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Ford will den 3. Saisonsieg

Kann Ford den dritten Sieg der Saison einfahren? Nach seinem Triumph in Finnland muss Markko Märtin auch in Australien als Co-Favorit gelten.

Manfred Wolf

Die Endrunde im Titelkampf beginnt in Australien, vier Veranstaltungen sind noch ausständig. Und auch wenn Markko Märtin in der WM-Wertung zum jetzigen Zeitpunkt „nur“ an sechster Stelle liegt: Sein Rückstand auf den WM-Führenden Richard Burns beträgt lediglich zwölf Zähler.

Ein Rückstand, der mit einigen Siegen noch aufzuholen wäre. Zutrauen muss man es dem jungen Esten auf alle Fälle, solange ihm sein fahrbarer Untersatz keinen Strich durch die Rechnung macht.

Und wenn der Focus WRC 03 durchhält – was nach der beeindruckenden Performance und Zuverlässigkeit bei der Finnland Rallye auch zu erwarten ist – dann könnte ausgerechnet dieser sechste WM-Platz ein Vorteil sein.

Märtin muss in Australien damit nicht als einer der ersten Piloten auf die Strecke, wenn er auf den rutschigen Schotterstraßen Gas geben muss, haben die vorderen Teams schon „Straßenkehrer“ gespielt.

„Das ist keine schlechte Ausgangsposition, etwas weiter hinten zu starten. Ein starker erster Tag kann diese Rallye schon entscheiden“, so Märtin.

Doch mit der Vorverlegung der Rallye von Anfang November auf Anfang September haben sich auch die Wetterbedingungen entscheidend geändert: In Australien ist noch Winter, mit Regen muss jederzeit gerechnet werden. Und das würde nicht nur den Vorteil der hinteren Starter zunichte machen – mit matschigen und weichen Straßen hat in Australien noch kaum jemand Erfahrungen gemacht...

Markko Märtin besitzt in Australien generell noch wenig Erfahrung, der 27jährige setzt aber auf sein Auto: „Wenn ich nach der Leistung des letzten Jahres gehe, dann müssen wir einen Riesenschritt vorwärts machen. Doch wir haben schon bei anderen Läufen in diesem Jahr gesehen, dass mit dem neuen Auto solch ein großer Sprung vorwärts drinnen ist.“

Doch Märtin weiß auch um die Gefahren bei dieser Rallye: „Hier darfst du dir keine Fehler erlauben. Das Tempo ist die ganze Zeit enorm hoch, auf dem rutschigen Untergrund ist ein Ausrutscher schnell passiert.“

„Doch links und rechts der Straße gibt es keine Gräben, in die du dich retten kannst. Es warten auf beiden Seiten dicke Bäume. Wenn dir da ein Fehler unterläuft, hast du ein großes Problem.“

Diesen Problemen ist sich auch der zweite Pilot im Team bewusst: Für Francois Duval ist es mit seinen 22 Jahren auch die dritte Australien Rallye und nach seinem Abflug im letzten Jahr, als er bereits auf dem hervorragenden sechsten Platz lag, hat sich der junge Belgier in diesem Jahr eine Zielankunft vorgenommen.

„Ich werde versuchen cool zu bleiben, ruhig und sauber zu fahren. Besonderes Augenmerk lege ich auf den Aufschrieb. Der ist in Australien noch wichtiger, als anderswo. Ein Fehler im Schrieb kann in Australien schmerzhaft sein, nirgendwo sonst stehen die Bäume so knapp an der Strecke...“

Das Duo Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen wird im Gegensatz zu den erfahreneren Teamkollegen Märtin und Duval zum ersten Mal in Australien an den Start gehen, dementsprechend sind auch die Erwartungen niedrig gesteckt: Lernen, lernen und nochmals lernen ist das Ziel von Hirvonen.

„Ich weiß überhaupt nicht, was mich erwartet. Markko und Francois haben mir zwar einiges erzählt, aber solange ich die Prüfungen nicht selbst gesehen habe, kann ich zu meinen Erwartungen

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