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Loeb dominiert

Nicht nur das Wetter macht dem Rallyetross zu schaffen, auch die Zuschauermassen sorgen für Probleme. SP 5 unterbrochen, SP 7 abgesagt – von allem unbeeindruckt scheint Sebastien Loeb.

Manfred Wolf

Sah es nach den ersten Prüfungen so aus, als hätten die Peugeot-Piloten leichte Vorteile, schlug Citroen’s Youngstar Sebastien Loeb gnadenlos zurück.

Der Franzose beherrschte die Rallye ab der dritten Prüfung, fuhr in allen weiteren Prüfungen Bestzeit und führt nun mehr als 27 Sekunden vor dem Weltmeister und Peugeot-Piloten Richard Burns.

Doch nicht nur Loeb ist für das Team Citroen fantastisch unterwegs. Auch sein Teamkollege, Vorjahressieger Philippe Bugalski fährt fabelhafte SP-Zeiten und liegt nach dem ersten Tag an der dritten Position.

Trotz des relativ großen Abstands – die Peugeot’s sind nicht zu unterschätzen, Richard Burns verlor auf den letzten Prüfungen meist weniger als eine Sekunde auf Loeb, Marcus Grönholm arbeitet sich nach seiner Zeitstrafe ebenfalls wieder nach vorne und ist nach Tag eins auf Platz fünf zu finden.

Vor Grönholm rangiert Ford-Pilot Colin McRae, er kommt mit Fahrzeug und Bedingungen sichtlich besser zurecht als Teamkollege Carlos Sainz, der nach dieser ersten Etappe nur auf Platz neun liegt.

Die fünfte Prüfung musste zwischenzeitlich übrigens unterbrochen werden, Zuseher standen in einer Haarnadel an gefährlicher Stelle, nur mit Verstärkung schafften es die Marshalls, die Leute aus der Gefahrenzone zu schaffen.

Kurz nach der sechsten Sonderprüfung musste wieder einmal Alister McRae das Handtuch werfen, bei Mitsubishi will es einfach nicht so recht klappen. Diesmal war es ein kaputter Turbolader, auch Teamkollege Francois Delecour liegt nach dem ersten Tag relativ weit zurück.

Die siebente Sonderprüfung musste dann abgesagt werden, zu viele Zuseher entlang der Strecke machten einen Start unmöglich. Von solchen Widrigkeiten unbeeindruckt zeigt sich Lokalmatador Armin Schwarz.

Dieser liegt mit seinem Hyundai nach sensationeller Leistung nach dem ersten Tag auf dem sechsten Platz, auch Teamkollege Freddy Loix ist gut unterwegs, er belegt den achten Gesamtrang, trotz eines Motorproblems auf SP 8, das ihn 24 Sekunden kostete.

Das Pech der Subaru-Truppe setzte sich indes fort, Petter Solberg verlor teilweise viel Zeit und rutschte aus den Top-10 und der vierte Pilot, Toshihiro Arai, musste kurz vor der fünften Prüfung aufgrund von Getriebeproblemen aufgeben.

Gar nicht erst in die Top-10 kommt Tommi Mäkinen. Der Finne versucht zwar viel, mehr als Platz 15 nach dem ersten Tag war aber nicht zu holen, noch schlimmer lief dieser Subaru-Tag eigentlich nur für Achim Mörtl.

Für den hat sich die Situation nämlich nur wenig gebessert. Nach einer katastrophalen ersten SP und dem abgerissenen Hinterrad fuhr der Kärntner Prüfung für Prüfung etwas schneller, sein Rückstand ist mit fast 15 Minuten aber mehr als groß.

Platz 47 nach dem ersten Tag ist wohl genauso wenig das Resultat, das sich Achim erwartet hat, wie das des David Doppelreiter. Der musste nach einem Unfall auf SP 2 überhaupt aufgeben.

Stand nach Etappe 1:

1. LOEB-ELENA, Citroen, 1h15'30"
2. BURNS-REID, Peugeot, + 00'27"00
3. BUGALSKI-CHIARO, Citroen, + 00'49"00
4. C.MCRAE-GRIST, Ford, + 01'10"40
5. GRONHOLM-RAUTIAINEN, Peugeot, + 01'26"80
6. SCHWARZ-HIEMER, Hyundai, + 01'29"60
7. THIRY-PREVOT, Peugeot, + 01'34"20
8. LOIX-SMEETS, Hyundai, + 01'40"20
9. SAINZ-MOYA, Ford, + 01'42"10
10. SOLBERG-MILLS, Subaru, + 01'42"30
11. ROVANPERA-SILANDER, Peugeot, + 02'34"40
12. GARDEMEISTER-LUKANDER, Skoda, + 02'36"30
13. MARTIN-PARK, Ford, + 02'38"20
14. DELECOUR-GRATALOUP, Mitsubishi, + 02'46"70
15. MAKINEN-LINDSTRÖM, Subaru, + 02'50"70

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