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Erwartete Renn-Ergebnisse

An der Spitze hat sich ein Drei/Vier/Fünfkampf von Toyota, Glickenhaus, Alpine und den schnellsten LMP2 Rennern von Jota und WRT entwickelt. Entscheidende Vorteile konnte aber bisher keiner der Beteiligten schnellen Boliden herausfahren.

Bernhard Schoke

Wenige Hundert Meter nach dem Start rutschte einer der beiden aussichtsreich in den Top 10 gestarteten LMP2 Renner United Autosport nach einem „Touchee“ mit einem Wettbewerber in den Kies. Ähnlich wenig Glück hatte das WRT-Team um Rene Rast. Ich kann nicht nachvollziehen, warum wir mit einer Zeitstrafe belegt worden sind. Die Konkurrenten waren doch schon vor dem Start neben mir, meinte er nach seinem Stint.

Derweil setzte sich die Spitzen-Gruppe kontinuierlich, Stück für Stück von den verschiedenen Verfolgergruppen ab. Nach dem Anfangsgerangel war dabei auffällig, dass sich die den Start-Turn absolvierenden Piloten trotz, oder besser wegen der hohen Geschwindigkeiten und den engen Abständen in der Regel genügend Platz ließen. In Verbindung mit den ziemlich großen wie breiten Auslaufzonen entwickelte sich ein sehenswertes Rennen. Denn:

Man kann bis zur nächsten Geraden warten und dann den vor einem Fahrenden aus dem Windschatten heraus überholen.

„Rein-Quetschen“ auf Biegen und Brechen ist eher unüblich, denn der hinterher „kutschende“ bekommt seine nächste Chance bereits Sekunden später.

Dies ist im Vergleich zum Nürburgring ein ganz wesentlicher Unterschied der beiden bekannten Rennstrecken im Herzen von Europa.

Hinzu kommt, dass man nicht nur von vielen Zuschauerpunkten weiträumig ganze Streckenabschnitte überblicken kann, sondern dies auch für die Piloten möglich ist. So beispielsweise vom Dunlop-Bogen bis zur Anfahrt zu Tertre Rouge – oder von der Ford-Kurve bis zum Ende der Start- und Zielgeraden mit der Anfahrt zum bekannten Dunlop-Bogen.

In den Anfangsstunden kam es dann zu diversen „Pärchen-Bildungen“. Die beiden Toyota in wechselnder Reifenfolge, die beiden Corvette und Porsche zogen Stunde um Stunde Ihre Runden.

Mit einsetzender Nacht trennte sich dann erstmals die Spreu vom Weizen. Die beiden Toyota setzten sich ab. Ein Glickenhaus folgte. Dann ein Großteil der LMP-Armada mit Jota, Prema Orlen, Panis und dem #31 WRT mit Rene Rast, eine Runde hinter den anderen LMP 2 zurück. In der LMGTE Pro ging es wie erwartet besonders eng zu. Porsche, vor Ferrari und Corvette, die lange Zeit geführt hat. Der zweite Porsche mit Richard Lietz noch in derselben Runde in Schlagdistanz.

Nach den ersten neun Stunden gab es folgende Platzierungen:

Gesamtwertung:

  1. Toyota #7 147 Runden
  2. Toyota #8 + 27.932 Sek.
  3. Glickenhaus #709 - 1 Runde
  4. Jota #38 - 4 Runden
  5. Prema Orlen Team #9 + 3:30.179 Min.
  6. Panis Racing #65 + 3,321 Sek.
  7. WRT #31 - 5 Runden
  8. Penske #5 + 25,025 Sek.
  9. Cool Racing #37 + 1:06,838 Min.
  10. Inter Europol Comp. #43 + 1:24,903 Min.

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