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Dreher kostete fünf Minuten

Abenteuer Rallye: Nach einem Dreher schlug Stohl zweimal an, rutschte über eine Böschung, fuhr auf einem Kieselweg wieder auf die Rallyestrecke zurück, verlor 5 Minuten...

Fotos: McKlein

Das Kronos Citroen Team hatte am Vormittag der zweiten Etappe der „Rally de Portugal“ mit einigen Problemen zu kämpfen. Dennoch konnten sich Daniel Carlsson/Denis Giraudet (Swe/Fra) in die Punkteränge verbessern und liegen nun zur Halbzeit der Rallye auf dem siebenten Platz. Die Aufholjagd von Manfred Stohl und Ilka Minor (Ö) wurde auf der zehnten Sonderprüfung gestoppt. Nach einem Dreher verlor das Duo fünf Minuten und rutschte auf den elften Gesamtrang ab.

Kein Grip, kein Gefühl – trotzdem schnell

Für Daniel Carlsson war der Rennverlauf zu Beginn des zweiten Tages unerklärlich. Obwohl der Schwede über fehlenden Grip klagte, verbesserte er sich auf den drei Sonderprüfungen bis zum Mittagsservice vom neunten auf den siebenten Platz.

Carlsson. „Kurz vor dem Start zur achten Sonderprüfung hat es zu regnen aufgehört. Die Straßen waren total rutschig. Mir ging das Gefühl vollkommen verloren. Umso mehr wundert es mich, dass wir sehr ansprechende Zeiten gefahren sind. Vor allem der große Vorsprung auf Galli, der ebenfalls ein Citroen Xsara WRC pilotiert, ist für mich unverständlich, aber erfreulich.“

Jetzt gilt es für den 30-jährigen Skandinavier das Resultat zu halten, um auch beim dritten Start im Kronos-Team in die Punkteränge zu kommen.

Ein Dreher mit Folgen

Manfred Stohl hatte schon zu Beginn des zweiten Tages des fünften Laufes zur FIA World Rallye Championship 2007 so seine liebe Not. Der 34-jährige kämpfte mit Differentialproblemen und der Wagen untersteuerte. Jedoch richtig schlimm wurde es auf Sonderprüfung zehn. Nur wenige hundert Meter nach dem Start drehte er sich in einer Linkskurve. Dabei schlug er vorne und hinten an und rutschte über eine Böschung.

Stohl: „Zum Glück gab es da einen Kiesweg, der wieder zur Rallystrecke führte. Leider hat sich die vordere Stoßstange vor den Kühler geschoben. Damit war die Luftzufuhr unmöglich und die Wassertemperatur stieg auf 120 Grad.“

Bei dieser Temperatur schaltet die Elektronik des World Rally Cars auf Notprogramm, wodurch man nur mehr sehr langsam vorankommt. Das östrreichische Duo Stohl/Minor verlor fünf Minuten und fiel vom siebenten auf den elften Gesamtrang zurück.

Stohl: „Das ist bitter. Doch der Schaden ist nicht groß. Ich hoffe, dass wir am Nachmittag mit guten Zeiten zurück kommen und bis zum Abend den Sprung unter die Top-10 schaffen.“

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