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WRC: Deutschland-Rallye

Kubica nach Sieg WRC2-Führender

Robert Kubica hat in diesem Jahr die große Chance die WRC2-Wertung zu gewinnen. Bei der Rallye Deutschland feierte er seinen dritten Sieg.

Damit übernahm der Quereinsteiger die Führung in der Gesamtwertung. Beim ersten richtigen Asphaltlauf der Saison lieferte sich Kubica mit seinem Citroen DS3 RRC ein enges Duell mit Elfyn Evans, der im neuen Ford Fiesta R5 saß. Mehrmals wechselte die Führung, bis Kubica schließlich die Oberhand gewann und mit einem knappen Vorsprung von 12,9 Sekunden den Klassensieg holte.

Da viele WRC-Fahrer Schwierigkeiten hatten, belegte Kubica im Gesamtklassement Rang fünf. "Es war ein ganz guter Kampf, auch wenn es kein leichtes Wochenende für uns war. Wir hatten einige Probleme mit dem Auto - zum Beispiel mit der Handbremse. Wir fuhren nur drei Prüfungen ohne Ärger, was ziemlich frustrierend war. Es ist nicht leicht, Prüfungen ohne korrekt funktionierende Handbremse zu fahren."

"Die WRC2-Wertung zu gewinnen ist schön, aber der fünfte Platz im Gesamtklassement ist eben noch schöner", freut sich der ehemalige Formel-1-Pilot. "Ich hatte im Auto ein gutes Gefühl. Einige Prüfungen waren für uns im RRC-Fahrzeug nachteilig. Die Bedingungen waren nicht leicht für uns und einige Prüfungen hatten nichts mit einer Asphalt-Rallye gemein. Bei einer Asphalt-Rallye - und ich bin in Italien und Frankreich gefahren - sollte es eine saubere Asphalt-Piste sein und kein Kurven-Cutten geben. Hier war es schon eine Herausforderung."

Zum ersten Mal absolvierte Kubica auch die berüchtigte Panzerplatte. "Ich mochte sie nach dem Recce. Es ist eine sehr schwierige Prüfung. Der Grip-Level wechselt von Asphalt zu Beton und von sauberer zu staubiger Piste - und die Straße selbst wechselt von breit auf eng. Zudem gibt es dort so viele Abzweige, es ist sehr schwierig, den perfekten Bremspunkt zu finden, weil alle ziemlich gleich aussehen. Es war für mich als Debütant hier nicht einfach."

Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist die Rallye-Karriere von Kubica nun richtig in Schwung gekommen. Die Fehler und Unfälle der Anfangszeit gehören der Vergangenheit an. In der WRC2-Wertung beträgt sein Vorsprung nun acht Punkte auf Abdulaziz Al-Kuwari, der auch in Deutschland nicht am Start war. "Wie ich vorher schon sagte, ich schaue nicht wirklich auf das Championat. Mein eigentliches Ziel ist, dieses Jahr Erfahrung zu sammeln."

"Vielleicht fahre ich weiter Rallyes. Wenn nicht, habe ich ein gutes Jahr gehabt und genossen, was ich getan habe. Das ist es", sagt der Pole klipp und klar. Deswegen ist auch noch offen was er im nächsten Jahr machen wird. "Das weiß ich jetzt noch nicht. Früher wollte ich immer möglichst früh eine Entscheidung haben, denn das gibt einem eine ruhige Winterzeit und eine Chance zu relaxen. Vielleicht brauche ich ein, zwei Monate mehr. Ich habe keine Eile. Ich habe gute Gelegenheiten, Rennen zu fahren und auch Chancen für Rallyes."

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