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WEC: Le Mans

Die Weltmeister ohne Siegchancen

Probleme mit der Wasserpumpe des Porsche 919 nehmen Timo Bernhard, Brendon Hartley und Mark Webber aus dem Rennen um den Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans.

Mark Webber wird sich seinen Traum vom Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans 2016 nicht erfüllen können. Der Australier, der sich den Porsche #1 mit Timo Bernhard und Brendon Hartley teilt, lag in den ersten acht Stunden des Rennens an der Sarthe auf Kurs zu einem möglichen Erfolg, aber dann schlug der Defektteufel zu. Timo Bernhard hatte das Fahrzeug nach einem starken Einsatz am Abend an Brendon Hartley übergeben, als der Neuseeländer den 919 nach nur einer Runde an die Box steuern musste.

Die Überwachungssysteme hatten Alarm geschlagen: Temperaturen zu hoch. Das Team holte die Startnummer 1 in die Garage, ortete die Wasserpumpe als Ursache. Man tauschte das Bauteil in mühevoller und langer (über 80 Minuten Standzeit) Arbeit und schickte Hartley wieder auf die Bahn. Doch der amtierende Langstrecken-Weltmeister wurde sofort langsam, weil die Temperaturen erneut zu hoch waren. Allein mit elektrischem Antrieb brachte er das Auto wieder an die Box.

Dort wurde bei einer nächsten Überprüfung endlich der tatsächliche Defekt gefunden. Nicht die Pumpe an sich, sondern deren Antrieb war defekt. Für die Reparatur benötigte man noch einmal rund eine Stunde, seither läuft die Startnummer 1 wieder in normalem Tempo. "Was für ein Pech für die Jungs", sagt Porsche-LMP1-Leiter Fritz Enzinger. "Alles lief rund, bis wir das Problem mit der Wassertemperatur bekamen", berichtet Mark Webber .

Porsche hat derzeit das Schwesterauto noch im aussichtsreichen Kampf um den Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans. Neel Jani, Marc Lieb und Romain Dumas (6 mit Stephane Sarrazin, Mike Conway und Kamui Kobayashi. "Wenn beide Autos halten, dann geht dieser enge Kampf bis ganz zum Schluss weiter", sagt Fritz Enzinger. Toyota fährt 14 Runden pro Stint, Porsche nur 13. Die Weissacher können jedoch in der Nacht vier Stints mit einem Reifensatz absolvieren, die Japaner hingegen nur drei - ein Taktikspiel der Extraklasse!

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