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Rallye: News

Die Frage aller Fragen: Was macht Ogier 2019?

Verbleib bei M-Sport, Wechsel zu Citroën oder Toyota? Der Fahrermarkt konzentriert sich wieder einmal auf Sebastien Ogier.

Die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) befindet sich in der Sommerpause, und mangels sportlichem Geschehens auf der Strecke gerät der Fahrermarkt in dieser Zeit intensiver in den Blickpunkt. Nur Ott Tänak (Toyota) und Andreas Mikelsen (Hyundai) haben aktuell einen Vertrag für die Saison 2018. Im Mittelpunkt steht wieder einmal Sebastien Ogier.

Der amtierende Weltmeister ist nur bis Ende des Jahres an M-Sport gebunden, und nach der Entlassung von Kris Meeke bei Citroen wurden umgehend Spekulationen laut, die Franzosen könnten sich erneut um eine Verpflichtung ihres Landsmanns bemühen, die im vergangenen Jahr gescheitert war.

Entsprechende Ambitionen streitet Citroen-Teamchef Pierre Budar gegenüber 'Motorsport-Total.com' nicht ab. "Jeder ist an Sebastien Ogier interessiert, und wir würden uns sehr freuen, wenn er wieder für uns fahren würde", sagt er. "Er hat seine Karriere im Rallyesport bei uns begonnen", so Budar.

Ogier hatte 2009 für Citroen in der WRC debütiert, war aber Ende 2011 aufgrund von Spannungen zwischen ihm und Teamkollege Sebastien Loeb zu Volkswagen gewechselt. "Außerdem ist er Franzose und wir sind ein französisches Team. Das wäre eine schöne Geschichte", meint der Citroen-Teamchef. "Aber das ist nicht die einzige Sache, die wir bedenken müssen."

Zunächst einmal müsste Ogier überhaupt bereit sein, M-Sport zu verlassen und sich Citroen anzuschließen. Aus sportlicher Sicht wäre das aktuell ein Wagnis. Und so verspürt der fünfmalige Weltmeister momentan auch keine große Wechsellaune. "Ich bin glücklich da, wo ich bin. Das habe ich immer gesagt",
sagt Ogier. "Bei M-Sport bewegt sich alles in die richtige Richtung. Wir machen Fortschritt. Man kann sagen: Es gibt keinen Grund zum Wechsel. Oder lassen Sie es mich so sagen: Um zu wechseln, müsste ich schon ein sehr überzeugendes Angebot bekommen."

Mit diesem Wissen kann Ogiers Teamchef Malcolm Wilson die "Silly Season" der WRC 2018 etwas gelassener abwarten. "Wir wissen, dass andere Teams an Sebastien interessiert sind. Aber wenn wir ihm geben können, was er will, sehe ich keinen Grund (für einen Wechsel; Anm. d. Red.)", so der Brite. "Er möchte bleiben, und wenn wir das hinbekommen, sollte es okay sein."

Fakt ist, dass alle auf eine Entscheidung von Ogier warten. So sieht es auch Hyundai-Teammanager Alain Penasse: "Sebastien ist die Schlüsselfigur", sagt er. "Werden wir mit ihm reden? Ich kann nicht behaupten, dass wir nicht über Sebastien Ogier nachdenken. Wenn man die Meisterschaft gewinnen will, muss man ihn in Betracht ziehen."

Für Penasse hängt von der Entscheidung Ogiers auch die vieler anderer Fahrer ab. "Sollte Sebastien Ogier zu Citroen gehen, wird es einige Bewegung geben. Wenn er bleibt, werden alle anderen wohl auch bleiben", meint er.

Am gelassensten von allen kann Ogier selbst auf das Geschehen am Fahrermarkt blicken, denn er hält alle Fäden in der Hand. Und möglicherweise ist der 34-Jährige auch gar nicht auf der Suche nach einem neuen Cockpit.

"Wer weiß, was ich nächstes Jahr mache? Da gibt es noch eine andere Frage, und ich habe schon einmal gesagt, dass das (ein Rücktritt; Anm. d. Red.) eine Option ist", kokettiert der Franzose einmal mehr mit einem Ende seiner WRC-Karriere.

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