RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Begeisterung bei Manfred Stohl

Manfred Stohl und Xevi Pons absolvierten die beiden SuperStages ohne jedes Risiko, die Rallye selbst dürfte indes zur „weichen Angelegenheit“ werden.

Das OMV World Rallye Team zeigte sich nach den beiden SuperStages am Donnerstag überwältigt. Über 100.000 Rallye-Fans stürmten das Pro-Racing-Gelände nahe Villa Carlos Paz. Nach dem sensationellen Zuschauererfolg bei der Akropolis-Rally vor drei Wochen ein weiterer Beweis dafür, dass die Rallye-WM lebt – und wie! Die beiden Teams Manfred Stohl/Ilka Minor und Xevi Pons/Carlos del Barrio absolvierten die zwei Sonderprüfungen zu je 3,02 Kilometer ohne Risiko und liegen in der Gesamtwertung auf den Plätzen elf (Manfred Stohl) und 15 (Xevi Pons).

Blitze aus der Dunkelheit

„Es ist ein Wahnsinn. Argentinien ist ein absolut rallyebegeistertes Land. Schon beim Training standen tausende Menschen am Straßenrand. Und bei der Superstage ist der Zuschaueransturm unglaublich. Im Gegensatz zum Olympiastadion siehst du die Leute aber in der Dunkelheit nicht. Aber du kannst sie spüren. Und andauernd kommen die Blitze der Fotoapparate aus der Dunkelheit“, zeigt sich OMV-Pilot Manfred Stohl begeistert. Seine fahrerische Zurückhaltung auf dem Rundkurs ist genauso einleuchtend: „Es gibt so tiefe Spurrillen, dass du hier mehr verlieren als gewinnen kannst. Wenn du zu stark einlenkst, kann dir da schon ein Rad weg brechen oder du überschlägst dich.“

Entscheidung fällt auf der ersten Etappe

Die tiefen Spurrillen werden den 33jährigen Österreicher auch auf der ersten Etappe begleiten. Der Boden ist so weich, dass man schon nach wenigen Fahrzeugen versinkt. Stohl: „Man hat bereits beim Shakedown gesehen, worauf man sich in den kommenden Tagen gefasst machen muss. Da ist es egal, ob es regnet oder nicht.“ Trotzdem will der Wiener, der in der WM-Zwischenwertung an siebenter Stelle rangiert, bereits am ersten Tag voll angreifen. Mit 162,34 Kilometer ist es die längste der drei Etappen. Stohl: „Ich bin überzeugt, dass das Ergebnis von Freitagabend auch das Endergebnis der Rallye sein wird.“

Pons erwartet Steigerung zu Griechenland

Stohls Teamkollege Xevi Pons hat ebenfalls sein Ziel klar vor Augen. Er will sich gegenüber der Akropolis-Rally weiter steigern. Pons: „Es ist nun unsere zweite Rallye mit dem Citroen Xsara WRC. Wir haben gesehen, dass das Auto von Kronos perfekt vorbereitet wird. Natürlich ist mir auch klar, dass wir uns in langsamen Schritten vorwärts bewegen müssen. Ich bin erst zum zweiten Mal in Argentinien. Aber schon im Vorjahr haben wir die volle Härte dieser Rallye zu spüren bekommen. Wir wollen auf jeden Fall ins Ziel kommen und so weiter wertvolle Rennkilometer sammeln.“

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Argentinien

Weitere Artikel:

Die 40. Auflage der Jännerrallye findet erst vom Donnerstag, 6. 1. 2028, bis Samstag, 8. 1. 2028, in Freistadt statt. Die Gründe dafür sind terminliche, organisatorische und menschliche

ERC, Rallye Rom: Vorschau BRR

Neulinger startet ins nächste ERC-Abenteuer

Marcel Neulinger stellt sich bei der Rally di Roma Capitale 2026 seinem nächsten Abenteuer in der Junior-EM. Der zweite Lauf der JERC führt den jungen Oberösterreicher nach Italien – auch Maximilian Lichtenegger sucht wieder die internationale Konkurrenz.

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ORF-Legende und motorline.cc-Kolumnist Peter Klein erinnert sich an die Akropolis Rallye 1976 und stellt Rudi Stohl die Frage: „1976 oder 2026?“