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„...immerhin kommen noch 15 Rallyes..."

Der WM-Auftakt verlief für Subaru nicht nach Wunsch, Mikko Hirvonen fiel am zweiten Tag aus, Petter Solberg wurde mit Problemen Siebenter.

Manfred Wolf

Bei Subaru war man für die 72. Rallye Monte Carlo optimistisch. Der Impreza WRC war bei den letzten Asphalt-Bewerben des Vorjahres toll gelaufen, Petter Solberg konnte mit dem Weltmeistertitel im Rücken zuversichtlich in die Saison starten, und Neuzugang Mikko Hirvonen hatte bei den Testfahrten zuvor seine Schnelligkeit bewiesen.

Während die Rallye am ersten Tag noch ganz gut begann – Petter Solberg war mit der schwierigen Startnummer eins am Ende der Etappe Sechster, „Frischling“ Mikko Hirvonen nur ganz knapp hinter dem siebenten Platz Achter – war am zweiten Tag für das Duo Hirvonen/Lehtinen alles vorbei.

„Es ist mir ein Rätsel. Ich bin es langsam angegangen, wollte Erfahrung sammeln. Ich habe überhaupt nicht attackiert. Noch dazu bin ich in der wahrscheinlich einfachsten Kurve der kompletten Rallye rausgeflogen“, ärgerte sich Hirvonen nach seinem Ausscheiden.

Der Finne war auf SP 9 an einer komplett trockenen Stelle ins Schleudern geraten und mit dem Heck angeschlagen. Dabei verbog er sich die Hinterradaufhängung dermaßen, dass er am Ende der Prüfung aufgeben musste.

„Vielleicht habe ich die Ansage falsch verstanden, ich weiß es nicht. Es ist einfach unglaublich. Ich bin sehr enttäuscht. Aber solche Dinge passieren halt ab und zu, ich denke, dass muss ich akzeptieren. Ich werde mir die On-Board-Aufnahmen genau ansehen, vielleicht verstehe ich dann, was passiert ist. Wie auch immer: Es geht weiter, in Schweden will ich ein besseres Resultat einfahren!“

Petter Solberg konnte sich am zweiten Tag um einen Platz verbessern, am Ende belegte er den fünften Rang. Auf der dritten und letzten Etappe der Rallye holte sich der amtierende Weltmeister auf SP 13 die erste Bestzeit des Jahres, eine Prüfung später lag er im Graben.

Der Norweger schaffte es zwar wieder auf die Strecke zurück, bis dahin hatte er allerdings schon über drei Minuten verloren, ebenso den sicher geglaubten fünften Gesamtrang. Bei dem Ausrutscher beschädigte er sich den vorderen Antriebsstrang am Impreza WRC – ohne Service zwischen der verhängnisvollen Prüfung und der nächsten, mussten Solberg und Co-Pilot Phil Mills das kaputte Auto am Straßenrand notdürftig reparieren.

Auf der folgenden 15. und letzten Prüfung der ‚Monte’ verlor er trotz versuchter Reparaturen wieder viel Zeit und rutschte im Gesamtklassement auf den siebenten Rang zurück – wenigstens sicherte er sich so noch zwei Punkte für die Fahrer-WM.

Solberg: „Was soll ich sagen... Ich habe etwas zu spät gebremst, es war Schnee und Eis auf der Straße. Ich bin weggerutscht und in eine Mauer geknallt. Es ist wirklich eine Schande. Ich habe nichts riskiert und trotzdem passiert mir so etwas.“

„Wenigstens haben wir zwei Punkte mitgenommen. Das sind zwei Punkte mehr als im letzten Jahr. Das ist nicht so schlecht – immerhin kommen noch fünfzehn Rallyes!“

Teamchef David Lapworth war klarerweise ebenfalls nicht sonderlich glücklich, nahm den Ausgang der Rallye Monte Carlo aber auch nicht zu schwer: „Es ist schade, dass wir nach der guten Performance von Petter nur zwei Punkte mitnehmen. Aber solche Dinge passieren beim Rallyefahren einfach.“

„Es war sehr schön zu sehen, dass wir kein einziges technisches Problem während des gesamten Wochenendes hatten. Die Bestzeit von Petter auf SP 13 hat gezeigt, dass wir auf Asphalt auch mit Hilfe von Pirelli sehr große Fortschritte gemacht haben.“

Aufmunternde Worte fand der Teamchef für den Jüngsten im Team, Mikko Hirvonen: „Er ist sehr enttäuscht und es tut mir wirklich leid, dass er nach einem so kleinen Fehler ausscheiden musste. Aber das ist die ‚Monte’, das passiert einfach. Mikko ist ein schneller Bursche und hat viel Selbstvertrauen. Er wird diesen Ausfall sicher verkraften und in Schweden ein besseres Resultat erreichen können!“

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