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WRC: Portugal-Rallye

Mehr Power für M-Sport-Fiesta

Der neue Ford Fiesta RS WRC kommt in Portugal zum Einsatz, Herzstück des Upgrades ist der leistungsstärkere Motor – auch R2-Fahrzeuge bekommen mehr Power.

Die Portugal-Rallye am kommenden Wochenende ist für das britische M-Sport-Team ein ganz besonderer Termin. Die Rallye-Schmiede von Malcolm Wilson ist in der Grafschaft Cumbria im nordwestlichen England angesiedelt. Dort wurde in den vergangenen Monaten der Ford Fiesta RS WRC komplett überarbeitet. Es ist das größte Update seit dieser Bolide im Jahr 2011 in der Rallye-WM eingesetzt wird. Die neue Version hat bereits 5.000 Testkilometer abgespult - mehr als jedes andere Rallye-Modell von M-Sport.

Von außen sind Unterschiede kaum zu erkennen, denn die größten Veränderungen befinden sich unter der Haube. Die wichtigste Entwicklung ist ein neuer Motor, der komplett in der M-Sport Fabrik in der Dovenby Hall gebaut wurde. Es gab auch technische Unterstützung von Ford, doch es waren die M-Sport-Ingenieure, die das Tuning vorgenommen haben. Der Motorblock ist aus Aluminium gefertigt und soll das technische Können der Firma zeigen.

"Die Arbeit an diesem neuen Auto, und vor allem am Motor, begann schon im Jahr 2012", sagt Chefingenieur Chris Williams. "Unsere ersten Designs haben sich schließlich stark weiterentwickelt und wir haben bei der Fahrbarkeit und der Performance große Fortschritte erzielt." Der neue Motor hat mehr Leistung und deutlich mehr Drehmoment. Genaue Zahlen ließ sich M-Sport nicht entlocken.

Außerdem wurde die komplette Kühlung überarbeitet, der Antriebsstrang, die Elektronik, die Verkabelung und das Differential. Den Fahrern steht nun auch die Wippenschaltung zur Verfügung. Die Portugal-Rallye wird zeigen, wie konkurrenzfähig der neue Fiesta im Vergleich zu Volkswagen, Citroen und Hyundai ist. M-Sport kann in der Nähe der Dovenby Hall im Greystoke Forest testen.

Willis ist überzeugt, dass der erste Sieg seit der Großbritannien-Rallye im Jahr 2012 möglich sein kann: "Das Chassis des Fiesta war immer fahrerfreundlich. Wir konnten es noch weiter verbessern. Außerdem bietet der Motor von unten heraus ein deutlich besseres Drehmoment. Das sorgt für eine bessere Performance in niedrigeren Gängen", so der Ingenieur.

Dieses neue Auto kann auch über die Zukunft von M-Sport entscheiden, denn das Geschäft mit Kundenautos ist immens wichtig. Insgesamt fünf neue Fiesta werden in Portugal eingesetzt. "Das ist das größte Upgrade des Fiesta RS WRC und wir sind sehr stolz darauf", sagt M-Sport-Chef Malcolm Wilson. "Von außen sieht das Auto zwar gleich aus, aber unter der Haube wurde es komplett neu entwickelt."

"Unser Ingenieurswesen wird immer besser und besser. Dieser neue Motor ist der Beweis dafür. Für das Team ist es ein großer Fortschritt und bringt uns unserem Ziel näher. Elfyn Evans und Ott Tänak sollen in der zweiten Saisonhälfte regelmäßig um Podestplätze kämpfen. Ich muss mich einmal mehr bei den Bemühungen unseres fantastischen Teams bedanken. Wir haben noch nie zuvor so viele Autos für eine Rallye aufgebaut. Es gab hinter den Kulissen viel Arbeit."

Auch R2-Fiesta überarbeitet

Neben dem WRC-Boliden kommt in Portugal auch die neue R2-Version des Fiesta zum Einsatz, der in erster Linie in der Drive DMACK Fiesta Trophy eingesetzt wird. Die Entwicklung dieses Boliden wurde auch im vergangenen Jahr in Angriff genommen und am 1. Mai homologiert. Die wichtigste Neuerung befindet sich auch beim R2 unter der Haube. Es kommt ein 1,0 Liter EcoBoost-Motor zum Einsatz, der drei Zylinder hat.

Dieser Fiesta ist das erste R2-Auto, das laut dem neuen Reglement mit einem 1,0 Liter-Motor ausgerüstet ist. Dieses Triebwerk leistet 180 PS und verfügt über ein Drehmoment von 250 Newtonmetern. Überarbeitet wurden auch das Getriebe, die Radaufhängungen, der Überollkäfig, die Elektronik und das Bremssystem. Außerdem erhielt die Verkleidung ein Facelift, um auch optisch den aktuellen Straßenmodellen des Fiesta zu entsprechen. Der alte Fiesta R2 mit 1,6 Liter-Motor wurde fast 300 Mal verkauft.

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