RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Interview

Ogier verteidigt Wechsel zu Citroën

Obwohl er bei M-Sport ungeschlagen blieb, geht Sébastien Ogier zu Citroën; die finanziellen Mittel eines Werksteams seien ein Grund.

Sébastien Ogier ist einer der meistbegehrten Rallyefahrer aller Zeiten; für die Saison 2019 hat sich Citroën die Dienste des nun sechsfachen Weltmeisters gesichert. Mit M-Sport hat der Franzose insgesamt drei Titel geholt; dennoch hat er sich entschieden, dem semiprivaten Team den Rücken zu kehren – unter anderem seien die finanziellen Möglichkeiten der Briten ein Problem gewesen.

Ogier erklärte: "Als ich damals unterschrieben habe, wusste ich nicht, was mich erwartet. Es hat sich aber als eine unglaubliche Reise herausgestellt. Es ist so, als verlasse ich die Frau, die ich liebe." Teamchef Wilson sei ein großer Rückhalt gewesen, so der Franzose, der über ihn sagte: "Auch wenn das Budget immer wieder Dinge blockiert hat, hat er alles gegeben."

"Er ist eine ganz besondere Person", so Ogier über seinen Ex-Teamchef. "Er ist ein großartiger Geschäftsmann, ein toller Mensch und ein guter Boss." Malcolm Wilson übe seinen Job mit Leidenschaft aus und gebe stets 120 Prozent – das mache M-Sport aus, so der 32jährige weiter. Wenn es ein Problemen gegeben hat, habe Wilson alle Hebel in Bewegung gesetzt, um es zu lösen.

Obwohl sich Ogier bewusst für den Abschied von M-Sport entschieden hat, trauert der Franzose seinem Ex-Team hinterher: "Ich werde die ganze Mannschaft vermissen. Ich hoffe aber, dass ich das Auto nicht so sehr vermissen werde." Immerhin habe sich Ogier mit dem bestmöglichen Resultat verabschiedet – mit einem weiteren WM-Titel. Wer die Nachfolge des Franzosen bei M-Sport antreten wird, ist noch unklar.

"Wir müssen jetzt von vorne beginnen", sagte Wilson, der sich auf die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Team konzentrieren will. Die Zeit mit Ogier kommentierte der Teamchef wie folgt: "War das nicht eine tolle Geschichte, die wir zusammen geschrieben haben? War es nicht fantastisch? Wir werden Séb als Menschen vermissen; als Team werden wir die Resultate vermissen." Sein Team sei aber schon einmal in solch einer Situation gewesen, weshalb es jetzt wichtig sei, es bestmöglich neu aufzustellen.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Interview

Weitere Artikel:

WRC Kroatien: Spätes Drama um Neuville

Neuville nach spätem Drama "am Boden zerstört"

Trotz klarer Führung endet Thierry Neuvilles Rallye in Kroatien im Desaster: Nach dem folgenschweren Patzer erhält der Belgier Rückendeckung von Hyundai

Ott Tänak zurück bei Toyota

Ex-Weltmeister jetzt Testfahrer für 2027

Ott Tänak, der einst mit Toyota den WRC-Titel errang, kehrt zu seinem damaligen Arbeitgeber zurück: Als Testfahrer für das neue Auto aus Basis der 2027er-Regeln

Ob in ERC3 oder ERC4, im WRC Masters Cup, in der CZ-Meisterschaft, in der EHRC, im Mitropa oder Alpe Adria Cup - überall sind Teams aus Österreich ganz vorn dabei…

Mitropa Cup: Vorschau Rally Porec

24 MRC-Teams bei 27. Rally Porec

Erst zum zweiten Mal im Meisterschaftskalender vertreten, gehen 24 Teams des Mitropa Rally Cup (MRC) bei der Rally Porec in Kroatien an den Start.

TEC7 ORM Rallye BackStage: #2

TEC7 ORM-Podcast widmet sich den CopilotInnen

Die zweite Ausgabe von TEC7 ORM Rallye BackStage, dem offiziellen Podcast der Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft, widmet sich jenen mutigen Menschen, die auf der Beifahrerseite nicht nur aus dem „Gebetsbuch“ lesen…

TEC7 HRM, Lavanttal Rallye: Bericht

Nach Gaubinger-Ausfall folgte der Wagner-Durchmarsch

Kurioser, wechselhafter Freitagnachmittag im Lavanttal. Wie im Rebenland übernahm zunächst Patrik Gaubinger die Führung, nach dessen Ausfall zündete Karl Wagner ein Bestzeitenfeuerwerk. Bei den ORC war Federico Laurencich der einzige im Ziel.