Motorsport

Inhalt

DTM: Analyse

Berger: Mehr Stadtkurse, mehr Action

Die Wünsche der DTM-Akteure für den neuen Rennkalender und deren Erfolgsaussichten: Mehr Stadtkurse, Rennen in Monza, Spa, Le Mans.

ITR-Boss Gerhard Berger will die deutsche Silhouettenserie DTM auch im Ausland etablieren und ist für neue Schauplätze offen. Der Österreicher möchte so interessierten Herstellern den Einstieg schmackhaft machen und die Rennserie auch nach dem Ausstieg von Mercedes Ende 2018 auf eine solide Basis gestellt wissen.

Auch die DTM-Fahrer haben so ihre Wünsche, wo die DTM gastieren könnte – von Singapur über São Paulo bis Macau ist einiges dabei. Der Vorschlag von Paul di Resta, ein Nachtrennen auf dem Norisring in Nürnberg auszutragen, kommt sowohl bei Fahrern, Fans als auch dem Tiroler gut an.

"Stadtkurse bieten eine tolle Action und machen uns als Fahrern extrem viel Spaß. Vielleicht könnte man da eine Option finden, egal wo", hofft Nico Müller, dass neben den Rennen in Franken wieder mehr Stadtkurse in den DTM-Kalender aufgenommen werden. "Ich wäre auf jeden Fall dabei und fände es schön, wenn wir mehr Stadtkurse im Kalender hätten."

Auch Marco Wittmann, für den die Läufe auf dem Norisring echte Heimrennen darstellen, spricht sich für weitere Stadtkurse im Rennkalender aus. "Das wäre auf jeden Fall ein Pluspunkt für die DTM", sagt der BMW-Pilot, "aber es gibt auch noch andere tolle Strecken, auf denen man fahren und viel Action geboten werden könnte, zum Beispiel in Monza und Spa. Vor allem Kurse mit langen Geraden und vielen Überholmöglichkeiten sind immer gut für eine Rennserie."

Edoardo Mortara bringt den Circuit Bugatti von Le Mans als Wunschkandidaten ins Spiel. Schon 2006 und 2008 gastierte die deutsche Silhouettenserie auf dem Kurs in Frankreich. In Spa machte sie im Jahr 2005 Halt, wurde aber von einem spektakulären Unfall von Bernd Schneider in der Eau Rouge überschattet. Auf italienisches Terrain hat sich die DTM zuletzt 2010 begeben, als man auf dem Adria Raceway zu Gast war.

In der laufenden Saison 2017 standen bisher drei Auslandsveranstaltungen in Russland (Wolokolamsk), Ungarn (Mogyoród) und den Niederlanden (Zandvoort) auf dem Programm. In gut zwei Wochen wird die DTM im steirischen Spielberg gastieren, bevor es zum Saisonfinale zurück nach Hockenheim geht. Hinter den Kulissen arbeitet Gerhard Berger am Kalender für die neue Saison; ob er dabei die Wünsche seiner Piloten erfüllen kann, werden die kommenden Wochen zeigen.

Drucken
Berger über Performance-Gewichte Berger über Performance-Gewichte Berger: DTM nicht in der Krise Berger: DTM nicht in der Krise

Ähnliche Themen:

05.12.2019
Motorsport: Analyse

Wie geht es ab 2020 für DTM und Super GT weiter? Ein Autotausch zwischen den Serien ist derzeit realistischer als ein Class-1-Cup.

14.06.2018
Formel 1: News

Streckendesigner Hermann Tilke befürwortet das Streben der Formel 1, mehr einzigartige Stadtkurse in den WM-Kalender zu integrieren.

27.08.2017
DTM: News

DTM-Chef Gerhard Berger sieht die Serie nach dem Mercedes-Ausstieg nicht in der Krise und ist zuversichtlich, neue Hersteller in die DTM zu locken.

DTM: Analyse

Glatte Verdoppelung Längere Serviceintervalle bei VW

Aus kleiner und großer Inspektion nach zwölf und 24 Monaten wird bei VW die zweijährige Standardinspektion - beginnend mit dem neuen Golf.

Formel 1: News Ferrari-Veto: Wolff bleibt bei Mercedes

Toto Wolff wurde als Nachfolger von Chase Carey gehandelt, doch Louis Camilleri erteilte diesen Diskussionen nun ein klares Ende.

Effizienzsteigerung Audi e-tron: erhöhte Reichweite

Der Elektro-SUV Audi e-tron erhält mehr Reichweite über Adaptionen an Hardware und Software. Der Preis verändert sich dadurch nicht.

Rallye-WM: Interview Ogier möchte Titel im Yaris WRC holen

Nach der zweiten Trennung von Citroën hat Sébastien Ogier erstmals für Toyota getestet. Tänaks Wechsel zu Hyundai versteht er nicht.