Motorsport

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

WEC: 24 Stunden von Le Mans

Toyota reist enttäuscht wieder ab

Alex Wurz und das Toyota-Team machen keinen Hehl daraus, dass sie sich mehr erwartet hatten – doch derzeit hat man zu wenig Speed…

Foto: TMG

Enttäuschung für Toyota: Für die Japaner reichte es bei den 24 Stunden von Le Mans nur zu den Rängen sechs und acht. Eigentlich hatte man sich beim Langstrecken-Klassiker an der Sarthe mehr ausgerechnet, doch bis auf eine gute Zuverlässigkeit war bei Toyota nichts, wie es sein sollte. Gegenüber den siegreichen Porsche sowie den Audi hatte man eine schlechtere Pace und konnte sie zu keiner Zeit herausfordern.

Dabei hatte man eigentlich nur einen Zwischenfall zu beklagen: In der fünften Stunde kollidierte Anthony Davidson mit einem GT-Auto und beschädigte sich die Front. Das führte zu Handlingproblemen und einem Folgeunfall. Doch die Crew von Toyota arbeitete hart und bastelte innerhalb von 13 Minuten ein neues Auto zusammen, was fünf Runden hinter den Führenden wieder auf die Strecke ging.

Ansonsten fuhren die Japaner ein einsames Rennen. Nach vorne konnte man nicht angreifen, und nach hinten hatte man genügend Luft. Eigentlich hatte man auf Regen gehofft, doch bis auf ein paar wenige Tropfen kurz vor Schluss blieb die Strecke trocken. Einfluss auf die Strategie hatte die kurze Nässe dann aber nicht mehr. Nächstes Jahr möchte man stärker denn je an die Sarthe zurückkehren.

Stimmen zum Rennen

Toshio Sato (Teamchef): "Glückwunsch an das Porsche-Team, die sehr gut performt haben und stolz auf ihren Erfolg sein können. Unser Auto war in Le Mans in diesem Jahr nicht schnell genug, um um das Podest zu kämpfen. Im Vergleich zum Qualifying haben wir die Lücke verkleinert, aber wir konnten nicht kämpfen, was enttäuschend ist."

"Wir können nicht glücklich sein, aber ich bin zufrieden mit der professionellen Arbeit und Hingabe des Teams. Es war ein harter Weg, aber wir haben nie aufgegeben. Abgesehen von der Kollision des Autos mit der #1 haben wir keine Fehler gemacht, und das Auto lief gut. Jetzt starten wir die Vorbereitung für Le Mans 2016, wenn Toyota viel stärker zurückkommen soll."

Anthony Davidson (#1): "Es ist natürlich enttäuschend, es in dieser Saison nicht auf das Le-Mans-Podium geschafft zu haben. Wir sind gegen starke Konkurrenz angetreten und wussten, dass es härter sein würde, aber es war noch schwieriger, als wir erwartet hatten. Wir müssen zusammenhalten, Gas geben und stärker zurückkommen. Ich denke schon an das nächste Jahr. Ich werde dieses beiseite schieben und nach vorn schauen."

Sebastien Buemi (#1): "Ich bin natürlich enttäuscht über das Resultat und das Rennen an sich. Wir hatten großartige Zuverlässigkeit, und das Team hat bei den Boxenstopps einen großartigen Job gemacht und hat auch das Auto nach dem Zwischenfall wieder rennbereit bekommen. Am Ende sind wir dort angekommen, wo wir es von der Pace her verdient haben. Glückwunsch an Porsche, sie verdienen ihren Sieg."

Kazuki Nakajima (#1): "Es war ein hartes Rennen für uns. Dieses Rennen ist immer sehr schwierig, aber es ist hart anzusehen, wie einfach es Porsche aussehen lässt. Wir sind unser Rennen gefahren, das Setup war sehr gut - uns fehlte einfach Speed. Die Mentalität des Teams war sehr stark und wir haben bis zum Schluss gekämpft. Ich hoffe, dass die harte Zeit die Initialzündung für das nächste Jahr ist. Wir müssen Gas geben."

Alex Wurz (#2): "Wir hatten ein Rennen ohne Probleme. Wir sind nur für Benzin und Reifen reingekommen, trotzdem waren wir mehrere Runden zurück. Wir haben also noch Hausaufgaben zu erledigen. Die Richtung, in die wir arbeiten müssen, ist klar - dafür haben wir ein ganzes Jahr Zeit. Ich bin enttäuscht, aber unser Rennen an sich war okay: Wir haben alles kontrolliert, als wir unsere Position gesehen haben, und es hat gut funktioniert."

Stephane Sarrazin (#2): "Es war ein wirklich schwieriges Rennen für das ganze Team. Wir hatten die Pace nicht, daher wissen wir, was wir zu verbessern haben. Wir haben gezeigt, dass das Auto sehr zuverlässig ist: Wir hatten mit beiden Autos keine Probleme und die Crew hat gut gearbeitet - das sind die positiven Dinge. Glückwunsch an Porsche und Audi, sie haben eine brillante Arbeit abgeliefert. Das gibt uns viel Motivation, im nächsten Jahr zurückzukehren und die Spitze anzuvisieren."

Mike Conway (#2): "Es war mein erstes Le Mans in der LMP1 und mit Toyota. Ich habe viel gelernt. Wir haben uns einfach reingehängt und versucht, keine Fehler zu machen. Im Grunde sind wir unser eigenes Rennen gefahren. Wir haben Gas gegeben, und am Ende kam der dritte Audi ins Spiel. Das war aufregender, weil wir hart pushen mussten, um die Lücke zu halten. Gleichzeitig war Kazuki vor mir, von daher war es interessant, einen Kampf um Rundenzeit zu führen. Glückwunsch an Porsche für ihren Erfolg."

Bericht Porsche Bericht Porsche Bericht Bachler Bericht Bachler

Ähnliche Themen:

WEC: 24 Stunden von Le Mans

Weitere Artikel

Plug-in Hybrid folgt zum Jahresende

Kia Sorento: Hybrid-Modelle auf dem Weg nach Europa

Die vierte Generation des Kia Sorento steht in den Startlöchern. Große Hoffnungen setzt der Autobauer auf die Hybrid-Version dieses Modells.

Auktion am 10. Juli im Dorotheum

150 Roller und Rollermobile unter dem Hammer!

Sie heißen Peel, Frisky Tessy, Megu oder Colibri: Skurrile Nachkriegswunder der Fahrzeug-Geschichte und echte Raritäten, die als Sammlung RRR im Dorotheum versteigert wird.

Die Chinesen kommen

Voge: Premiere mit vier Modellen

Mit vier Modellen startet die Motorradmarke Voge in Deutschland durch. Die Tochter des führenden chinesischen Zweirad-Herstellers Loncin debütiert mit den Naked Bikes 500 R und 300 R, dem klassische Retro-Bike 300 AC und der Adventure 500 DS.

Leistungsfähiger und stilvoller

Neuer Toyota Hilux vorgestellt

Der Toyota Hilux bekommt sein dringend nötiges Facelift. Die größten Neuheiten: Ein neuer Motor, so manch optische Retusche und eine neue Top-Ausstattung mit Namen "Invincible".