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Keine Angst vor dem großen Regen

IRC-Leader Hänninen mit Bestzeit beim Shakedown, Wittmann landete in den Top 15. Am Freitag setzte Regen ein, doch der stört Wittmann nicht…

Michael Noir Trawniczek
Foto: Daniel Fessl

Bei noch trockenen Bedingungen wurde am Freitagmorgen auf einem 4,72 Kilometer langen Kurs zwischen den Ortschaften Komarov und Pohorelice der Shakedown für die bevorstehende Barum-Rallye gestartet – noch während der Testsession setzte jedoch Regen ein. Am Freitagnachmittag wurde der Regen immer stärker – die Meteorologen prophezeien für das Wochenende weiterhin Regenfälle.

Noch bei Trockenheit markierte der aktuelle Tabellenführende der IRC, Skoda-Werkspilot Juho Hänninen seine Bestzeit von 2:54.2 Minuten, womit er Peugeot-Pilot Kris Meeke um sieben Zehntelsekunden schlagen konnte. Hänninen bereitet der prognostizierte Regen keine Probleme: „Es wird nicht werden, weil der Grip-Level ständig wechseln wird – aber wir hatten bei meinem Test vor der Rallye bereits ein wenig Regen – ich weiß also bereits, was ich hier bei Regen zu erwarten habe.“

Der Co-Pilot von Kris Meeke, Paul Nagle, warnte: „Der Regen wird die Rallye sehr schwierig machen, ganz besonders in den Wäldern, wo die Straßen unter den Bäumen nicht abtrocknen werden.“

Franz Wittmann und sein Beifahrer Klaus Wicha, die an diesem Wochenende ihr IRC-Comeback geben, haben nichts gegen Regen einzuwenden - schließlich würde sich bei solchen Bedingungen der Leistungsunterschied zwischen Werks- und Privatteams relativieren. Wittmann erklärt: „Ich fahre natürlich auch gerne bei Sonnenschein, doch der Regen sollte uns stärker machen. Dennoch bleibt unser Ziel das Erreichen des Ziels und bei diesem starken S2000-Teilnehmerfeld (28 Fahrzeuge) ein Platz unter den Top-15.“

In den Top 15 landete das Interwetten Racing-Team auch beim Shakedown - Wittmann fuhr drei Mal über die Prüfung und erzielte eine schnellste Zeit von 3:05.7 Minuten. „Das Auto läuft perfekt und auch die Fahrwerksabstimmung passt. Wir wissen wo und warum wir die Zeit auf die Spitze verlieren. Daher sind wir sehr zuversichtlich, was unseren vierten Einsatz in der IRC im heurigen Jahr betrifft“, erklärte der Niederösterreicher.

Neben dem Interwetten-Duo wird mit Suzuki Junior Hermann Neubauer ein weiterer Österreicher in Zlin antreten. Neubauer pilotiert seinen Suzuki Swift S1600, an seiner Seite sitz der deutsche Co-Pilot André Kachel. Neubauer wurde von der OSK für das Pirelli Star Driver Shootout nominiert, die Barum-Rallye ist eine von zwei Qualifikationsrunden.

Noch ein dritter Österreicher wird am kommenden Wochenende zu bewundern sein - Quertreiber Niki Glisic befindet sich mit seinem bärenstarken BMW M3 im 38 Teilnehmer großen Starterfeld der Historischen. Neben Glisic wird nach längerer Pause wieder Alfred Glaser sitzen.

Am Freitagabend um 21.15 Uhr wird die Barum-Rallye mit der Zuschauerprüfung in Zlin eröffnet, bei der drei Runden auf einem 3,1 Kilometer langen Kurs zu fahren sind. Richtig los geht’s am Samstagmorgen um 9.48 Uhr mit der rund neun Kilometer kurzen SP „Biskupice“. Am Sonntag um 14.44 Uhr wird die 17. und letzte Sonderprüfung, die rund 20 Kilometer lange SP „Pindula“ gestartet. Kurz nach 15 Uhr wird der Sieger der Barum-Rallye 2010 feststehen.



Ergebnis

01. Juho HÄNNINEN/Mikko MARKKULA (FIN/FIN) Škoda        2:54,2
02. Kris MEEKE/Paul NAGLE (GB/IRL) Peugeot	        +0,7 
03. Thierry NEUVILLE/Nicolas KLINGER (F/F) Peugeot	+1,7 
04. Freddy LOIX/Frédéric MICLOTTE (B/B) Škoda   	+2.0 
05. Bryan BOUFFIER/Xavier PANSERI (F/F) Peugeot  	+2.3 
06. Jan KOPECKÝ/Petr STARÝ (CZ/CZ) Škoda 		+3.0 
07. Pavel VALOUŠEK jun./Zdeněk HRŮZA (CZ/CZ) Škoda      +3.7 
08. Andreas MIKKELSEN/Ola FLOENE (N/N) Ford     	+4.4 
09. Guy WILKS/Philip PUGH (GB/GB) Škoda 		+5.1 
10. Tomáš KOSTKA/Vít HOUŠŤ (CZ/CZ) Škoda  		+5.3 

Franz Wittmann/Klaus Wicha (AUT/GER) Peugeot     	3:05.7

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