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Grönholm und Loeb kämpfen um Sekunden - Stohl auf Rang 4

Spannender Zweikampf zwischen Grönholm und Loeb, der nun 10,5 Sekunden zurückliegt. Hirvonen Dritter. Stohl toller Vierter.

Michael Noir Trawniczek

Der erste Tag der Japan-Rallye verlangte von den Rallye-Protagonisten ihr ganzes Können - der Regen hatte die Prüfungen aufgeweicht - einmal war es extrem matschig, das andere Mal gab es extrem losen Schotter zu bewältigen.

"Ich war heute wirklich überall am Limit unterwegs", schnaubte ein abgekämpfter Sébastien Loeb - Etappe 1 entwickelte sich zu einem elektrisierenden "Kampf der Giganten", der nur knapp an Marcus Grönholm ging - der Ford-Werkspilot führt 10,5 Sekunden vor dem Weltmeister.

Loeb konnte immerhin drei von zehn SP-Bestzeiten erobern, gestand jedoch nach der 35 Kilometer langen Puray-Prüfung: "Zuvor konnte ich zweimal Bestzeit fahren, aber auf dieser Prüfung war das einfach nicht möglich. Mir ist in einer Haarnadelkurve der Motor abgestorben - ich hatte keine Chance, eine ähnliche Zeit wie Marcus zu fahren."

Bei den abschließenden Superspecials in Obihiro jedoch musste sich Grönholm dem Citroen-Piloten geschlagen geben, insgesamt knöpfte er bei den Publikumsprüfungen dem WM-Leader jeweils eine halbe Sekunde ab.

Mikko Hirvonen belegt am Ende des ersten Tages einen relativ einsamen dritten Platz - der Rückstand auf Loeb beträgt etwas mehr als eine Minute, der Vorsprung auf den Vierten beträgt über eine Minute.

Erfreulicher Eröffnungstag für Manfred Stohl

Dieser Vierte hört auf den Namen Manfred Stohl - der Wiener und seine Kärntner Co-Pilotin dürfen sich über einen erfolgreichen ersten Tag freuen, auch wenn Stohl gegenüber dem WRC-Radio verriet, er leide unter einer falschen Reifenwahl. Stohl liegt 1:18 Minuten hinter Hirvonen auf dem vierten Gesamtrang - 33,8 Sekunden hinter ihm Dani Sordo im zweiten Kronos-Xsara. Stohl fuhr auf der langen SP 8 die viertschnellste Zeit, sein bislang bestes SP-Ergebnis bei dieser Rallye.

Mattes Heimspiel

Für Subaru ist die Rallye auf heimischem Boden bekanntlich besonders wichtig - umso ärgerlicher, dass Petter Solberg und Chris Atkinson quasi von Beginn mit Brems-Problemen zu kämpfen hatten. Atkinson verließ zudem die Servicezone um fünf Minuten zu spät und erhielt daher 50 Strafsekunden aufgebrummt - am Ende des Tages verlor der Subaru-Pilot auch noch Rang 5 an den Junioren-Weltmeister Sordo.

Der Norweger Petter Solberg verlor auf einer Prüfung gleich rund rund zwei Minuten, der Ex-Weltmeister liegt nun auf Rang 8, direkt hinter dem Lokalmatador Toshi Arai, dem als Siebenten rund 24 Sekunden auf Atkinson fehlen. Die drei Subaru also geschlossen auf den Rängen 6, 7 und 8.

Die Stobart M-Sport Ford-Piloten Matthew Wilson und Luis-Perez Companc, beide erstmals mit dem neuen Ford Focus RS WRC 2006 unterwegs, sowie Garreth MacHale im "Gebrauchtwagen" liegen geschlossen auf den Rängen 9 bis 11.

Morgen Samstag wird um 7.36 Uhr Ortszeit (0.36 Uhr MEZ) die nur rund acht Kilometer lange Prüfung Emina gestartet.

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