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Barrierenküsse und akrobatische Einlagen

Marcus Grönholm war auf der Superspecial der Schnellste vor Sordo und Loeb, Manfred Stohl auf Rang 14. Ein Highlight lieferte "Zirkusakrobat" Gigi Galli.

Michael Noir Trawniczek
Foto: McKlein

Eine beeindruckende Kulisse im Algarve-Stadion, wo die enthusiastischen Fans der Eröffnung der ersten WM-Rallye in Portugal entgegenfieberten. Die abendliche Superstage bot so manches "Gustostückerl", was wohl auch damit zu tun hatte, dass die Piloten auf dieser kreativ gestalteten Superspecial-Prüfung mit einem ziemlich rutschigen Belag konfrontiert wurden.

Die jungen Norweger Andreas Mikkelsen (Stobart Ford) und Mads Ostberg (Subaru) machten mit ihrem knappen Duell Vorgeschmack auf die nachfolgenden Superstars der "Quertreiber" - am Ende trennte sie nicht mehr als eine halbe Wagenlänge.

Ein Highlight war das das Duell zwischen Toni Gardemeister (Mitsubishi) und Gigi Galli in seinem Pirelli-Citroen Xsara WRC. Während der Finne den Sprung über die Brücke äußerst vorsichtig absolvierte, glaubte man Galli fliegen zu sehen. Und überhaupt: Der Italiener, den Manfred Stohl liebevoll als einen "Verrückten" bezeichnet, wurde seinem Ruf mehr als gerecht - in Zirkusmanier kletterte der bei den Fans beliebte Pilot nach der Zieldurchfahrt auf das Dach seines fahrenden Boliden und winkte den erstaunten, begeisterten Fans entgegen. So nebenbei zauberte Galli die bis dahin schnellste Zeit in den Stadionasphalt - am Ende belegte Galli zeitgleich mit Daniel Carlsson Rang acht. Wobei noch offen ist, was die gestrengen Herren und Damen der FIA zu der Akrobatikeinlage sagen werden...

Daniel Carlsson, der Stallkollege von Manfred Stohl bei Kronos-Citroen, lieferte ebenfalls einen weiten, nicht enden wollenden Sprung. Stohl hatte gegen den Stobart-Piloten Jari-Matti Latvala relativ leichtes Spiel, als der junge Finne gleich in der ersten Kurve gegen die Barrieren krachte und den Rückstand freilich nicht mehr aufholen konnte. Auf dem Zeitenmonitor fand man "Stohlito" am Ende mit 6,9 Sekunden Rückstand auf Rang 14.

Die Barrieren wurden aber auch von den Superstars abgeräumt - Subaru-Werkspilot Petter Solberg tat es genauso wie Marcus Grönholm. Der Ford-Werksfahrer konnte trotz Barrierenkuss Weltmeister Sébastien Loeb im direkten Zweikampf in die Schranken weisen und damit auch die schnellste Zeit des Tages markieren. Loeb reihte sich hinter seinem Citroen-Teamkollegen Dani Sordo auf Rang drei ein, dahinter Petter und Henning Solberg, Mikko Hirvonen und Chris Atkinson.

So richtig los geht es in dem Gebiet rund um die portugiesische Stadt Faro am Freitagmorgen um 10.27 Uhr Ortszeit (11.27 Uhr MESZ), wenn die 19,92 Kilometer lange Wertungsprüfung Nr. 2 (Tavira1) in Angriff genommen wird. Wer diese Prüfung im virtuellen 3D-Flug betrachten möchte, klickt in der Navigation rechts auf den Artikel "3D-Überflug sämtlicher Prüfungen".

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