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WRC: Deutschland-Rallye

Erbarmungslose Prüfungen fordern erste Opfer

Bei der Deutschland-Rallye überschlagen sich die Ereignisse. Sebastien Ogier muss seinen Polo abstellen, Latvala und Neuville kämpfen um die Führung.

Michael Hintermayer

Gleich die ersten Sonderprüfungen der Rallye-Deutschland sorgen für Überraschungen. Gleich auf den ersten beiden Sonderprüfungen, die gestern in den Weinbergen rund um Trier über die Bühne gingen erwischte es Evgeny Novikov und seine österreichische Beifahrerin Ilka Minor. Auf der ersten Prüfung mussten sie das Ford Fiesta WRC nach einem Unfall abstellen, sie konnten jedoch unter Rallye2 erneut an den Start gehen.

Schlechter erging es Michael Kogler. Das einzige österreichische Team im Feld der Deutschland-Rallye war bereits gestern gezwungen, die Koffer zu packen. In der zweiten Sonderprüfung musste Michael Kogler seinen Renault Clio mit Motorschaden abstellen.

In der heutigen ersten Sonderprüfung (SP3) versäumte der Titelfavorit Sebastien Ogier auf dem VW Polo R WRC einen Bremspunkt und touchierte einen Randstein. Er schaffte es noch, den ramponierten Polo über die Prüfung zu schleppen und verlor dabei mehr als zwei Minuten. Auf der darauffolgenden Sonderprüfung brach jedoch die Aufhängung und Ogier musste den Polo abstellen. Er ist damit aus dem Rennen um den Gesamtsieg der Deutschland-Rallye.

Das Zepter übernahm nach dem Ausfall von Ogier sein Teamkollege Jari Matti Latvala im zweiten Polo WRC. Doch nur 2,4 Sekunden hinter Latvala lauert Thierry Neuville, der bei seinem Heimspiel wieder auf das Podium fahren will. Er konnte auf den Sonderprüfungen drei, vier und fünf mit Bestzeiten glänzen.
Dahinter reihen sich die beiden Citroen-Piloten Dani Sordo und Mikko Hirvonen ein. Dani Sordo, der im Moment 2,7 Sekunden hinter Neuville liegt, klagt über dauerndes Übersteuern aufgrund eines Setup-Fehlers. Mikko Hirvonen folgt Sordo mit 13,2 Sekunden Rückstand.

Mads Östberg liegt derzeit auf der fünften Position. Er beschädigte auf der dritten Sonderprüfung eine Felge seines Ford Fiesta WRC. Er hat bereits einen Rückstand von 52 Sekunden auf Hirvonen. An der sechsten Position liegt nach der fünften gefahrenen Sonderprüfung der Tscheche Martin Prokop im Ford Fiesta WRC. Auch er hatte mit Problemen zu kämpfen und klagte gestern über Bremsprobleme und heute vergriff er sich bei den Reifen.

Nasser Al Attiyah im Ford Fiesta folgt Prokop auf der siebten Position, vor dem schnellsten WRC-2-Piloten Robert Kubica. Er ließ auf der vierten Sonderprüfung viel Zeit liegen, da seine Schuhe nass waren und er auf den Pedalen umherrutschte. 8,3 Sekunden hinter Kubica liegt derzeit der Zweitplatzierte der WRC- 2 Elfyn Evans im Ford Fiesta R5.

Evgeny Novikov und Ilka Minor lagen nach der vierten Sonderpüfung weit abgeschlagen auf dem 44. Gesamtrang. Auch Armin Kremer, der den Stohl-Racing Ford Fiesta pilotiert, musste in der dritten Sonderprüfung sein RRC nach einem Unfall abstellen. In der WRC-3 führt der Favorit Sebastien Chardonnet vor Quentin Gilbert, die beide einen Citroen DS3 pilotieren.

Nach Tag 1 Nach Tag 1 Malcolm Wilson im Interview Malcolm Wilson im Interview

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