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Fährt Ogier dem nächsten Sieg entgegen?

Sébastien Ogier kann mit dem ersten Durchgang zufrieden sein – nach den vier Prüfungen führt er 18,9 Sekunden vor Latvala und Loeb.

Michael Noir Trawniczek
Foto: Red Bull/GEPA

An diesem Samstagmorgen haben sich alle gefragt: Wird der Vorsprung von Sébastien Ogier, werden die rund 30 Sekunden ausreichen, wenn er als erster Wagen den losen Schotter von der Strecke fegen muss?

Am Freitagabend haben ja alle Spitzenpiloten bis auf Ogier abgebremst, um am Samstag nicht den „Staubsauger“ spielen zu müssen…

Auf der 14 Kilometer langen SP „Yakrut“ verlor Ogier nur 6,6 Sekunden auf Bestzeithalter Sébastien Loeb, der sich zufrieden zeigte: „Mehr hätte ich nicht hoffen können.“

Mikko Hirvonen, Gesamtfünfter, klagte: „Da sind so viele Steine, die wir andauernd treffen, aber heute auf Startposition fünf läuft es etwas besser.“ Hirvonen fuhr die viertschnellste Zeit.

Auf der 12,5 Kilometer langen SP „Bahath“ jedoch stanzte Hirvonen die Bestzeit in den Schotter. Ogier verlor als Fünftschnellster 6,3 Sekunden. Loeb konnte seine Aufholjagd nicht in jenem Stil fortsetzen, den er gewohnt ist: „Ich habe zu viel versucht, war einmal sogar kurz in einem Graben.“

Wieder dabei sind Henning Solberg und Ilka Minor, die auf der „Bahath“-SP den guten sechsten Platz erringen konnten.

Auch auf der 20,4 Kilometer langen SP „Mahes“ war Hirvonen der schnellste Mann. Sein Ford-Teamkollege Jari Matti Latvala konnte sich mit der zweitschnellsten Zeit auf den zweiten Gesamtrang vorkatapultieren. Ogier verlor exakt sieben Sekunden auf den Bestzeithalter.

Auf der 10,5 Kilometer langen SP „Baptism Site“, die am Nachmittag als Powerstage absolviert und den Abschluss der Rallye bilden wird, schnappte sich noch einmal Loeb die Bestzeit, Ogier verlor diesmal nur drei Sekunden.

Am Ende konnte Sébastien Ogier zufrieden sein: Sein Vorsprung schmolz zwar dahin, doch vor dem zweiten Durchlauf der vier Prüfungen weist er immer noch 18,9 Sekunden Vorsprung auf. Es könnte sich also ausgehen.

Zufrieden erklärte der Franzose: „Es schaut nicht schlecht aus. Wir haben an diesem Morgen einen guten Job geleistet – ich hatte ein paar kleine Fehler drinnen, doch wir hatten keine Wahl, wir mussten puschen!“

Der zweitplatzierte Latvala gab zu Protokoll: „Ich habe den Kampf noch nicht aufgegeben.“

Loeb liegt als Dritter 20,7 Sekunden zurück. Offenbar kämpft er nur noch um den zweiten Platz, denn er erklärte: „Wir müssen hart attackieren, um den zweiten Platz zurück zu erobern. Dieser Morgen war unsere Chance und wir haben sie verloren.“

Mit 28,8 Sekunden Rückstand belegt Citroen-Privatier den vierten Gesamtrang, resigniert erklärte er: „Ich versuche alles. Ich bin mit dem Speed zufrieden – aber wir müssen realistisch sein. Der Wagen läuft gut und ich gebe, was ich kann – aber es ist eben nur ein Kundenauto.“

Ein Werksauto hat hingegen Mikko Hirvonen zur Verfügung – und belegt damit den fünften Gesamtrang, Rückstand 2:19 Minuten. Zumindest laufe es nun besser als am Vortag, an dem Hirvonen als „Staubsauger“ zu viel Zeit eingebüßt hat, erklärte der Finne. „Ich betrachte es als Highspeed-Besichtigung der Powerstage – dort wollen wir Zusatzpunkte abstauben.“

Rund zwei Minuten hinter Hirvonen belegt Kimi Räikkönen Rang sechs, es folgen Wilson, Villagra, Al-Quassimi und Kuipers. Henning Solberg und Ilka Minor rückten vor auf Rang 16, werden es mit 21 Minuten Rückstand aber kaum in die Punkteränge schaffen.

In der SWRC musste offenbar der führende Nasser Al-Attiyah schon vor dem Start der ersten SP aufgeben. So übernahm Bernardo Sousa auf einem weiteren Ford Fiesta S2000 die Führung. Er liegt 38 Sekunden vor Karl Kruuda sowie 1:14 Minuten vor dem Ungarn Frigyes Turan.

Hermann Gassner junior belegt im Red Bull Skoda Fabia S2000 den vierten Rang der SWRC – schon gestern konnte der Bayer mit der ersten SP-Bestzeit bei seiner Premierenrallye in einem S2000 glänzen.

Am Nachmittag werden die vier Prüfungen erneut absolviert.

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