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Kann die Doppelführung behalten werden?

Ford kommt als WM-Führender nach Neuseeland, im Gepäck hat das Team die neueste Version des Ford Focus RS WRC.

Manfred Wolf

Nach dem Doppelsieg in Mexiko muss Ford als klarer Mitfavorit gelten, noch dazu, wo der Focus in seiner neuesten Homologations-Stufe an den Start gebracht wird.

Technik-Chef Christian Loriaux und sein Ingenieurs-Team von M-Sport haben viele kleine, aber wichtige Verbesserungen vorgenommen. Unter anderem erhielt die vorderer Stoßstange ein neues Design um die Motorkühlung zu verbessern.

Auch die Heckstoßstange wurde erneuert, das Chassis mittels Front- und Heckspoiler aus Verbund-Material um zehn Kilogramm erleichtert. Auch Cosworth Racing ging mit der Waage zu Werke und speckte den Duratec R-Motor ab, des weiteren wurden Turbo, Auspuffsystem und einige „Innereien“ geändert.

In der Konstrukteurswertung führt Ford nach dem Doppelsieg von Markko Märtin/Michael Park und Francois Duval/Stephane Prevot in Mexiko mit 10 Punkten Vorsprung, in der Fahrer-WM liegt Märtin vorne, ex-aequo mit Citroen-Pilot Sebastien Loeb.

Auf den schnellen Schotterprüfungen von Neuseeland will das Team diese Spitzenpositionen verteidigen bzw. ausbauen. Zusammen mit den neuen Regeln keine leichte Aufgabe, auf die sich Ford gut vorbereitet hat.

Vier Tage lang wurde in der Nähe von Ponte de Lima im Norden von Portugal getestet – auf Schotter, versteht sich. Dabei kam natürlich auch schon das neue Auto zum Einsatz, Markko Märtin saß drei Tage lang für 450 Kilometer am Steuer, Francois Duval fuhr am vierten Tag noch einmal 140 Kilometer.

Doch auch der längste Test war keine Vorbereitung auf die Neuseeland-Rallye und deren neues Format, „Milles Pistes“: „Wir haben fast zu wenig Zeit, um unseren Schrieb ordentlich zu überprüfen“, erklärt Michael Park, Co-Pilot von Märtin. „Das einzig Positive ist, dass wir es bei der Reifenwahl leichter haben werden.“

Diese Tatsache bereitet Markko Märtin ebenso keine Sorgen wie jene, dass er, bei zwei Starts, in Neuseeland noch kein einziges Mal das Ziel gesehen hat. „Die Rallye ist fantastisch und mit dem Sieg von Mexiko im Gepäck, möchte ich auch diese Rallye gewinnen. Es gibt keinen Grund, warum uns das nicht auch in Neuseeland gelingen kann.“

„Allerdings: Unser Sieg in Mexiko bringt mit sich, dass wir als zweites Fahrzeug auf die Piste müssen. Bei den Bedingungen in Neuseeland ist das – solange es trocken bleibt – ein kleiner Nachteil. Aber warten wir ab und schauen wir, was passiert!“

Ebenfalls optimistisch ist Francois Duval. Der 23jährige Belgier kann nach zwei Podiumsplatzierungen bei drei Rallyes allerdings auch optimistisch sein, auch wenn er bis jetzt nur einmal in Neuseeland am Start war (9. Rang im Vorjahr).

„Mir gefällt die Rallye, allerdings brauch ich hier noch etwas mehr Erfahrung. Ich werde kein Risiko eingehen aber trotzdem schnell Auto fahren. Ein Platz in den Punkterängen wäre optimal!“

Zuversichtlich gibt sich auch Team-Boss Malcolm Wilson: „Wir haben im letzten Jahr schon gesehen, wie schnell unser Auto in Neuseeland sein kann. Nach den Bestzeiten von Markko hat leider der Focus RS seinen Geist aufgegeben – das wird in diesem Jahr nicht passieren. Wir werden die Konkurrenz unter Druck setzen!“

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