MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WEC: Le Mans

Le-Mans-Vortest: Alex Wurz im Toyota

Intensive Vorbereitung für den prominenten Toyota-Ersatzfahrer in Altersteilzeit: Alex Wurz wird beim Vortest im TS050 LMP1 sitzen.

Akribisch bereiten sich die Teilnehmer an den 24 Stunden von Le Mans 2016 auf den Großevent am 18./19. Juni vor. Als Auftakt der 84. Auflage des Langstreckenklassikers in Frankreich steht diesen Sonntag der Vortest auf dem Programm. Dabei haben Fahrer und Teams die Gelegenheit, erstmals in diesem Jahr Kontakt mit der 13,6 Kilometer langen Gesamtstrecke aufzunehmen. Le-Mans-Rookies müssen sogar Pflichtrunden absolvieren.

In der aktualisierten Nennliste für diesen Vortest steht nun auch der Name Alexander Wurz. Der Österreicher, der im vergangenen Jahr das Ende seiner aktiven Karriere angekündigt hatte, ist von Toyota als Ersatzpilot genannt worden. Die Japaner werden Wurz beim Testtag die Gelegenheit geben, den Circuit de la Sarthe am Steuer des neuen TS050 LMP1 zu umrunden. Die als Vorjahressieger zurückkehrenden Porsche-Ersatzfahrer Earl Bamber und Nick Tandy sowie Audi-Reservepilot Rene Rast sind derweil in anderen Klassen im Einsatz.

Toyota hat gute Gründe, Alex Wurz für einen möglichen Einsatz bei den 24 Stunden von Le Mans optimal vorzubereiten: Im vergangenen Jahr hätte man beinahe auf den damaligen Ersatzpiloten Kamui Kobayashi zurückgreifen müssen, nachdem sich dessen Landsmann Kazuki Nakajima bei einem schweren Unfall im Training zum Sechs-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps eine Wirbelverletzung zugezogen hatte. Nakajima war für das 24-Stunden-Rennen in letzter Minute wieder fit geworden.

Auch der tatsächliche Einsatz von Ersatzfahrern ist in Le Mans keine große Seltenheit: 2014 musste Marc Gené kurzfristig in den LMP1-Audi mit der Startnummer 1 springen. Der Spanier, der damals für einen Einsatz im LMP2 von Jota Sport vorgesehen war, ersetzte Loïc Duval, der sich bei einem heftigen Trainingsunfall verletzt hatte. Gené schaffte dann im Rennen gemeinsam mit Lucas di Grassi und Tom Kristensen mit Rang zwei den Sprung aufs Siegerpodest.

Im selben Jahr durfte Pierre Kaffer, der ohne festes Cockpit nach Le Mans angereist war, kurzfristig in den Ferrari #71 von AF Corse springen. Der Deutsche übernahm den Platz des verletzten James Calado, kam aber im Rennen nicht zum Einsatz, weil der 458 Italia vor dessen ersten Stint mit Motorschaden ausfiel. Beim kommenden Vortest werden Simon Gachet (Panis-Barthez) und Dean Koutsoumidis (Race Performance) als Ersatzpiloten in der LMP2-Klasse tätig sein.

In der Nennliste für den Testtag am Sonntag – von 9 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr – gibt es auch einige Lücken: Bei Krohn fehlt João Barbosa, weil er am Wochenende mit Action Express das IMSA-Rennen in Detroit bestreiten wird. Aus dem Lager von Ford werden Sébastien Bourdais und Scott Dixon fehlen, da am Wochenende, ebenfalls in Detroit, zwei IndyCar-Rennen auf dem Programm stehen.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WEC: Le Mans

- special features -

Weitere Artikel:

Vor dem Langstreckenklassiker

24h Le Mans 2026

Der Langstreckenklassiker – nominell zwei Mal rund um die Uhr – ist inzwischen weit mehr. Und auch keine Rennwoche, sondern eigentlich inzwischen zwei bis drei Wochen. Diese Spanne resultiert aus dem Aufwand, den die Teams und Hersteller rund um dieses Mega-Event betreiben.

Wenn der Renn-Samstag beginnt, dann ist er für die Teams und Fahrer genauso durchgetaktet, wie schon die Tage zuvor. Spätestens ab Mittag, wenn die Le Mans Startaufstellung alles versammelt, was im Motorsport Rang und Namen hat, dann weiß man vor allem eines: Man muss die nächsten rund 27 Stunden einfach nur noch 101 Prozent funktionieren.

GP von Großbritannien: Qualifying

Mercedes erst im Kiesbett und dann auf Pole!

Während sich George Russell in Q1 im Kiesbett wiederfand, fuhr Kimi Antonelli zur nächsten Pole - Hinter ihm lauern die beiden Ferraris, Enttäuschung bei Verstappen

Bei sommerlichen Temperaturen behält George Russell einen kühlen Kopf und siegt erstmals seit dem Saisonauftakt - Aufholjagd von Max Verstappen reicht nicht