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Ford gewinnt zweiten Lauf in Folge

Nach dem Ausfall von Loeb konnte Mikko Hirvonen den Sieg einfahren und damit seine bereits verblassten WM-Chancen massiv aufpolieren.

Foto: Ford

Das Ford-Werksteam startet in die zweite Saisonhälfte der Rallye-Weltmeisterschaft, wie es die erste auf Sardinien beendet hat: mit einem Sieg und der Maximalausbeute von 18 Punkten in der Konstrukteurswertung. Am Steuer ihres Ford Focus RS WRC beendeten Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen die Akropolis-Rallye Griechenland nach einer cleveren und fehlerfreien Vorstellung souverän auf Platz eins.

Ihre Teamkollegen Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila hatten die Freitags-Etappe klar dominiert und erreichten das Ziel auf der dritten Position. Während Hirvonen durch dieses Ergebnis bis auf sieben Punkte zu Titelverteidiger Sébastien Loeb aufschließt, konnte der Werksrennstall von Ford erneut den Abstand auf den Führenden in der Markentabelle deutlich auf jetzt nur noch 15 Zähler verkürzen.

Ihrem Ruf als materialmordendste Veranstaltung im gesamten Rallye-WM-Kalender wurde die „Akropolis“ auch 2009 wieder gerecht. Knüppelharte Schotterpisten – garniert mit Steinen groß wie Medizinbälle – und hochsommerliche Temperaturen jenseits der 36-Grad-Celsius-Marke sorgten für einen bunten Ausfallreigen, der auch zahlreiche Favoriten nicht verschonte. „Wir haben konsequent unsere Taktik verfolgt und unseren Ford Focus ebenso geschont wie unsere Reifen“, freute sich Hirvonen im Ziel. „Das hat funktioniert: Wir mussten keinen Defekt und keinen Plattfuß beklagen. Mir war von Beginn an klar, dass wir ganz weit vorne landen würden, wenn uns dies gelingt.“

Noch am Freitagabend hatte es für den 28-jährigen Finnen weniger gut ausgehen, obwohl Hirvonen/Lehtinen das Etappenziel auch zur eigenen Überraschung als Gesamtführende erreichten – damit mussten sie am Samstag als Erste auf die extrem staubigen Strecken, für sie ein klarer Nachteil.

Eine der Ursachen: Rallye-Italien-Sieger Latvala, der mit seinem Ford Focus RS WRC von Beginn an die Führung übernommen hatte, war in der sechsten und letzten Wertungsprüfung in einer Spitzkehre von der Strecke gerutscht. Der Zeitverlust von über drei Minuten warf den 24-Jährigen zunächst bis auf Rang elf zurück und spülte seinen Teamkollegen nach vorne.

Doch Hirvonen bewahrte seine Chancen mit einer fehlerfreien Fahrt, während sich seine Konkurrenten durch ungestümes Vorgehen selbst ins Abseits manövrierten: „Wir haben es etwas vorsichtiger angehen lassen und sind den übelsten Steinen aus dem Weg gegangen – speziell auf der besonders groben letzten Prüfung. Mein Ford Focus hat perfekt funktioniert. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Jetzt ist der Kampf um die WM-Titel wieder völlig offen. Die bevorstehenden beiden Saisonläufe in Polen und Finnland führen über schnellen Schotter, das liegt mir.“

Respektvoller Umgang mit seinem Turbo-Allradler entpuppte sich auch für Jari-Matti Latvala als die richtige Strategie, um den Rückstand wieder zu egalisieren. „Am Freitag dachte ich schon, es gäbe für uns nichts mehr zu holen“, räumte der Youngster ein. „Doch während andere immer wieder ihre Fahrzeuge beschädigten, habe ich auf meine Reifen Obacht gegeben – so ist mir der Sprung aufs Podest doch noch gelungen.“

„Eine meisterliche Rallye von Mikko Hirvonen“, lobte Malcolm Wilson, der Direktor des Ford-Teams. „Auf die schwierige Herausforderung, ab dem Samstag als Erster auf die Strecke zu müssen, hat er mit einer taktischen Glanzleistung reagiert. Jari-Matti Latvala kämpfte sich nach seinem Fehler stark zurück und profitierte dabei von zahlreichen Ausfällen. Sein dritter Rang ist ebenfalls hoch verdient.“

„Kaum eine Rallye ist härter als die Akropolis-Rallye. Entsprechend stolz sind wir, diese Herausforderung zum siebten Mal in zehn Jahren gewonnen zu haben“, so John Fleming, Vorstandsvorsitzender und CEO Ford Europa. „Zwei Podiumsränge und sechs Ford Focus RS WRC unter den sechs Bestplatzierten unterstreichen, wie robust, zuverlässig und konkurrenzfähig dieses Fahrzeug ist.“
Dieser Erfolg in Griechenland ist übrigens der 70. Laufsieg von Ford in der Rallye-Weltmeisterschaft und der 40. für das Einsatzteam M-Sport.

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