RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Wales Rally GB

Tag 1: Ogier führt – Meeke in Schlagdistanz

Kris Meeke konnte Ogiers Tempo mitgehen und bleibt dem Champion dicht auf den Fersen. Mikkelsen verteidigt sich gegen Östberg. Hyundai schwächelt.

Fotos: Volkswagen, Twitter, Photo4

Nach seinem Schnitzer bei der Spanien-Rallye präsentierte sich Sebastien Ogier am ersten Tag der Wales-Rallye weltmeisterlich. Der Volkswagen-Werksfahrer stellte in fünf der sechs Sonderprüfungen am Freitag die Bestzeiten auf und übernachtet nach der ersten Etappe als Führender. Allerdings kann sich Ogier nicht in Sicherheit wiegen, denn Kris Meeke übte Druck aus. In SP4 stellte der Brite die Bestzeit auf, Ogier konnte aber anschließend noch kontern. Somit führt Ogier nach dem Freitag mit 13,5 Sekunden vor dem Citroen-Piloten.

Da die Schotterstraßen in Wales aufgrund der starken Regenfälle in den vergangenen Tagen sehr weich und matschig waren, war diesmal die erste Startposition ein kleiner Vorteil. "Ich bin zufrieden, dass ich den Tag problemlos beendet habe", nickt Weltmeister Ogier zufrieden. "Kris fährt gut und es wird nicht einfach werden, diese Rallye zu gewinnen." Da alle WM-Wertungen schon länger entschieden sind, ist die Wales-Rallye ein Schaulaufen.

Meeke zeigte eine starke Performance, denkt aber nicht an den Sieg. Für den Briten, der noch um seine Zukunft fährt, ist ein solides Topergebnis mit Blick auf die Marken-WM wichtig. Citroen hat lediglich vier Punkte Vorsprung vor Hyundai. Es geht hinter Champion Volkswagen um den zweiten Platz. "Er ist hier so stark. Ich wusste, dass ich etwas Zeit verlieren würde", meint Meeke über das Duell mit Ogier. "Okay, er ist nicht mein Ziel, aber es ist schön, vorne mitkämpfen zu können."

Auf dem dritten Platz übernachtet Andreas Mikkelsen (Volkswagen), der 31,4 Sekunden hinter der Spitze liegt. Da der Norweger am Donnerstag den Shakedown auslassen musste, tastete er sich heute an die schlammigen Straßen heran. Mikkelsen machte keinen Fehler und wurde mit Rang drei belohnt. Dagegen warf Teamkollege Jari-Matti Latvala seinen Polo schon in SP2 in den Straßengraben und musste enttäuscht aufgeben.

Citroen-Pilot Mads Östberg absolvierte einen soliden Tag und hält den vierten Rang. Trotz eines Drehers ist Routinier Dani Sordo als Fünfter der beste Hyundai-Mann. Bei Hayden Paddon fiel am Nachmittag die Hydraulik aus und der Neuseeländer versuchte nur noch seinen Boliden über die Distanz zu bringen. Trotzdem ist Paddon Siebter. Einen rabenschwarzen Tag erwischte einmal mehr Thierry Neuville, der sich schon in SP3 links hinten ein Rad abriss. Sein i20 wurde per Abschleppwagen in den Service-Park nach Deeside gebracht.

Das M-Sport-Team erlebte ebenfalls keinen erfolgreichen Tag bei der Heimrallye. Ott Tänak tat sich schwer seinen Speed zu finden und ist mit eineinhalb Minuten Rückstand Sechster. Elfyn Evans kostete ein Reifenschaden in SP4 viel Zeit. Als Achter befindet sich der Waliser noch in den WM-Punkten. Einen Reifenschaden und einen überhitzten Motor nach einem Unfall gab es bei Robert Kubica. Insgesamt kosteten den privaten Ford-Piloten die Schwierigkeiten über vier Minuten, womit der Pole außerhalb der Punkteränge ist.

Der morgige Samstag umfasst insgesamt neun Prüfungen und ist die längste Etappe des diesjährigen Rallye-Klassikers. Die WRC-Asse müssen morgen 142,28 gezeitete Kilometer zurücklegen.


Zwischenstand nach 6 von 19 Sonderprüfungen Top Ten

Pos	Fahrer			Team		Zeit/Rückstand  
 1. Sebastien Ogier		Volkswagen	1:16:03.5
 2. Kris Meeke			Citroen 	13.5
 3. Andreas Mikkelsen		Volkswagen 	31.4
 4. Mads Östberg		Citroen		43.0
 5. Dani Sordo			Hyundai		1:18.7
 6. Ott Tanäk			Ford		1:34.9
 7. Hayden Paddon		Hyundai		2:03.5
 8. Elfyn Evans			Ford		2:21.6
 9. Lorenzo Bertelli		Ford		3:21.4
10. Stephane Lefebvre		Citroen		3:25.3

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Wales Rally GB

Weitere Artikel:

ARC, Herbstrallye: Vorschau Wanko

Bekanntes und Neues

Nach einer etwas längeren, privat bedingten Pause will es Mario Wanko wieder wissen, und diesmal auch mit einem für ihn neuen Fahrzeug: Ein VW Golf IV mit einer interessanten sportlichen Vergangenheit.

ARC, Herbstrallye: Vorschau Baumschlager

Wie in alten Zeiten...

Das Saisonfinale der Austrian Rallye Challenge lockt mit einem Rekordstarterfeld von 119 Teams in den Bezirk Waidhofen an der Thaya. Bei Rekord-Staatsmeister Raimund Baumschlager werden dabei Erinnerungen an die legendäre Semperit-Rallye wach.

ARC, Herbstrallye: Vorschau Schindelegger

Heimspiel vor dem Grande Finale

Das Rallyeteam Schindelegger startet bei der Herbstrallye in Dobersberg und legt vor dem Grande Finale auf Schotter in Italien ein Heimspiel auf Asphalt ein.

Herbstrallye: Vorschau ARC

ARC-Showdown: Wer wird Clubmeister 2026?

Beim Grande Finale der Austrian Rallye Challenge kommt es bei der Herbstrallye zum großen Duell zwischen Gerolf Schuller und Hans Georg Lindner - einer von beiden wird Clubmeister 2026. Auch in der ART2 sowie der ARCH 4WD steht der Jahressieger noch nicht fest…

ARC, Herbstrallye: Vorschau Mayer

"Da muss man einfach dabei sein"

Mit der 29. Auflage der Herbst-Rallye geht am Samstag im Waldviertel die Saison in Österreich zu Ende. Mit dabei auch Daniel Mayer, der sich erst im letzten Moment entschloss, bei diesem Austrian Rallye Challenge Lauf an den Start zu gehen.