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Kurzer Rallyefreitag für Ilka Minor...

Ogier, Petter Solberg, Loeb und Latvala innerhalb von 9,8 Sekunden. Hirvonen Fünfter. Henning Solberg und Ilka Minor mussten auf SP 9 mit Motorproblemen abstellen.

Michael Noir Trawniczek

„An manchen Stellen war ich verwirrt, denn diese Stellen waren anders als bei der Besichtigung“, erklärte Mikko Hirvonen nach der ersten 13,5 km langen Sonderprüfung, welche jedoch weiterhin als SP 7 geführt wird. Die Prüfiungen waren sehr rutschig, es gab viel losen Schotter, darunter jedoch auch spitze Steine, die WRC-Protagonisten mussten Vorsicht walten lassen...

Nach der Absage der ersten Etappe waren alle Beteiligten froh, dass nun wieder der Sport im Vordergrund stand – wie weit er dann auch am Abend im Vordergrund stehen wird, wenn taktische Überlegungen die Gehirne überfallen wird, steht – noch- auf einem anderen Blatt Papier.

Während Hirvonen als WM-Leader den „Staubsauger“ spielen respektive den losen Schotter von den Straßen fegen muss, waren die Citroen-Werkspiloten mit ihren ersten Zeiten sehr zufrieden – kein Wunder, schließlich belegten Loeb und Ogier die Plätze eins und zwei.

Unzufrieden war Petter Solberg mit seinem Rückstand von 8,9 Sekunden: „Ich habe den Rhythmus nicht hinbekommen. Das war mein Fehler. Aber ich versucht, auf der ersten Prüfung nicht komplett crazy zu werden.“

Auf der 17,2 km langen SP „Kafrain“ war Solberg dann schon eher mit sich und dem Leben an sich zufrieden – der Citroen-Privatier markierte die Bestzeit 2,3 Sekunden vor Ogier.

Ogier erklärte: „Da ist so viel loser Schotter, sogar ich [fährt als Dritter hinter Hirvonen und Loeb, d. Red.] hatte noch keine freie Spur. Es war sehr rutschig, wir müssen hier sehr vorsichtig sein.“

Hirvonen gab auch zu, er sei „einmal kurz neben der Strecke“ gewesen.

Auf der 41,1 km langen SP 9 „Jordan River“ war Sébastien Ogier am schnellsten – doch Petter Solberg fehlten nur 2,4 Sekunden auf seine Bestzeit.

Somit führt Ogier 7,2 Sekunden vor Petter Solberg und 7,4 Sekunden vor Loeb. Ford-Werkspilot Jari Matti Latvala belegt mit 9,8 Sekunden Rückstand Platz vier.

Sein Teamkollege Mikko Hirvonen liegt als Fünfter bereits 51,5 Sekunden zurück. Wenige Sekunden hinter ihm belegt Stobart Ford-Pilot Mads Östberg Rang sechs.

Minor: "Sind über Stein gefahren - aber es ist kein Ölleck"

Schlechte Nachrichten für die Fans von Ilka Minor: Henning Solberg musste auf SP 9 zur Seite fahren, nachdem der Öldruck in den Keller fiel. Ilka Minor, die zurzeit in der Wüste auf ein Servicefahrzeug wartet, erklärte im Telefonat mit motorline.cc: "Wir sind zwar über einen Stein gefahren - hier sind ja auch genügend davon. Aber wenn das schuld wäre, hätten wir ein Leck in der Ölwanne, wir haben aber keines."

Minor muss nun in der brütenden Hitze darauf warten, dass "uns jemand abholt - und das kann noch lange dauern". Dass Henning Solberg und Ilka Minor am Samstag unter "Superally" weiter fahren, ist laut Minor wahrscheinlich: "Ich sehe keine Grund, warum wir die Rallye nicht fortsetzen sollten - außer es ist etwas Gröberes am Motor."

Für Red Bull Skoda-Pilot Hermann Gassner junior dient diese Rallye in erster Linie dazu, sich mit dem für ihn neuen Skoda Fabia S2000 vertraut zu machen. So ist er auch nicht enttäuscht, dass er noch den ersten drei Prüfungen rund zwei Minuten hinter dem Führenden der SWRC zurückliegt. „Es lief gut, ich bin zufrieden“, sagte er im Anschluss an SP 9.

In der SWRC führt Nasser Al-Attiyah vor Bernardo Sousa und Karl Kruuda. Gassner junior belegt Rang fünf.

Die drei Prüfungen werden am Nachmittag ab 13.34 Uhr Ortszeit (12.34 Uhr MESZ) erneut in Angriff genommen.

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