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WRC: Mexiko-Rallye

Mexiko-Rallye: Regierung musste aushelfen

Das Spektakel bei der Mexiko-Rallye stand auf der Kippe, nachdem der Peso enorm geschwächt wurde und zudem Hauptsponsor Volkswagen absprang.

Foto: RedBullContentPool

Die Wahl des neuen US-Präsidenten Donald Trump hatte die Organisatoren der Mexiko-Rallye in arge Schwierigkeiten gebracht. Weil Trump schon während des Wahlkampfes davon sprach, die Kontrollen in Richtung seines Nachbarlandes zu verschärfen und sogar eine Mauer zu bauen, fiel der Wert des Mexikanischen Peso auf ein Rekordtief gegen den US-Dollar.

Weil die Organisatoren in Mexiko aber viele Dinge aus den USA nutzen müssen, stiegen die Preise für sie spürbar an: "Die ganze Geschichte um Trump hatte dazu geführt, dass der Wert der Währung innerhalb einer Woche um 40 Prozent sank. Plötzlich wurde alles viel teurer für uns", erklärt Rallye-Direktor Patrick Suberville gegenüber Autosport.

Hinzu kam, dass man seinen Hauptsponsor drei Monate vor dem Event plötzlich verlor. Bislang war Volkswagen Geldgeber des Events, doch mit dem Ausstieg des Werksteams nach der Saison 2016 war auch dieses Engagement hinfällig. "Wir hörten, dass Volkswagen aussteigt, als wir gerade auf dem Weg waren, den Vertrag mit ihnen zu unterschreiben", so Suberville über die finanziellen Hindernisse.

Doch die Rallye konnte zuletzt trotzdem stattfinden, weil die mexikanische Regierung einsprang und den Organisatoren aushalf. Dafür fand die erste Prüfung in Mexiko-Stadtstatt - gut 400 Kilometer von der Basis Leon entfernt. Kritisiert wurden daher von einigen Seiten die Logistik und auch die späte Startzeit (um 3 Uhr startete die erste Zuschauerprüfung), zudem mussten zwei Prüfungen abgesagt werden, weil es Verzögerungen beim Rücktransport aus der Hauptstadt gab.

Doch das nimmt man bei der WRC in Kauf: "Wenn die Prüfung nicht gewesen wäre, dann wäre die Rallye abgesagt worden. Daran müssen wir denken", betont Citroens Teamchef Yves Matton, der es positiv findet, dass die Rallye-WM in eine Stadt geht, in der 22 Millionen Menschen leben. "Nur wenige Leute aus Mexiko werden in Leon sein, von daher ist Mexiko-Stadt für die Hersteller von großem Interesse."

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