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WRC: Schweden-Rallye

Mads Østberg Schnellster im Shakedown

Der Norweger Mads Østberg fuhr bei seinem ersten Einsatz im neuen Ford Fiesta WRC die Bestzeit – Latvala führt am Donnerstag Abend.

Einstand nach Maß für Mads Østberg: Bei seinem ersten Einsatz im neuen Ford Fiesta WRC fuhr der Norweger beim Shakedown zur Schweden-Rallye, dem zweiten Lauf der Rallye-WM 2017, die Bestzeit. Im dritten Durchgang auf dem 7,23 Kilometer langen Kurs in Skalla gelang Østberg eine Zeit von 4:11,6. Damit war er eine Zehntelsekunde schneller als Craig Breen (Citroën), der ebenfalls seine erste Rallye in einem WRC des Jahrgangs 2017 bestreitet.

"Nach nur zwei Tagen im Auto bin ich sehr, sehr glücklich", sagte Østberg gegenüber Autosport. Der Norweger hat den Fiesta WRC, den zwar sein Privatteam einsetzt, der aus Reglementsgründen jedoch von M-Sport genannt wird, erst letzten Samstag erhalten. Daher macht ihn die schnellste Zeit im Shakedown stolz, auch wenn er sie nicht überbewerten will: "Ich bin mir nicht sicher, wie aussagekräftig diese Prüfung war. Sébastien und Ott haben nicht alles gegeben, aber um schnellster Fahrer zu sein, muss man trotzdem schnell fahren."

Sébastien Ogier, der zum Auftakt der WM-Saison 2017 die Rallye Monte-Carlo gewonnen hatte, ließ es tatsächlich ruhiger angehen und schonte die Spikereifen für den eigentlichen Wettbewerb. Mit mehr als 18 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit belegte er nur Rang 17. Auch Toyota ist im Shakedown nicht durch schnelle Zeiten in Erscheinung getreten, sodass die Plätze hinter Østberg die Citroën- und Hyundai-Piloten unter sich ausmachten.

Offiziell begann die Schweden-Rallye dann am Donnerstag Abend: Auf einem 1,90 Kilometer langen Kurs auf der Pferderennbahn von Karlstadt wurde zum Auftakt eine Zuschauerprüfung gefahren, die Jari-Matti Latvala (Toyota) vor den Hyundai-Piloten Neuville und Sordo gewann.

Latvala benötigte für den Parallelkurs, auf dem die Piloten paarweise an den Start gingen, 1:34,1 Minuten und war damit 0,6 Sekunden schneller als Thierry Neuville. Dritter wurde Dani Sordo (+0,7 Sekunden) in einem weiteren Hyundai. "Alles ist mehr als großartig, jetzt muss ich die Gäule im Zaum halten", kommentiert Latvala seine Bestzeit leicht ironisch, wohl wissend, dass die enge Zuschauerprüfung keinerlei sportliche Aussagekraft hat.

"Ich hoffe, dass ich morgen in einen guten Rhythmus komme, das wäre das Wichtigste", so Latvala weiter. Auch Ogier, der mit einem Rückstand 0,8 Sekunden Rang fünf belegte, richtete den Blick schon voraus: "Morgen geht es richtig los, dann müssen wir von Beginn an wach sein. Hoffentlich fällt über Nacht nicht zu viel Neuschnee", sagt der Franzose, der als WM-Führender am ersten Tag der Rallye als Erster auf die Strecke gehen muss.

Insgesamt stehen in Schweden bei der einzigen Schneerallye im WM-Kalender ab Freitag noch 17 Sonderprüfungen mit einer Gesamtlänge von 329,84 Kilometern auf dem Programm.

Top-10-Ergebnis SP1:
1. Jari-Matti Latvala (Toyota) - 1:34.1 Minuten
2. Thierry Neuville (Hyundai) +0,6 Sekunden
3. Dani Sordo (Hyundai) +0,7
4. Ott Tänak (Ford) +0,8
5. Sebastien Ogier (Ford) +0,9
6. Mads Østberg (Ford) +1,2
7. Kris Meeke (Citroen) +2,0
8. Juho Hänninen (Toyota) +2,1
= Elfyn Evans (Ford) +2,1
10. Ole Christian Veiby (Ford/WRC2) +2,4

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