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Rallye-WM: Spanien

"Meine beste Asphalt-Rallye"

Ford-Pilot Jari-Matti Latvala zieht positive Bilanz nach der Catalunya-Rallye, nie zuvor sei er stärker auf Asphalt gefahren als hier, in Schlagdistanz zu Loeb.

Bevor in Spanien die erste Prüfung unter die Räder genommen wurde, gab Ford die Order aus, dass Jari-Matti Latvala auf Sieg fahren soll, um Sebastien Loeb (Citroen) unter Druck zu setzen.

Das ging auch halbwegs auf. Vor der letzten Sonderprüfung am Freitag lag der Finne in Führung, nur um sie am Abend durch einen Reifenschaden wieder zu verlieren.

An den folgenden beiden Etappen zeigte Latvala auf Asphalt, dem Territorium von Loeb, eine starke Leistung und holte sich vier Bestzeiten. Am Ende musste er teamdienlich fahren und Mikko Hirvonen den zweiten Platz überlassen.

"Ich war mit meinem Tempo auf Schotter schon das gesamte Jahr über glücklich und wir müssen nichts anders machen", blickt Latvala bereits zum Saisonfinale nach Großbritannien voraus. "Wir müssen nur noch schneller fahren. Es wird eine knifflige Rallye. Normalerweise ist es schlammig und rutschig. Das Griplevel ändert sich in jeder Kurve. Es gibt neue Prüfungen und wird sicherlich ein toller Titelkampf und eine gute Show für die Fans."

Bei Ford dreht sich alles um die Titelchance Hirvonens. Acht Punkte hat der Finne in Spanien eingebüßt. Dennoch darf nicht auf die starke Vorstellung Latvalas vergessen werden. Er bezeichnet Spanien als beste Leistung auf Asphalt. "Ja definitiv. Es ist ein komplett anderes Gefühl. Wenn ich mich an die lange El-Priorat-Prüfung am Samstag erinnere, dann war ich um vier Sekunden langsamer als Loeb."

"Im Vorjahr waren es ungefähr 20 Sekunden und 2009 eine halbe Minute. Für mich sind das große Fortschritte", streicht Latvala heraus. "Ich bin noch nie zuvor so gut in Catalunya gefahren. Für mich ist das Wichtigste, dass unser Auto ein großer Schritt vorwärts ist. Zusätzlich habe ich auf Asphalt viel geübt. Das beginnt sich auszuzahlen. Die harte Arbeit zeigt sich an den Resultaten."

"Trotzdem unterlaufen mir noch dumme Fehler. Wenn ich Sebastiens Zwischenzeiten sehe, dann ist er sehr konstant. Wenn ich zu hart angreife, dann verliere ich Zeit. Daran muss ich noch arbeiten." In der letzten Prüfung am Freitag verlor Latvala die Führung. Dementsprechend ärgerte er sich auch. Das ist mittlerweile aber verflogen.

"Wenn man eine Rallye anführt und die Führung aufgrund eines Fehlers verliert, dann fühlt man sich schlecht. Wie Sebastien gesagt hat, ist er kein schlechter Fahrer auf Asphalt. Bei einem Rückstand von einer halben Minute wusste ich, dass es fast unmöglich ist das gegen den besten Fahrer der Rallye-Geschichte und den besten Asphaltfahrer aufzuholen. Um 30 Sekunden aufzuholen, hätte ich in jeder Prüfung fliegen und Bestzeiten setzen müssen. Trotzdem konnte ich ihn nicht einholen."

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