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Massas Hoffnungen nach dem Comeback

Erst emotionaler Abschied, nun emotionale Rückkehr: Für Felipe Massa sei es nicht leicht gewesen, sich für Williams zu entscheiden – Seine Pläne fürs Comeback.

Für Felipe Massa war die vergangenen Monate eine emotionale Achterbahn. Erst musste der 35-Jährige seinen Sitz bei Williams für den jüngeren Lance Stroll räumen und nahm von der Formel 1 tränenreich Abschied. Dann trat Weltmeister Nico Rosberg überraschend ab, Williams-Pilot Valtteri wurde als Nachfolger gehandelt und damit ein Rücktritt vom Rücktritt für Massa immer wahrscheinlicher.

Seit dieser Woche ist nun klar: Der Brasilianer kehrt zu Williams zurück und verschiebt die Formel-1-Rente bis auf weiteres. Im Interview mit Sky Sport News erklärt Massa die Umstände: "Ich bekam den Anruf schon im Dezember, kurz nach der gemeinsamen Weihnachtsfeier hier bei Williams. Ich dachte, Claire wollte sich noch mal bei mir bedanken. Stattdessen fragte sie mich, ob ich weitermachen will."

Für ihn sei dieses Angebot völlig überraschend gekommen. Und der 35-Jährige gibt zu: "Es war schwer für mich, nein zu der Gelegenheit zu sagen, mit einem Team zusammenzuarbeiten, von dem ich immer gerne ein Teil war. Zugleich war es auch ein wenig seltsam, denn ich hatte in den letzten beiden Rennen ja schon meinen Abschied gefeiert. Alles war perfekt, da ist es nicht leicht, wieder einen Schritt zurückzugehen."

Das sei ein Prozess gewesen, in dem er sich mit Claire Williams zusammengesetzt und alles auf den Tisch gebracht habe. "Wir haben über die Zukunft des Teams gesprochen", verrät Massa, "über Dinge, die auch für mich wichtig sind, über das Auto, über den Plan für das Team." Vor dem Hintergrund der Regelnovelle 2017, die für alle einen "kompletten Neustart" bedeute, stehe ein schwieriges Jahr bevor - technisch und physisch.

"Aber ich mag das. Ich mag die neue Aufgabe. Und ich bin überzeugt, dass ich dem Team mit meiner Erfahrung helfen kann", sagt Massa, der versichert, noch immer hungrig und motiviert zu sein: "Ich hoffe, dass ich ein konkurrenzfähiges Auto habe werde, und vom ersten bis zum letzten Rennen weiter wachsen kann. Das ist das, was ich liebe. Und ich hätte so oder so in einer anderen Kategorie weitergemacht, von daher bin ich bereit!"

Im vergangenen Jahr hatte Massa die Formel-1-Saison als Gesamtelfter mit 53 Punkten abgeschlossen - und damit deutlich hinter Ex-Teamkollege Bottas auf acht mit 85 Punkten. Weil man neben Jungtalent Stroll einen erfahrenen Piloten habe wollte, wurde Massa geholt. Claire Williams betonte zuletzt: "Wir würden niemals einen Fahrer ins Cockpit setzen, von dem wir nicht glauben, dass er für uns Resultate abliefern kann."

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