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Rallye-WM: Spanien

Richards: „Haben bisher die Erwartungen übertroffen“

Das neue Mini-Werksteam fährt nach den jüngsten Erfolgen top motiviert nach Spanien – vor allem Dani Sordo möchte beim Heim-Event glänzen.

Der fünfte Auftritt des Mini WRC Teams in der FIA World Rally Championship 2011 bei der Rallye RACC – Rallye Spanien ist für Dani Sordo (ES) und Carlos del Barrio (ES) ein Heimspiel. Die Formkurve der beiden Lokalmatadoren und ihres Mini John Cooper Works WRC mit der Startnummer 37 zeigt nach dem dritten Platz in Deutschland und Position zwei in Frankreich steil nach oben. Für den zwölften WM-Lauf des Jahres in der spanischen Region Tarragona haben sich Kris Meeke (GB) und Paul Nagle (IR) im Mini mit der Nummer 52 vorgenommen, nach viel Pech in den vergangenen Rallyes endlich ihr erstes gutes Resultat einzufahren.

Mit seiner bisherigen Strategie, beide Fahrer unmittelbar vor jeder Rallye testen zu lassen, hat Dave Wilcock, Technischer Direktor im Mini WRC Team, bisher großen Erfolg gehabt. Deshalb werden Sordo und Meeke auch am Sonntag und Montag vor der Rallye Spanien auf nahegelegenen Straßen und Wegen für Testfahrten unterwegs sein.

David Richards, Teamchef: „In Deutschland und Frankreich haben wir unsere eigenen Erwartungen übertroffen. Zu einem derart frühen Zeitpunkt in der Entwicklung des neuen Autos konnten wir nicht damit rechnen, schon um Siege zu kämpfen. Das beweist, welch gute Arbeit die Ingenieursmannschaft geleistet hat."

"Unser Auto war auf Anhieb schnell und zuverlässig. Dani wird bei seinem Heimspiel in Spanien alles daran setzen, zum dritten Mal hintereinander auf das Podium zu fahren. Kris möchte bei dieser Rallye unbedingt ins Ziel kommen. Angesichts der guten Pace, die er bisher gezeigt hat, hat auch er das Zeug für ein Top-Ergebnis.“

Dani Sordo: „Das wird für mich natürlich eine sehr spezielle Rallye, schließlich trete ich in meiner Heimat an. Viele Freunde und Fans werden dort sein. Das macht Spaß – und spornt mich zusätzlich an, ein gutes Ergebnis zu holen. Seit bei dieser Rallye nicht mehr nur auf Schotter gefahren wird, hat sich die Durchschnittsgeschwindigkeit massiv erhöht."

"Allerdings kann das Wetter in diesem Teil Spaniens und zu dieser Jahreszeit sehr schnell umschlagen. Wenn es trocken bleibt, werden wir dort sehr schnell unterwegs sein. Bei Regen geht es zwar etwas langsamer zu. Dennoch muss man hochkonzentriert bleiben, da die Piste dann sehr rutschig wird.“

Kris Meeke:„Ich freue mich sehr auf diese Rallye. Für Dani ist es ein Heimspiel, und er ist in Spanien immer extrem schnell. Ich habe eine Menge zu lernen. Das letzte Mal war ich 2005 in Spanien am Start, damals noch im Rahmen der JWRC. Für mich ist es deshalb im Grunde eine völlig neue Veranstaltung, für die ich einen komplett neuen Aufschrieb benötige. Das Wetter kann auch eine große Rolle spielen. Wenn es regnet, verwandelt sich die Piste schnell in eine Rutschbahn. Bei Trockenheit werden aber alle ein hohes Tempo anschlagen können.“

Geschichte und Hintergrund

Seit 2005 wird der spanische WRC-Lauf nicht mehr an der Costa Brava, sondern an der Costa Daurade ausgetragen. Das Rallye-Hauptquartier befindet sich in Salou (ES), der PortAventura Freizeitpark beherbergt den Service-Park. Einen „Remote Service“ sieht der Zeitplan der Rallye Spanien nicht vor.

Seit 2010 wird in Spanien auf wechselndem Untergrund gefahren. Das erhöht den Schwierigkeitsgrad für die Piloten, die bei einigen Wertungsprüfungen auf einem Mix aus Schotter und Asphalt antreten werden. Vor allem ein Fahrer hat sich davon in der Vergangenheit jedoch wenig beeindrucken lassen: Sébastien Loeb (FR) feierte 2010 bereits seinen fünften Sieg bei der Rallye Spanien.

Nach dem „Ceremonial Start“ am Donnerstag um 20.00 Uhr steigt am Freitag um 7.00 Uhr die Spannung, wenn die Autos zum ersten Mal den PortAventura Service-Park in Salou verlassen. Im Tagesverlauf sind sechs Prüfungen, die teilweise auf wechselnden Fahrbahnoberflächen gefahren werden, zu absolvieren.

Bei den Wertungsprüfungen eins und vier tritt das Mini WRC Team auf Schotter an, während die Prüfungen zwei, drei, fünf und sechs bei Mischbedingungen zu bewältigen sind. Bis zur Rückkehr in den „Parc Fermé“ in Salou um 21.53 Uhr werden die Piloten 160,36 Wertungskilometer zurückgelegt haben.

Am zweiten Tag sind die Crews ab 8.30 Uhr ausschließlich auf Asphalt unterwegs. Wieder sind sechs Prüfungen vorgesehen. Mit 45,97 Kilometern Länge sind die Teilstücke sieben und zehn die längsten der gesamten Rallye. Bis 18.21 Uhr legen die Fahrer insgesamt 143,54 Kilometer zurück. Auch am dritten Tag wird nur auf Asphalt gefahren.

Zwischen dem Start um 6.00 Uhr und der Rückkehr des ersten Fahrzeugs um 14.51 Uhr absolviert das Feld noch einmal 102,62 Kilometer. Sordo und Meeke erwarten in Spanien 406,52 Wertungskilometer, insgesamt legen sie an den drei Tagen 1589,90 Kilometer zurück.

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