zielflagge nicht.

Schon an den Tagen zuvor brachte der Ex-Weltmeister mehrmals zum Ausdruck, dass er die schlammigen, rutschigen Bedingungen verabscheue, diese seien "scheußlich" und "heimtückisch", sagte McRae. Außerdem würde es unter diesen Voraussetzungen "keinen Spaß bereiten", gab der aus der "Pension" zurückgekehrte Rallyepilot offen zu. Vor seinem Ausfall auf der letzten Wertungsprüfung lag Colin McRae auf Rang sieben. Der Ausfall sei "schade", erklärte Kronos-Teamchef Marc van Dalen.

Die Kohlen holten an diesem Wochenende andere aus dem Feuer - nicht der schottische Superstar, sondern die beiden Spanier im Team. Xavier Pons konnte diesmal besonders stark beeindrucken, mit seinem 2005er-Xsara belegte er den formidablen vierten Platz, nur rund 20 Sekunden hinter dem Dritten, Henning Solberg. "Ich fühlte mich sehr wohl im Auto", gab Pons zu Protokoll.

Das konnte auch Dani Sordo behaupten, der am Ende noch Manfred Stohl schnappen und so Platz 7 belegen konnte. "Ich war zum ersten Mal in der Türkei - es ist eine nette Rallye. Von Beginn an hatte ich einen versöhnlichen Xsara, der sehr gut und leicht zu fahren war - das ist es, was man bei solchen Konditionen benötigt", erklärte der Juniorenweltmeister.

Weil Pons keine Berechtigung auf Hersteller-Punkte hatte, konnte Kronos-Citroen lediglich drei Zähler einheimsen - zu wenig, um Ford halten zu können. Sébastien Loeb musste wohl vom Krankenbett aus erleben, wie sein Team die Führung in der Marken-WM verlor...

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