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Rallye-Challenge: Herbst-Rallye

Schnödes Ende

Mit der Herbst-Rallye fand die Karriere von Thomas Steinmayer ein unrühmliches Ende, der Suzuki musste mit Getriebeschaden abgestellt werden.

Fünf Rallyes in Folge konnte Thomas Steinmayer erfolgreich beenden, fünfmal schaffte er dank der Zuverlässigkeit seines Suzuki Swift Gruppe A den ersten Platz in der Klasse A5.

Doch diesmal, bei der Herbst-Rallye 2005, ließ ihn das Glück erstmals seit Langem im Stich: Thomas Steinmayer und Markus Wagner kamen nicht einmal über die erste Sonderprüfung, da es das Getriebe ziemlich heftig zerstört hatte. Ein ungewohntes Resümee.

Im Zuge der Generalsanierung nach der Mühlviertel-Rallye, wo der Motor durch die enorme Hitzebelastung viel abbekommen hatte, wurde auch gleich das Getriebe zerlegt und jedes einzelne Teil einer kritischen Prüfung unterzogen.

Major Tom himself hatte die Zahnräder begutachtet und war zu dem Schluß gekommen, „sieht alles so aus wie vorher“. Irgendwo hat sich vielleicht doch ein Haarriß versteckt, ganz unauffällig, wer weiß.

Aber gut, es war ja nicht das erste Mal, daß jemand wegen so etwas eine Rallye beenden mußte, und nach so vielen Spitzenleistungen – technisch als auch fahrerisch – kann so etwas schon einmal vorkommen.

Eine Spitzenleistung, mit einem Spitzenergebnis, wäre auch diesmal wieder das große Ziel des Ehrgeizes gewesen, und es hätte auch sicher dazu kommen können, wenn sich eben nicht diese Laune der Technik dazwischengeschaltet hätte.

Die Motivation bestand ganz konkret darin, Lubomir Minarik aus Tschechien mit seinem Skoda Felicia Kitcar Konkurrenz zu machen, was selbst auf heimatlichem Boden ein sehr schwieriges Unterfangen gewesen wäre.

Denn wie sich gezeigt hat, war Minarik auch bei seinem ersten Start in Österreich eine Klasse für sich. Doch die Angelegenheit erübrigte sich in doppelter Hinsicht, da Minarik seinerseits mit Getriebeschaden die Segel streichen mußte.

Und weil ein Glück bekanntlich selten allein kommt, gleichgültig, mit welchem Vorzeichen, hat der bei der Herbst-Rallye erlittene massive Schaden an der Technik des Rallyeautos auch Auswirkungen auf den geplanten Start bei der OMV-Waldviertel-Rallye: Der fällt nämlich jetzt flach. Die Getriebe-Reparatur UND der Einsatz im Waldviertel, das hätte den vorgesehenen finanziellen Rahmen bei weitem gesprengt.

Also nichts mit hochherrschaftlichen Drifts im Langauer Forst und auf dem Schotter der Thayatal-Prüfung als krönender Abschluß einer am Ende von sehr vielen Höhepunkten gekennzeichneten Rallye-Laufbahn. Statt dessen eine Menge Arbeit und ölige Finger.

Als einziger Trost bleibt die Möglichkeit, ein Auto weiterverkaufen zu können, das sich als siegreich erwiesen hat und hoffentlich einen begeisterten Käufer finden wird.

Die Rallye-Gemeinschaft Triestingtal verliert einen ihrer besten und sympathischsten Kämpfer, Sportler dieses Formats sind selten.

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