RALLYE

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Kein farbloser Weißer

Erfreulich farbenfroh präsentieren sich die Fahrzeuge des Elch-Cups, der erfolgreichen Klasse für Rallye-Volvos in Österreich.

Die Vielfalt an Colorierungen ist mindestens so beeindruckend wie der Fahrstil der „Elch-Reiter“, die Palette reicht von Orange über Pistaziengrün bis hin zu kunstvollen Kombinationen wie Schwarz-Gelb.

Der vornehmlich in Weiß gehaltene Volvo 740 von Jürgen Praschl paßt hier gut hinein und ist zugleich auch eine Ausnahmeerscheinung: Bislang war er das einzige Fahrzeug im Elch-Cup mit weiß lackierter Karosserie – und damit schon wieder so etwas wie ein „bunter Hund“.

Das wird sich zwar voraussichtlich ab der Rallye Weiz ändern – der Elch-Cup erfährt Zuwachs, und unter den neu eingesetzten Fahrzeugen dürfte zumindest ein weißes dabei sein – aber mit seinen weiß lackierten Stoßstangen und ebenso eingefärbten Teilen der Fensterrahmen dürfte sich das Praschl-Auto weiterhin von seinen Konkurrenzfahrzeugen abheben.

Erst recht nicht farblos tritt der Volvo 740 von Jürgen Praschl in Erscheinung, wenn man seinen Fahrstil als Größe berücksichtigt: Während der Jacques Lemans-Althofen-Kärnten-Rallye stand der Elch-Cup nicht unmaßgeblich im Zeichen eines furios kämpfenden Jürgen Praschl, der sich so beherzt ins Zeug gelegt hatte, daß die Begeisterung sehr schnell auch auf Alexandra Auer-Kaller übergegriffen hat.

Das Tief der Triestingtal-Rallye hatten sie deutlich hinter sich gelassen – in Kärnten wurde die Elite des Elch-Cups schwer von ihnen gefordert. Sogar der Volvo-Sieg war eine Weile im Gespräch, aber die Schlußoffensive von Markus Stachl war dann doch ein wenig zu stark.

Der zügige Weg aufs Podest zeigt jedoch die großen Fortschritte, die Jürgen Praschl und Alexandra Auer-Kaller in Sachen Wettbewerbsfähigkeit erzielen konnten: Praschl, der sich bereits bei der allerersten Rallye auffallend schnell gezeigt hatte, konnte seine persönlichen Werte hinsichtlich Konstanz gewaltig verbessern, darüber hinaus fanden sich auch am Auto einige Möglichkeiten, Zeitvorteile zu gewinnen.

Und nach wie vor sind Steigerungspotentiale vorhanden, schließlich fuhr Jürgen Praschl bisher erst drei Rallyes: Jeder schnell und sicher zurückgelegte Rallye-Kilometer ist sozusagen wertvolles Kapital für die Zukunft!

Ein wesentlicher Faktor kam bei der Jacques Lemans-Althofen-Kärnten-Rallye noch zum Tragen: Während die meisten Volvo-Teilnehmer Asphalt eher ablehnen – im Hinterkopf spielt wohl der Gedanke an eine mangelhafte Performance mit dem schweren Auto stets mit – fühlt sich Jürgen Praschl gerade auf dem untypischen Rallye-Untergrund extrem wohl. Beim ARC-Lauf in Kärnten stand die Verteilung klar zu seinen Gunsten, was ihm neben dem guten Ergebnis in der Endplatzierung auch das Erfolgserlebnis einer 13. Gesamt-Zeit eingebracht hatte – ein absolut sagenhafter Leistungswert für einen Volvo-Teilnehmer!

Bei der Rallye Weiz, dem nächsten programmgemäßen Auftritt der Rallye-Elche schwedischer Abstammung, wird die Zusammensetzung der Strecke eine ganz ähnliche sein – Jürgen Praschl kann sich also wieder gute Hoffnungen machen. Auch die schon genannten Aspekte hinsichtlich steigender Routine und Verbesserungen am Auto sollten zum Tragen kommen. Natürlich herrscht auf der Strecke unter den Volvo-Teilnehmern eine unerbittliche Konkurrenz, aber wie der Verlauf der Althofen-Rallye gezeigt hatte, kann Jürgen Praschl auch damit ganz gut umgehen.

Alles in Allem also recht gute Aussichten – auch mit Rücksichtnahme auf die Attraktivität des Elch-Cups als solchem, die von einem Teilnehmer wie Jürgen Praschl nur profitieren kann. Die Ansage „Jetzt wird’s langsam Zeit für den ersten Sieg“ läßt einiges erwarten, wirkt angesichts der Ereignisse der Jacques Lemans-Althofen-Kärnten-Rallye aber keinesfalls zu hoch gegriffen. Dabei ist es erst die vierte Rallye, die in Kürze bevorsteht.

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