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Rallye-WM: Spanien

Loeb verwaltet seinen Vorsprung – Latvala begeistert…

Während Loeb seinen Vorsprung verwaltet, glänzt Latvala mit schnellen Asphalt-Zeiten. Hirvonen ratlos auf Platz drei. Solberg/Minor 8. SWRC: Hänninen auf Titelkurs.

Michael Noir Trawniczek

Am Samstagnachmittag wurden die drei Asphaltprüfungen ein zweites Mal absolviert – den Fans bot sich das gleiche Bild: Ein überlegen führender und seinen Vorsprung gekonnt verwaltender Sebastien Loeb, ein gemessen an seinen Asphalterfahrungen „fliegender Finne“ namens Jari Matti Latvala und ein müde wirkender, blasser Mikko Hirvonen, der auch auf der zweiten Durchfahrt der 46 Kilometer langen „El Priorat“-Prüfung gleich einmal 21 Sekunden liegen ließ…

Die Bestzeit auf dieser „Mammutprüfung“ ging an Latvala in seinem Ford Fiesta RS WRC, der auch auf der letzten SP des Tages nicht zu schlagen war. Die 12,2 Kilometer lange SP 11 angelte sich Mini-Werkspilot Dani Sordo, der damit einmal mehr ein starkes Lebenszeichen von sich gab.

Am Ende des zweiten Tages führt Loeb 27,6 Sekunden vor Latvala sowie 1:51 Minuten vor Hirvonen.

Loeb zog eine naturgemäß zufriedene Tagesbilanz: „Ich hatte ein gutes Gefühl im Auto und konnte einen guten Rhythmus fahren. Ich musste dennoch attackieren, denn Jari Matti ist überraschend schnell auf Asphalt unterwegs. Mein Vorsprung aber sollte für morgen reichen, wenn ich mir keinen Fehler erlaube.“

Jari Matti Latvala zog eine nicht minder zufriedene, sogar begeisterte Tagesbilanz: „Das war der bislang beste Tag meiner Karriere auf Asphalt, denn ich konnte mit Loeb kämpfen. Ich konnte ihn zwar nicht wirklich einholen, aber ich bin zufrieden mit meiner Leistung. Ich werde morgen weiter Druck auf ihn ausüben.“

Zumindest am Beginn des Tages könnte dies der Fall sein – später jedoch wird Latvala wohl abbremsen müssen, um seinen blassen Teamkollegen, den Ford-Titelkandidaten Mikko Hirvonen auf Platz zwei zu hieven…

Der unglückliche Hirvonen erklärte nach seiner neuerlichen Niederlage auf der langen SP „El Prioriat“ nur noch: „Ich bin verwirrt. Alles fühlt sich gut an, aber die Zeiten passen nicht…“

Immerhin konnte Hirvonen auf der letzten Prüfung dafür sorgen, dass er nicht allzu sehr vom aufstürmenden Lokalmatador Dani Sordo unter Druck gesetzt wird, der Mini-Werkspilot liegt nun wieder 37,4 Sekunden hinter ihm auf Platz vier.

Sebastien Ogier bleibt nach seinem neuerlichen Reifenschaden am Samstagvormittag auf Rang fünf, auf Sordo fehlt ihm immer noch mehr als eine Minute. Kris Meeke liegt im zweiten Mini rund eine halbe Minute hinter Ogier auf Rang sechs.

Unverändert auch die Positionen der Stobart Ford-Piloten: Mads Östberg auf Rang sieben, der unter Fieber fahrende Henning Solberg und Ilka Minor auf Platz acht, Matthew Wilson hinter Evgeny Novikov (Citroen) auf Platz zehn.

In der SWRC führt Ford-Pilot Nasser Al-Attiyah nur noch 0,4 Sekunden vor Juho Hänninen – der Red Bull Skoda-Pilot benötigt jedoch nicht um jeden Preis den Sieg, liegt auch so auf Titelkurs, auch wenn sein unter „Superally“ startender Titelkonkurrent bereits wieder auf Rang sechs vorgespült wurde und Martin Prokop auf Platz drei der SWRC liegt.

Hermann Gassner junior liegt im zweiten Red Bull Skoda Fabia S2000 auf dem fünften Platz der SWRC.

In der PWRC konnte Subaru-Pilot Patrik Flodin seinen Vorsprung auf Michal Kosciuszko im Mitsubishi auf elf Sekunden erhöhen.

Am Sonntag stehen noch sechs weitere Sonderprüfungen zu insgesamt rund 100 Wertungskilometern auf dem Programm.


Nach Tag 2 (SP 12)
 1.  Sebastien Loeb      Citroen       3:06:01.3
 2.  Jari-Matti Latvala  Ford             + 27.6
 3.  Mikko Hirvonen      Ford           + 1:51.8
 4.  Dani Sordo          Mini           + 2:29.2
 4.  Sebastien Ogier     Citroen        + 3:41.4
 6.  Kris Meeke          Mini           + 4:11.9
 7.  Mads Ostberg        Stobart Ford   + 4:49.1
 8.  H.Solberg/I.Minor   Stobart Ford   + 6:42.0
 9.  Evgeny Novikov      CRT Citroen    + 7:19.8
10.  Matthew Wilson      Stobart Ford   + 8:48.8

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