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WRC: Schweden-Rallye

Nach Tag 1: Hyundai-Dreifachführung

Thierry Neuville beendet den ersten Tag der Schweden-Rallye als Führender vor seinen Teamkollegen Mikkelsen und Paddon.

Nach dem ersten Tag der Schweden-Rallye 2018 liegen alle drei Hyundai-Werksfahrer geschlossen an der Spitze der Gesamtwertung. Angeführt wird das Trio des südkoreanischen Werksteam von Thierry Neuville. Der Belgier hat nach acht von 19 Sonderprüfungen einen Vorsprung von 4,9 Sekunden auf Andreas Mikkelsen, Hayden Paddon liegt 12,1 Sekunden hinter Neuville zurück.

Allerdings ist den drei Hyundai-Fahrern ein Citroen-Duo dicht auf den Fersen. Craig Breen und Mads Östberg liegen als Vierter und Fünfter nur 12,6 beziehungsweise 13,2 Sekunden hinter Neuville und damit in Schlagdistanz. Für den amtierenden Weltmeister und Rallye-Monte-Carlo-Sieger Sebastien Ogier (Ford) gilt das nicht mehr. Nach einem schwierigen Tag, bei dem der Franzose "Schneepflug" spielen musste, liegt er außerhalb der Top 10.

Denn das große Thema war am ersten Tag der Rallye Schweden aber die Startpositionen. Nach nächtlichen Schneefällen waren die ersten Starter Ogier, Ott Tänak und Jari-Matti Latvala (beide Toyota) schon am Vormittag benachteiligt. Am Nachmittag wurde es nicht besser, denn bei der Wiederholung der Sonderprüfungen fanden die WRC-Piloten nach dem ersten Durchgang der Teilnehmer der nationalen und historischen Wertung Fahrspuren vor, die so gar nicht zu ihren Autos passten.

"Es ist dieselbe Scheiße wie jedes Jahr. Nach den nationalen Startern ist es unfahrbar", fluchte Ogier nach der fünften Sonderprüfung, um kurz darauf nur noch festzustellen: "Das ist ein Witz! Ich kann überhaupt nichts machen." Auch Tänak meinte am Nachmittag: "Es war noch schlimmer als am Vormittag." Und Latvala bekräftigt: "Die Startreihenfolge war in diesem Jahr entscheidender als in den Jahren zuvor."

Vor allem Ogier, der als erster Fahrer in die Prüfungen starten musste, war deshalb am Freitag chancenlos. Mit einem Rückstand von 2:48.8 Minuten belegt er aktuell nur Rang zwölf und hat kaum noch Chancen auf ein Top-Resultat. Denn am zweiten Tag starten die WRC-Piloten in umgekehrter Reihenfolge der Gesamtwertung, womit der Franzose erneut als einer der ersten Fahrer auf die Strecke gehen muss und so wahrscheinlich kaum Zeit gutmachen wird.

Deutlich bessere Bedingungen fanden die Fahrer mit hinteren Startpositionen wie Neuville vor, der als Fünfter in die Prüfungen ging. Der Belgier gewann am Freitag zwar nur eine der sieben Sonderprüfungen, verteidigte die einmal eroberte Führung aber mit starken Zeiten. Je zwei Sonderprüfungen gewannen Breen und Paddon, je eine Bestzeit ging an Tänak und Mikkelsen.

"Ich habe mein Bestes gegeben, das Auto läuft gut", freut sich Neuville. "Es ist aber nicht einfach, denn ich kämpfe mit den Jungs hinter mit. Ich versuche schnell zu fahren, ohne Risiko einzugehen." Ähnlich äußerte sich auch Mikkelsen: "Ich bin ziemlich zufrieden mit dem Tag. Ich bin sauber gefahren und war schnell unterwegs. Schaut so aus, als könnten wir um den Sieg kämpfen."

Doch da wollen auch die Citroen-Piloten mitmischen. "Kein schlechter Tag, ich kann es kaum erwarten, dass es morgen weitergeht", sagt Breen. "Nach einem halben Testtag in den Auto bin ich sehr zufrieden mit meiner Pace", meinte Östberg, der in Schweden zum ersten Mal mit dem Citroen C3 WRC antritt.

Hinter den Top 5 Neuville, Mikkelsen, Paddon, Breen und Östberg folgen Teemu Suninen im schnellsten Ford sowie das Toyota-Trio Esapekka Lappi, Latvala und Tänak, Kris Meeke (Citroen) komplettiert die Top 10. Julius Tannert und sein österreichischer Co Jürgen Heigl belegen in der JWRC derzeit den guten vierten Platz.

Ähnlich spannend wie beim Kampf um die Gesamtführung geht es auch in der WRC2 zu. Takamoto Katsuta (Ford) führt die Klasse vor Pontus Tidemand und Ole Christian Veiby (beide Skoda) sowie Jari Huttunen (Hyundai) an, allerdings sind alle vier Fahrer nur 12,6 Sekunden voneinander getrennt.

Am Samstag stehen acht Sonderprüfungen über eine Gesamtdistanz von 120,69 Kilometern auf dem Programm. Zweimal wird dabei der Klassiker "Vergasen" mit seiner berühmten Sprungkuppe "Colin's Crest" gefahren.

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