RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Waldviertel-Rallye

"Aus Spaß an der Freud für die Leut‘"

Bei der Waldviertel-Rallye standen heuer sechs Volvo auf der Nennliste – „Elch-Papst“ Georg Gschwandner erklärt, warum er der Marke so gut wie treu blieb…

Fotos: Walter Vogler, GP Racing

Es gibt und es gab sie - diese penibel geputzten R5- und S2000-Boliden, die mit Donnerhall durch den waldvierlterischen Forst schossen und sich gegebenenfalls auch wegschossen, weit hinein in das Unterholz, was bei Fahrer und Teams in der Regel nicht nur physisches Kopfweh auslöst…

Mit wesentlich weniger Budget, aber auch wesentlich weniger Leistung, lässt sich jedoch nicht minder spektakulär ein Volvo bewegen.

Mit dem Bewusstsein, sich leistungstechnisch ohnedies nur mit seinesgleichen messen zu können, ist man bemüht, den Fans des schwedischen Schwermetalls eine gute Show zu bieten.

Georg Gschwandner, einer der Vorreiter in Sachen Rallyevolvos in Österreich, hält bis auf ein kurzes Intermezzo nun schon acht Jahre den schwedischen Heckschleudern die Treue.

Gschwandner verrät: "Da wir nur gegen uns selbst fahren, können wir dem Publikum eine dementsprechende Show bieten, der Volvo ist ja quasi dafür prädestiniert, quer ums Eck zu kommen. Der zweite Tag der diesjährigen Waldviertel-Rallye war dafür wieder bestens geeignet.“

Als es noch Schotterrallyes wie Triestingtal oder Harrach gab, waren in den Glanzzeiten tatsächlich rund 20 Volvos am Start.

Heuer im Waldviertel standen für beide Tage sechs Volvos auf der Nennliste.
Auch unter den fast schon professionellen Videofilmern und Fotografen haben die Volvos schon eine große Fangemeinde: "In meiner kurzen Fiesta-Zeit gewannen wir die Klasse und wurden 16. im Gesamtklassement - in den Tagen darauf fand man im Internet rund 15 Bilder. Fahren wir mit dem Volvo sind wir im Klassement irgendwo und gibt es ca. 150 Bilder von uns.“

Für nächstes Jahr plant Gschwandner, der neben dem Rallyefahren als Betreiber der GP Racing GmbH heuer auch den Volvo Stock Cup zur einer fixen Größe empor hob, vermehrt Starts in der historischen Abteilung der österreichischen Rallyeszene.

Gschwandner: "Schön wäre es, die ganze Saison bestreiten zu können, wir fahren zwar nicht um Gesamtsonderprüfungsbestzeiten oder ähnliches, aber vielleicht findet sich ja ein Sponsor oder Gönner, welcher erkennt, dass die Volvos richtig bewegt sehr viel Sympathie und daher Werbewirksamkeit bei den Zuschauern einbringen und in der Relation nicht allzu viel Budget benötigen.“

Gschwandner verfügt hierfür über verschiedenste schwedische Einsatzgeräte: Für Schotter kommt der Volvo 740 zum Einsatz, für reine Asphaltrallyes der motorisch stärkere Volvo 240 Turbo.

Befragt, warum es denn unbedingt ein Volvo sein müsse und ob man nicht auch schon einmal über das Anmieten eines anderen Fahrzeuges nachgedacht habe, antwortet Gschwandner wie aus der Pistole geschossen mit einem klaren "Nein!", um dann fortzufahren: "Ich bewundere aufrichtig jeden privaten Hobbyfahrer, der sehr, sehr viel Geld aufbringt um sich den Rallyesport in Österreich leisten zu können.Möchte aber nicht mit ihm tauschen, wenn das Gerät einmal massiv verformt ist oder einen technischen Organversagen erliegt!“

In Übrigen besitzt die GP Racing GmbH neben Stock Car Volvos auch Rallyevolvos, die man um günstiges Geld mieten kann. Und wenn man sich sowie in der Hochkonjunktur des österreichischen Volvo Cups mit 15 anderen Kollegen matcht, dann matchen sich eben auch 15 Volvos untereinander über die Kaiserau und ähnliches!

Georg Gschwandner zieht ein positives Resümee: "Wir fahren aus Spaß an der Freud - für die Leut. Der Zuspruch der Fans gibt uns zu 1000 Prozent Recht."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Waldviertel-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

TEC7 ORM, Lavanttal: Fotos Shakedown

Die besten Bilder vom Shakedown

motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl liefert wieder die besten Bilder von der Lavanttal Rallye - hier die besten Fotos vom Shakedown.

WRC Kroatien: Nach Tag 2 (SP8)

Pajari führt - Keferböck im Masters Cup vorne

Nachdem Oliver Solberg und auch Elfyn Evans früh im Wald landeten hat sich Toyota-Youngster Sami Pajari in Kroatien an die Spitze gesetzt, aber Hyundai hält mit. Im WRC Masters Cup führen Keferböck/Minor mit rund vier Minuten Vorsprung.

WRC Kroatien 2026: Katsuta erbt Sieg

Neuville wirft Sieg weg - Keferböck gewinnt Masters Cup

In der Powerstage wirft Neuville den fast schon sicheren Sieg weg - Katsuta feiert zweiten WRC-Sieg hintereinander. Keferböck/Minor holen sich mit dem WRC Masters Cup Sieg die Tabellenführung zurück.

TEC7 HRM, Lavanttal Rallye: Bericht

Nach Gaubinger-Ausfall folgte der Wagner-Durchmarsch

Kurioser, wechselhafter Freitagnachmittag im Lavanttal. Wie im Rebenland übernahm zunächst Patrik Gaubinger die Führung, nach dessen Ausfall zündete Karl Wagner ein Bestzeitenfeuerwerk. Bei den ORC war Federico Laurencich der einzige im Ziel.

WRC Kroatien: Bericht K4 Rally Team

Tabellenführung im WRC Masters Cup zurückerobert!

Mit einem klaren Sieg im WRC Masters Cup konnten Johannes Keferböck und Ilka Minor bei der WM-Rallye in Kroatien die Tabellenführung zurückerobern. Schon in zwei Wochen soll ein weiterer Masters-Sieg eingefahren werden. Johannes ist top motiviert: „Auf Gran Canaria volle Attacke!“