RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Kubica: Kein Vorteil auf Asphalt

Robert Kubica glaubt, dass er bei der Deutschland-Rallye aufgrund seines Handicaps einige Probleme in den Haarnadelkurven haben wird.

Bei der Deutschland-Rallye kehrt Robert Kubica auf jenen Belag zurück, den er am besten kennt: Nach einer ganzen Reihe von Schotter-Rallyes ist der deutsche WM-Lauf rund um Trier die erste WM-Rallye des Jahres, die vollständig auf Asphalt gefahren wird. "Natürlich sind wir auch in Monte Carlo viel auf Asphalt gefahren, aber Deutschland ist mit seinen engen und gewundenen Asphaltstraßen typischer", sagt Kubica. "Es gibt viele Haarnadelkurven und langsame Abschnitte, aber auch kurze, schneller Kurven, was es zu einer sehr schwierigen und technischen Rallye macht."

Da Kubica den größten Teil seiner Karriere auf der Rundstrecke und damit genau auf diesem Belag gefahren ist, sollten ihm die Bedingungen auf den ersten Blick entgegenkommen. Bei genauerer Betrachtung hat der Pole aber keinen Vorteil. "Einige Leute haben hohe Erwartungen hinsichtlich meines Ergebnisses, aber wir müssen realistisch sein", dämpft der Pole die Erwartungen. "Es wird eine schwierige Rallye. Die Charakteristik dieser Straßen mit ihren vielen Haarnadelkurven und engen Abzweigungen wird für mich aufgrund meiner Einschränkungen schwierig sein."

Aufgrund der Bewegungseinschränkungen des rechten Armes, unter denen Kubica seit seinem schweren Rallyeunfall 2011 leidet, fährt er mit einem umgebauten Fiesta WRC, bei dem sowohl Schaltung als auch Handbremse mit der linken Hand bedient werden – und schon mehrfach war in diesem Jahr zu erkennen, dass Kubica aufgrund dieser Einschränkungen Probleme hat, enge Kurven zügig zu durchfahren.

Das zeigte sich auch im vergangenen Jahr – obwohl Kubica damals die WRC2-Klasse am Steuer eines Citroën DS3 RRC gewinnen konnte. "Ich hatte 2013 einige Probleme, und in diesem Jahr könnte es noch schwieriger sein, da einige Strecken in umgekehrter Richtung gefahren werden", so der Pole. "Wenn ich mich richtig erinnere, bedeutet dies, dass viele enge Haarnadelkurven bergauf gehen. Dort wird es schwieriger, das Auto herumzuwerfen, als in Bergabkurven."

Zur Vorbereitung auf die erste reine Asphaltrallye der Saison nahm Kubica vor einigen Wochen an einer Rallye in Italien teil, in der vergangenen Woche testete der 29jährige dann in den Weinbergen rund um Trier. "Wir haben einige Tests gemacht, und das Gefühl auf Asphalt ist gut. Das Wetter war unbeständig, vor allem an einem der Tage in den Weinbergen, wodurch es schwierig war, an der Abstimmung des Autos zu arbeiten", so Kubica. "Abgesehen davon lief aber alles glatt; ich denke, wir sind gut vorbereitet."

Dennoch rechnet sich der ehemalige Formel-1-Fahrer in Deutschland allenfalls Außenseiterchancen aus. "Es gibt bestimmt sechs oder sieben Fahrer, die um das Podium kämpfen können, daher muss ich realistisch sein", so Kubica. "Die Volkswagen werden bei ihrer Heimrallye sehr stark sein, und Citroën hat die letzten zwölf Ausgaben der Deutschland-Rallye gewonnen. Diese Autos werden von sehr guten Fahrern gefahren, daher müssen wir unsere eigene Rallye fahren. Sollte das Wetter so unbeständig bleiben, und es viel regnen, wird es eine extrem schwierige Veranstaltung."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Deutschland-Rallye

Weitere Artikel:

EHRC Historic Rally Fafe: Bericht Schindelegger

Sensationeller EHRC-Start in Fafe

Das Rallyeteam Schindelegger hat in Fafe bei der historischen Schotter- Europameisterschaft mit Gesamtplatz 6 einen Traum-Saisonstart hingelegt.

TEC7 ORM2, Lavanttal Rallye: Bericht

Lokalmatador Lichtenegger holt ORM2-Sieg

Am Ende einer angesichts der wechselnden Witterungsbedingungen schwierigen Rallye gab’s den Premieresieg des jungen Kärntner Lokalmatadors Maximilian Lichtenegger, der gemeinsam mit seinem routinierten Copiloten Bernhard Ettel im Renault Clio Rally3 triumphierte.

TEC7 HRM, Lavanttal Rallye: Bericht

Nach Gaubinger-Ausfall folgte der Wagner-Durchmarsch

Kurioser, wechselhafter Freitagnachmittag im Lavanttal. Wie im Rebenland übernahm zunächst Patrik Gaubinger die Führung, nach dessen Ausfall zündete Karl Wagner ein Bestzeitenfeuerwerk. Bei den ORC war Federico Laurencich der einzige im Ziel.

Achim Mörtl Kolumne: Rückblick Lavanttal

Achim Mörtl: "Lengauer schneller als er kann"

"Simon Wagner fährt so schnell wie er muss, Michael Lengauer fuhr schneller als er kann" - so lautet die Analyse unseres motorline.cc-Kolumnisten, Ex-Staatsmeister Achim Mörtl.

ARC, Lavanttal: Bericht Zellhofer

Zellhofer Gesamt-Sechster & ARCP-Sieg

Er verteidigt damit derzeitigen zweiten Platz in der ORM2-Staatsmeisterschaft - Superleistung auf Asphaltabschnitten, aber Pech bei Regen und auf Schotter

Takamoto Katsuta: Hintergrund

Wie der Japaner zum WM-Anwärter wurde

Takamoto Katsuta führt die WRC-Weltmeisterschaft an - Als erster japanischer Fahrer überhaupt - Was sich im Hintergrund zum Positiven verändert hat