RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ARC: Rallye Zwettl

Ungebremster Publikumsliebling

Er hat zwar nur 130 PS, trotzdem war der Ford Fiesta R1 ein „Hingucker“ – Pilot Julian Wagner „ließ stehen“, wie es im Fachjargon heißt. Zur Belohnung gab‘s den 20. Gesamtrang bei 57 gestarteten Autos.

Fotos: Martin Butschell, Daniel Fessl

Für viele Zuschauer war der kleine Ford Fiesta Sport ein echter „Hingucker“ – denn das mit 130 PS wohl schwächste Fahrzeug im Feld der Burgstadt-Brau Rallye Zwettl gefiel den Rallyefreunden mit seiner spektakulären Fahrweise. Pilot Julian Wagner, der Ford Racing Rookie 2014, lächelt: „Es taugt mir schon, wenn ich den Fans eine Freude bereiten kann.“

Eine Freude bereitete sich der jüngere der beiden Wagner-Brüder, der in Zwettl erst seine zweite Rallye absolvierte, auch auf der hyperschnellen SP „Krumau“: Dort überraschte Julian mit der 15. Gesamtzeit.

Julian berichtet: „Das Besichtigen ist gut gelaufen, einmal mehr habe ich von der Erfahrung meines Copiloten Fred Winklhofer profitieren können und auf der SP 5 habe ich mich voll auf den Aufschrieb verlassen – wenn die letzten Kilometer dieser Prüfung nicht bergauf gegangen wären, dann wäre die Zeit vielleicht noch besser geworden.“

Lieber gar nicht bremsen

Dass ausgerechnet auf dieser SP die Zeit so gut ausgefallen ist, hat noch einen anderen Grund: „Ich musste dort kaum bremsen.“ Der Hintergrund: Auf den anspruchsvollen Strecken der Rallye Zwettl war die Serienbremse des Ford Fiesta Sport R1 zeitweise überfordert.

Julian schildert die Folgen: „Da hat die Bremse immer wieder einen anderen Druck, die Bremskraft ist so schwer einzuschätzen. Am Nachmittag haben wir neue Bremsscheiben eingebaut, da lief es dann etwas besser.“

Dass Julian Wagner trotz dieser unberechenbaren Bremse keinen Ausritt verzeichnete und weiter „stehen ließ“, ringt seinem Vater Friedrich Wagner Respekt ab: „Das ist eine tolle, reife Leistung. Er fuhr jetzt seine ersten beiden Rallyes und kam stets ins Ziel.“

Und das auf einem tollen 20. Gesamtrang bei 57 gestarteten Fahrzeugen. Zudem konnte Julian seine Klasse RC4 gewinnen und in der Junioren-ARC lag mit Mario Mühlbacher nur ein weiterer Junior vor ihm, der jedoch einen wesentlich stärkeren Mitsubishi Lancer Evo 6.5 pilotierte. Wagner stellte den von Ford Austria zur Verfügung gestellten Fiesta ohne einen einzigen Kratzer wieder ab.

Julian Wagner blickt noch einmal zurück auf seine zweite Rallye: „Auf den ersten beiden Prüfungen haben wir die falsche Reifenwahl getroffen – aber ansonsten hätte es nicht besser laufen können. Die neue Rallye war super, ein toller Mix aus schnellen und anspruchsvollen Passagen. Jetzt freuen wir uns auf St. Veit.“ Dort, bei der Kärnten-Rallye, wird Julian wieder den kleinen Fiesta zünden – zuvor wird Simon Wagner bei der Wechselland-Rallye wieder in den Peugeot 208 R2 klettern…

Übrigens: Auch in Zwettl waren die EXCAPE-Sonnenbrillen äußerst begehrt. Friedrich Wagner lacht: „Noch bevor wir den Brillenständer aufstellen konnten, kamen bereits Leute und haben danach gefragt. Diese Brillen sind, so scheint es, der absolute Kult.“

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ARC: Rallye Zwettl

- special features -

Weitere Artikel:

ARC Rallye Triestingtal: Kompakter Zeitplan

Kompakte Eintages-Rallye als ARC-Opener

Neun Sonderprüfungen in einem kompakten Zeitplan warten auf die Teams der ARC Rallye Triestingtal (27. & 28. Februar). Die Fans können sich auf sechs attraktive Zuschauerpunkte freuen…

WRC Monte-Carlo: Bericht

Oliver Solberg siegt bei Eis und Schnee

Oliver Solberg schreibt Geschichte: Der 24-Jährige gewinnt die Rallye Monte-Carlo 2026 und wird zum jüngsten "Monte"-Sieger in der Geschichte der WRC. Keferböck/Minor gewinnen den WRC Masters Cup.

"Richtige Monte" steht bevor

Die Herausforderungen beim WRC-Auftakt

Winterliches Wetter droht die Rallye Monte-Carlo an diesem Wochenende als Auftakt der Rallye-WM 2026 noch schwieriger zu machen als ohnehin schon

"Motivation, es zu versuchen"

Ogier greift nach zehntem WRC-Titel

Wird Sebastien Ogier ernsthaft um seinen zehnten Titel in der Rallye-WM kämpfen? Vor Beginn der "Monte" rechnet der Toyota-Fahrer mit herausfordernder Saison

Die 94. Rallye Monte Carlo wird in die Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft eingehen - das K4-Duo Johannes Keferböck und Ilka Minor konnte das große Abenteuer nicht nur bestehen, sondern auch einen überlegenen Sieg im WRC Masters Cup einfahren.

WRC Monte Carlo: K4 nach Shakedown

WRC Masters-Sieg als klares Ziel bei der „Monte“

Johannes Keferböck und Ilka Minor starten als einzige Österreicher bei der prestigeträchtigen Rallye Monte Carlo. Mit dem Einsatzteam Gazoo Racing France sowie Ex-Weltmeister Stephane Lefebvre und den „Spionen“ Franz Wittmann/Gerry Winter setzt das K4 Rally Team auf kompetente Unterstützung. Im Kampf um den WRC Masters Cup zählt für „Kefer“ nur der Sieg!