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Rallye-WM: Interview

Ogier verteidigt Wechsel zu Citroën

Obwohl er bei M-Sport ungeschlagen blieb, geht Sébastien Ogier zu Citroën; die finanziellen Mittel eines Werksteams seien ein Grund.

Sébastien Ogier ist einer der meistbegehrten Rallyefahrer aller Zeiten; für die Saison 2019 hat sich Citroën die Dienste des nun sechsfachen Weltmeisters gesichert. Mit M-Sport hat der Franzose insgesamt drei Titel geholt; dennoch hat er sich entschieden, dem semiprivaten Team den Rücken zu kehren – unter anderem seien die finanziellen Möglichkeiten der Briten ein Problem gewesen.

Ogier erklärte: "Als ich damals unterschrieben habe, wusste ich nicht, was mich erwartet. Es hat sich aber als eine unglaubliche Reise herausgestellt. Es ist so, als verlasse ich die Frau, die ich liebe." Teamchef Wilson sei ein großer Rückhalt gewesen, so der Franzose, der über ihn sagte: "Auch wenn das Budget immer wieder Dinge blockiert hat, hat er alles gegeben."

"Er ist eine ganz besondere Person", so Ogier über seinen Ex-Teamchef. "Er ist ein großartiger Geschäftsmann, ein toller Mensch und ein guter Boss." Malcolm Wilson übe seinen Job mit Leidenschaft aus und gebe stets 120 Prozent – das mache M-Sport aus, so der 32jährige weiter. Wenn es ein Problemen gegeben hat, habe Wilson alle Hebel in Bewegung gesetzt, um es zu lösen.

Obwohl sich Ogier bewusst für den Abschied von M-Sport entschieden hat, trauert der Franzose seinem Ex-Team hinterher: "Ich werde die ganze Mannschaft vermissen. Ich hoffe aber, dass ich das Auto nicht so sehr vermissen werde." Immerhin habe sich Ogier mit dem bestmöglichen Resultat verabschiedet – mit einem weiteren WM-Titel. Wer die Nachfolge des Franzosen bei M-Sport antreten wird, ist noch unklar.

"Wir müssen jetzt von vorne beginnen", sagte Wilson, der sich auf die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Team konzentrieren will. Die Zeit mit Ogier kommentierte der Teamchef wie folgt: "War das nicht eine tolle Geschichte, die wir zusammen geschrieben haben? War es nicht fantastisch? Wir werden Séb als Menschen vermissen; als Team werden wir die Resultate vermissen." Sein Team sei aber schon einmal in solch einer Situation gewesen, weshalb es jetzt wichtig sei, es bestmöglich neu aufzustellen.

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