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Franz Wittmann auf SP 13 ausgeschieden

Franz Wittmann musste die Rallye nach einem Unfall auf SP 13 vorzeitig beenden. Sébastien Ogier übernahm nach weiterer Bestzeit den zweiten Rang.

Michael Noir Trawniczek

Bei schwierigsten Verhältnissen wurden am Freitagabend zwei der vier Col de Turini-Prüfungen in Angriff genommen. Die „Nacht der langen Messer“ stand auf dem Programm, únd die wollten Franz Wittmann und sein deutscher Co-Pilot Klaus Wicha unbedingt bestreiten, die beiden fuhren daher die Tage zuvor mit Hinblick auf eine Zielankunft.

Doch Wittmann hat sich bereits auf der 18,42 km langen SP 12 nach einer neuntschnellsten Zeit und einem Rückstand von 42,8 Sekunden nicht wirklich wohl gefühlt. Der Ramsauer gab zu Protokoll: „Wir versuchen wirklich alles, aber die Strecke war sehr eisig und ich hatte Angst, abzufliegen – es war sehr schwierig.“

Vielleicht wollte Wittmann mehr auf Angriff fahren, nachdem er sich zuvor großteils für die sichere Reifenvariante entschieden hat. Auf der 13. Prüfung passierte es jedenfalls: Wittmann rutschte in eine Mauer und beschädigte dabei seinen Peugeot 207 S2000 so schwer, dass er den Wagen nach einigen Metern endgültig abstellen und die Rallye beenden musste.

"Wollte besonders schnell sein"

Wittmann bestätigte wenig später, dass er Zeit aufholen wollte : „Ich habe für die SP 12 einen Schneereifen gewählt, da wir auf dem Col de Turini mit Eis rechnen mussten. Damit haben wir aber leider etwas Zeit verloren. Durch den Zeitverlust habe ich versucht auf der SP 13 besonders schnell zu sein. Dabei habe ich einen Bremspunkt übersehen, der Wagen prallte rechts seitlich in eine Mauer, dabei wurden beide Räder beschädigt und ich hatte keinen Vortrieb mehr. Ich bin natürlich restlos über diesen Ausfall enttäuscht.“

Der Interwetten-Pilot konnte seinem S2000-Debüt in der IRC auch Positives abgewinnen: "Da ich lange Zeit auf Platz sechs lag, hatte ich viel Spaß, habe dabei viel mit dem Peugeot S2000 gelernt und habe die Rallye sehr positiv gesehen. Nur dieses Ende war nicht geplant.“

Ogier schnappte sich Platz zwei

An der Spitze kam es zu einer absehbaren Rangverschiebung: Auf der 12. Prüfung konnte Sébastien Ogier mit einer erneuten Bestzeit den Finnen Juho Hänninen vom zweiten Gesamtrang verdrängen, der Franzose liegt nach der 13. Prüfung (Bestzeit für Stephane Sarrazin im Peugeot) 46,1 Sekunden hinter dem führenden Ford Fiesta S2000-Piloten Mikko Hirvonen. Juho Hänninen fehlen bereits 39,2 Sekunden auf Ogier, von hinten droht jedoch keine Gefahr: Teamkollege Nicolas Vouilloz liegt als Vierter 1:22 Minuten hinter dem Finnen.

Ab 23.20 Uhr werden die beiden Col de Turini-Prüfungen ein zweites Mal befahren, das erste Auto wird um 0.05 Uhr im Ziel der 15. und letzten Prüfung erwartet. Sollte es zu keinen weiteren Zwischenfällen an der Spitze kommen, sind die Podestplätze so gut wie vergeben.

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