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Rallye-WM: Mexiko

„Ich lerne noch“

Kimi Räikkönen sieht auch in seiner zweiten WRC-Rallye keine Zielrampe: Nach einem Überschlag am ersten Tag war der C4 zu schwer beschädigt.

Für Kimi Räikkönen hieß es bei der Rallye Mexiko im wahrsten Sinne des Wortes "Rock 'n' Roll": In der ersten Wertungsprüfung rammte er einen Felsen, in der siebten Wertungsprüfung überschlug er sich. Dazwischen verlor er noch wegen eines lockeren Schlauchs in der Benzinpumpe über eine halbe Stunde.

Der Überschlag am späten Nachmittag des ersten Tages bedeutete für Räikkönen aber das endgültige Aus bei der Rallye Mexiko. Er und Beifahrer Kaj Lindström blieben zwar zum Glück unverletzt, aber sein Citroën C4 WRC ist so schwer beschädigt, dass an ein Weiterfahren nicht zu denken ist. Dabei zeigte der "Iceman" auf mexikanischem Schotter gute Ansätze und holte trotz verbogener Lenkung dreimal Top-8-Zeiten. Doch kruz vor dem Tagesziel wurde er dann unsanft ausgebremst.

"Das war ziemliches Pech", rekapituliert der frühere Formel-1-Weltmeister. "Das Auto ist in einer rutschigen Bremszone nach außen gedriftet, wir sind auf den Rand der Piste gekommen und haben uns ein paar Mal überschlagen. Ich hatte mir von dieser Rallye einiges erwartet, aber es war erst mein siebter Lauf und ich lerne noch. Und wenn man lernt, ist es normal, dass einen etwas Unerwartetes aus der Bahn werfen kann. Und genau das ist mir passiert."

Am meisten enttäuscht Räikkönen, dass er nicht weiterfahren kann: "Denn ich wollte so viel Zeit wie möglich im Auto verbringen. Ich hatte wirklich ein gutes Gefühl und habe gepusht um zu sehen, was drin ist. Ich bin sicher, dass wir bei unserem nächsten Lauf stärker sein werden. Und obwohl ich heute enttäuscht bin, macht mir mein Rallyeabenteuer mit Red Bull doch viel Spaß."

"Es ist schade, dass wir die Rallye so beendet haben", pflichtet Co-Pilot Lindström bei. "Denn Kimi hat sich konstant gesteigert, sowohl beim Fahren als auch mit dem Aufschrieb. Wir sind in einer Bremszone abgeflogen, in der es erst in eine Links- und dann in eine Rechtskurve geht, mit viel Staub und Sand. Kimi ist perfekt nach Aufschrieb gefahren und so etwas kann jedem passieren. Bis dahin lief es wirklich gut und ich bin zuversichtlich, dass er bei unserer nächsten Rallye wieder auf Kurs ist. So etwas gehört nun einmal dazu."

Citroën-Junior-Teamchef Benoit Nogier bilanziert: "Am Vormittag hat Kimi wegen eines technischen Problems Zeit verloren, was überhaupt nicht sein Fehler war. Danach hat er einige beeindruckende Zeiten hingelegt. In der siebten Prüfung hat er beschlossen, etwas mehr Gas zu geben, weil er sich in dieser Prüfung wohlgefühlt hat. Leider ist er kurz vor dem Zeil abgeflogen und er kann nicht mehr unter SupeRally-Reglement weiterfahren, da sein Auto zu sehr beschädigt ist."

Der nächste Einsatz für Räikkönen ist die Jordanien-Rallye vom 31. März bis zum 3. April.

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