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WRC: Rallye Monte-Carlo

Paddon spricht über Monte-Unfall

Hayden Paddon spricht erstmals über den tragischen Unfall bei der Rallye Monte Carlo - Die Verarbeitung war nicht einfach, er versucht nach vorne zu blicken.

Für Hayden Paddon begann die neue Rallye-Saison mit einer Tragödie. Als er am ersten Abend der Rallye Monte Carlo auf einem Fleck Glatteis die Kontrolle über seinen Hyundai verlor, erwischte er einen Zuschauer, der noch am gleichen Tag an den Verletzungen starb. Hyundai zog Paddons Auto aus dem Wettbewerb zurück. Der Neuseeländer nahm sich danach eine Auszeit, um das Geschehen zu verarbeiten. Bei der Schweden-Rallye war er wieder dabei und belegte den siebten Rang.

Nach dem Winterklassiker reiste Paddon in seine Heimat, bevor er sich auf den Weg zum nächsten Lauf nach Mexiko machen wird. Bisher sprach er nicht über den tragischen Unfall, doch nun äußerte er sich gegenüber dem New Zealand Herald dazu: "Es war keine gute Situation. Man will in so etwas nicht verwickelt sein und man will das auch nicht in diesem Sport sehen. Es war ein unglücklicher Unfall und ich denke, es ist wichtig, das man daraus etwas lernt und so etwas nie wieder passiert."

Im Gegensatz zu einem abgesperrten Rundkurs sind Rallye-Strecken offen und gefährlicher. Vor allem Zuschauer, Fotografen und Streckenposten müssen umsichtig agieren und dürfen sich nicht selbst in Gefahr bringen. "Wir im Auto akzeptieren das Risiko unseres Sports, aber Zuschauer sollten nicht in dieser Position sein", findet Paddon. "Es hat keinen Sinn, den Finger auf jemanden zu zeigen. Es ändert nichts. Wir müssen mit klaren Gedanken nach vorne blicken und konstruktiv sein, damit solche Situationen verhindert werden können."

Die FIA und die Rallye-Organisatoren machen viel für die Sicherheit der Zuschauer. Letztendlich ist jeder für sich selbst verantwortlich, wenn er sich aus gesicherten Bereichen entfernt und Hinweise der Streckenposten ignoriert. Es ist schon mehrmals vorgekommen, dass Prüfungen abgesagt wurden, weil sich zu viele Fans in nicht erlaubten Bereichen aufhielten. Da die neuen World-Rally-Cars schneller sind, könnte die Rallye-Leitung in Zukunft öfter zu solchen Maßnahmen gezwungen werden.

Paddon musste auch persönlich diesen Unfall verkraften. Nach Monte Carlo zog er sich mit seiner Freundin Katie zurück. Mut sprachen ihm viele Fans über Social Media und in persönlichen Nachrichten zu. "Wir haben auch den Kontakt mit der Familie des Zuschauers gesucht", sagt Paddon. "Aber egal was man sagt oder tut, es wird nichts daran ändern. Wir müssen respektvoll sein, denn jemand hat einen Vater und ein Familienmitglied verloren. Nichts kann diese Tatsache ändern."

Die Schweden-Rallye half Paddon dabei, in den Alltag zurückzufinden. Auch wenn er den Unfall nie vergessen wird, soll das seine Ambitionen im Sport nicht negativ beeinflussen. "Wir müssen nach vorne blicken", so der "Kiwi". "Wir haben viele Jahre gearbeitet, um zu diesem Punkt zu gelangen. Uns wurden viele Schwierigkeiten vor die Füße geworfen und das ist sicher die schwierigste Sache. Aber wir dürfen nicht aufgeben. Vielleicht ist es auch eine Motivation, um noch härter zu arbeiten und unsere Erfolge zu Ehren des Zuschauers zu erreichen."

In Schweden merkte Paddon, dass er im Auto keinerlei psychische Probleme durch den Unfall hat. Nun wartet die Mexiko-Rallye. "Ich habe mir diese Ziele gesetzt und genieße immer noch das Fahren. Diesbezüglich hat sich nichts verändert. Sicherlich war das eine Sache, die ich nie vergessen werde. Ich werde damit für immer leben müssen, aber ich muss es als Motivation sehen und nicht als Blockade, damit wir unsere Ziele erfüllen können."

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