RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Australien-Rallye

Australien-Rallye nicht populär genug?

Die Australien-Rallye könnte aufgrund geringer Zuschauerzahlen den Platz im WM-Kalender verlieren; andere Route als rasche Abhilfe?

Beim Finale der Rallye-WM 2017 in Coffs Harbour blieb der ganz große Zuschauerzustrom aus. Deshalb drängen die WRC Promoter GmbH und auch einige Hersteller auf einen neuen Austragungsort innerhalb Australiens. Andernfalls könnte das Land den Termin als Finallauf im WM-Kalender verlieren. Alain Penasse von Hyundai sagte etwa: "Es sind zwar einige Menschen in die Servicezone gekommen, aber wir haben noch lange nicht die nötige Anzahl erreicht."

Vor zwanzig Jahren sei die Australien-Rallye noch die beste Veranstaltung der Welt gewesen, so der Teammanager. Ex-Rallyeleiter Garry Connelly habe in Perth noch viele Innovationen gebracht. Daher fragt sich Penasse, warum die Rallye-WM nicht wieder dorthin zurückkehren könne. Immerhin lebten in der Stadt im Süden der Westküste rund 1,5 Millionen Menschen. "Ich weiß nicht wie viele Einwohner Coffs Harbour hat, aber es sind nicht viele", erklärte Penasse.

Rückkehr nach Perth keine Option?

Ben Rainsford, einer der Verantwortlichen für die Australien-Rallye, sagte indes, dass eine Rückkehr nach Perth nur schwierig zu bewerkstelligen wäre. Ein Problem seien die Routen, die voraussichtlich weit vom Stadtkern entfernt liegen müssten. Daher würden man nun alle Optionen analysieren, um eine optimale Entscheidung treffen zu können. "Wir haben einen Vertrag für das kommende Jahr", stellte er klar. "Was passieren wird, hängt aber von der Finanzierung durch die Regierung in New South Wales ab."

Oliver Ciesla von der WRC Promoter GmbH meinte, er habe nichts gegen Coffs Harbour und dessen rund 70.000 Einwohner. Trotzdem erwarte er sich von der Australien-Rallye eine größere Zuschauerzahl. "Australien ist für die WRC sehr wichtig", erklärte er. Vor allem die dortigen Organisatoren würden gute Arbeit leisten, außerdem wäre die Rallye-WM so auf einem weiteren Kontinent vertreten. "Coffs hat alles, was für den Sport wichtig ist. Wir bekommen auch ein gutes Feedback für die Veranstaltung. Es ist aber kein Geheimnis, dass wir gerne mehr Menschen anziehen wollen", so Ciesla. Die Zuschauerzahl in Coffs Harbour sei daher der entscheidende Faktor.

FIA möchte Saisonfinale in Europa

Jarmo Mahonen, der Rallyedirektor des Automobilweltverbandes FIA, hat hingegen wenig für den Austragungsort als solchen übrig: "Das Gute ist, dass die Veranstaltung sehr sicher ist – weil keine Zuschauer dort sind. Ich bin dagegen, dort das WM-Finale auszutragen." Die Organisatoren der Australien-Rallye würden im Internet gute PR-Arbeit leisten, was laut Mahonen aber zu wenig sei: "Wir müssen ehrlich sein: Unser Sport hat seine Basis in Europa. Deshalb muss das Finale auch in dieser Zeitzone ausgetragen werden."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Australien-Rallye

Weitere Artikel:

ET König Judenburg Rallye: Bericht AARC

Steinbock/Bachmayer übernehmen AART-Führung

Steinbock/Bachmayer übernehmen die Führung in der AART Zwischenwertung und Max & Ben Maier sind nach der „ET-König Rallye powered by Peter Hopf“ die neuen Leader in der AARC!

ERC, Rallye Rom: Vorschau BRR

Neulinger startet ins nächste ERC-Abenteuer

Marcel Neulinger stellt sich bei der Rally di Roma Capitale 2026 seinem nächsten Abenteuer in der Junior-EM. Der zweite Lauf der JERC führt den jungen Oberösterreicher nach Italien – auch Maximilian Lichtenegger sucht wieder die internationale Konkurrenz.

ORM, Rallye Weiz: Vorschau

Tage der Wahrheit beim Rallye-Feuerwerk

Während Staatsmeister Simon Wagner nächste Woche seinen sechsten Titel in Serie fixieren könnte, geht es auch in den weiteren TEC7 ORM-Formaten in die heiße, weil entscheidende Phase

ET König: TEC7 ORM3 & RP Tools Junioren

Neulinger in einer eigenen Welt

Marcel Neulinger ist in der ORM3 das Maß der Dinge. Der regierende ORM3- und Junioren-Staatsmeister holte bei der ET König Judenburg-Rallye 14 von 15 Bestzeiten und konnte die Führung in der Tabelle sowohl in der ORM3 als auch in der RP Tools Junioren-ÖM erheblich ausbauen

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.