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Marc Gené

Der BMW-Testfahrer bestritt zwar 2003 nur einen einzigen Grand Prix, doch bei diesem einen Rennen in Monza konnte der Spanier alle überzeugen.

Als am 13. September 2003 früh morgens das Handy von Marc Gené klingelte, ahnte der Spanier wohl kaum, dass er wenige Stunden später für Williams-BMW um die Pole Position beim Italien Grand Prix in Monza fahren würde.

Der 29-jährige Spanier reiste mit seinem Arbeitgeber Williams-BMW zum GP von Italien für den Fall der Fälle, dass Stammfahrer Ralf Schumacher das Rennen nach einem schweren Testunfall eine Woche zuvor absagen muss. Und am Samstagmorgen trat dann genau das ein, worauf ein Testfahrer hofft.

„Er ist seit 2000 kein Rennen mehr gefahren, doch er hat viele Kilometer getestet“, sagte Chefingenieur Sam Michael am Morgen der Verkündung. „Ich glaube, dass er im Rennen keine Probleme haben wird, da dies nichts anderes als die Long Runs bei den Tests sind, aber an das Qualifying muss er sich noch gewöhnen.“

Gené selbst stieg ganz routiniert in das Rennwochenende ein und stellte, nachdem er als erster Fahrer auf die Strecke musste, seinen FW25 auf einen starken fünften Startplatz. Im Rennen konnte der Spanier seine Position halten und eroberte wichtige Zähler für die Konstrukteurs-WM. „Der eigentliche Sieger heute heißt für mich Marc Gené“, freute sich der frühere BMW-Motorsportdirektor Gerhard Berger. „Er hat seine Chance genutzt, einen tollen Job gemacht und das Maximale erreicht.“

Dass Gené solch ein starkes Comeback zeigte, lag vor allem an seinen gesammelten Erfahrungen als Testfahrer. „Ich habe bei den Tests mit 26.000 zurückgelegten Kilometern einen Rekord aufgestellt und habe vor Jahresende noch drei Testfahrten vor mir“, sagte der Spanier gegenüber BMW-Motorsport. „Ich muss den Katalanen Xevi Pujolà erwähnen, der immer für mich da war und mich in allen Situationen unterstützt hat.“

Für 2004 ist es zwar nahezu aussichtslos, noch ein Renncockpit zu finden, ohne einen dicken Geldkoffer zu haben, aber der eine Formel-1-Grand-Prix in diesem Jahr hat die Position von Gené bei BMW-Williams weiter gefestigt. „Das Team war von diesem Ergebnis sehr überrascht“, so Gené. „Nach dem Rennen sagte mir Gerhard Berger, dass ich vielleicht meine Zukunft in der Formel 1 gesichert hätte. Um ehrlich zu sein ist diese Tür für mich nun tatsächlich ein bisschen offener, aber die F1 ist sehr kompliziert.“

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