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Asphalt? Schotter? Legenden uneins

Während Juha Kankkunen meint, Asphalt sei ein guter Untergrund für Rallyes, findet sein Landsmann Markku Alén: "Schotter ist Showtime!"

Fast acht Monate lang war die Rallye-WM in diesem Jahr nur auf losem Untergrund unterwegs, doch ab Donnerstag gehen die WRC-Piloten bei der Deutschland-Rallye erstmals in dieser Saison auf Asphalt an den Start. Neben der Frankreich-Rallye ist der WM-Lauf in Deutschland die einzige Rallye im heurigen WRC-Kalender, die ausschließlich auf Asphalt gefahren wird. Zwar ist der Untergrund auch bei der Rallye Monte-Carlo aus Asphalt, allerdings machen dort Eis und Schnee den Einsatz des Asphalt-Pneus meist unmöglich.

Für Rallye-Legende Markku Alén ist das auch genug. "Mister Maximum Attack" sieht keinen Bedarf für weitere Asphalt-Rallyes im WM-Kalender: "Es gibt die Frankreich-Rallye, Deutschland und Monaco, sofern kein Schnee liegt. Warum noch mehr? Die Geschichte des Rallyesports spielt auf Schotter. Schotter ist Showtime!" Sein finnischer Landsmann Juha Kankkunen entgegnet jedoch: "Asphalt ist ein guter Untergrund für Rallyes. Asphalt gehört genauso zum Rallyesport wie rauer Untergrund."

Für den 54jährigen Kankkunen haben auch Rallyes auf versiegeltem Belag ihren Reiz. "Die Deutschland-Rallye ist schnell, man muss sehr präzise sein. Vor allem bei Regen ist es sehr schwierig", so der vierfache Weltmeister, der den aktuellen WRC-Kalender für ausgewogen hält: "In jedem Land hat die Rallye ihren eigenen Charakter, so sollte es bleiben", meint er. "Schweden wäre auf Schotter nichts besonderes, dort muss auf Schnee gefahren werden."

Trotz des ähnlichen Untergrunds seien Asphalt-Rallyes jedoch nicht mit Rundstreckenrennen vergleichbar. "Es gibt immer Steine und Schmutz auf der Straße, und es ist unebener. Man benötigt eine andere Aufhängung", so Kankkunen. Allerdings seien die Setup-Änderungen nicht mehr so aufwändig wie zu seiner aktiven Zeit: "Heutzutage sind die Rallye-Autos auf Asphalt nicht mehr dramatisch anders wie in früheren Jahren. Früher mussten wir fast alles umbauen."

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