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WRC: Deutschland-Rallye

Spannendes Duell an der Spitze

Nach elf gefahrenen SP der Deutschland-Rallye führt immer noch Jari Matti Latvala vor Thierry Neuville, doch Dani Sordo schließt langsam auf.

Michael Hintermayer

Nach elf gefahrenen Sonderprüfungen präsentiert sich bei der Rallye-Deutschland dasselbe Bild wie gestern. Jari Matti Latvala kann im VW Polo WRC seinen Vorsprung kontinuierlich ausbauen und führt nach dem ersten befahren der berühmten Sonderprüfung „Panzerplatte“, auf der sich schon etliche Dramen in den Vorjahren abspielten, 14,8 Sekunden vor Thierry Neuville.

Trotzdem gab es auf der Panzerplatte eine Schrecksekunde für Latvala. Er streifte einen der berühmten Hinkelsteine, die zahlreich neben der Strecke liegen, doch der Polo scheint keinen technisch problematischen Schaden davongetragen zu haben – lediglich ein kosmetisches Problem.

Neuville versucht alles aus seinem Ford Fiesta WRC herauszuholen. Auch wenn er meint, perfekt gefahren zu sein, hat Latvala dennoch die Nase vorne. Das Polo WRC dürfte den Konkurrenzprodukten technisch weiter überlegen sein, als die Ingenieure zugeben wollen. Er wird aber trotzdem nicht locker lassen und versuchen, Latvala von seinem Thron zu stoßen und sein „quasi Heimspiel“ zu gewinnen.

Bei Citroen träumte man im Vorfeld der Rallye-Deutschland noch vom Sieg. Dieser Traum dürfte sich langsam aber sicher als Illusion darstellen. Dani Sordo liegt als Speerspitze von Citroen neun Sekunden hinter Neuville. Der Asphaltspezialist konnte eine Sonderprüfung gewinnen und schließt nun langsam auf Neuville auf. 53 Sekunden hinter dem Spanier Sordo folgt sein Teamkollege Mikko Hirvonen. Für Hirvonen dürfte somit der Kampf um den Sieg beendet sein.

Auf den Positionen fünf und sechs folgt die restliche Ford-Armada. Mads Östberg und Martin Prokop mit ihren Ford Fiesta WRC´s fahren den beiden Citroen-Piloten hinterher. 1:44 Minuten trennen Östberg und Hirvonen im Moment, Prokop liegt 2:32 Minuten hinter Östberg.

Evgeny Novikov und Ilka Minor kämpfen sich langsam durch das Feld, genauso wie der gestern ausgeschiedene Titelfavorit Sebastien Ogier. Nasser Al-Attiyah musste sein Ford Fiesta WRC auf der Panzerplatte parken, nachdem auch er ein Opfer eines Hinkelsteins wurde.

In der WRC-2 gibt es einen spannenden Kampf zwischen Robert Kubica im Citroen DS3 RRC und Elfyn Evans im Ford Fiesta R5. Evans konnte Kubica in der zehnten Sonderprüfung kurz hinter sich lassen, doch auf der „Panzerplatte“ drehte Kubica den Spieß wieder um und führt nun mit 1,4 Sekunden Vorsprung vor Evans.

In der WRC-2 führt nach wie vor der favorisierte Sebastien Chardonnet im Citroen DS3 R3T mit 1:48 Minuten vor Keith Cronin, ebenfalls auf einem Citroen DS3.

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