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WRC: Frankreich-Rallye

Sebastien Ogier im Interview

WM-Titel am Donnerstag, Heimsieg am Sonntag: Sebastien Ogier kam bei der Rallye Frankreich gar nicht mehr aus dem Feiern heraus.

Bei der Pressekonferenz im Anschluss an der Rallye lässt der Volkswagen-Pilot die bewegenden Tage in seinem Heimatland noch einmal Revue passieren. Ogier geht dabei auch auf die schwierigen Bedingungen ein und erklärt, wie es ihm nach schwachem Auftakt gelang, sich gegen starke Konkurrenz durchzusetzen und den siebten Sieg in dieser Saison zu feiern.

Sebastien, der Meisterschaftstitel am Donnerstag, der Rallye-Sieg am Sonntag. Hätte es an diesem Wochenende überhaupt besser laufen können?

Ich denke nicht. Es war eine traumhafte Woche für mich. Als ich hierher kam, war der Titel fast schon erledigt. Wir hatten mit einigen schönen Resultaten den Job schon vorher in der Saison erledigt. Vor dem Start der Rallye fehlte nur noch ein Punkt. Da die Power-Stage am ersten Tag stattfand, haben wir uns den Titel schon am Donnerstag gesichert.

Das hat mir das Leben zwar einerseits wirklich gut, aber andererseits auch schwer gemacht. Ich wollte einfach Zeit haben, das alles zu genießen und schwebte ein wenig. Zu Beginn der Rallye stand ich nicht mit beiden Füßen auf dem Boden. Aber darauf konnte ich reagieren. Ich habe zwei Tage lang hart attackiert um zurückzukommen. Ich hatte nicht erwartet, dass es möglich ist, denn der Kampf war unglaublich.

Das Niveau der fünf Fahrer an der Spitze war so hoch. Daher hatte ich nicht erwartet, wieder an die Spitze zu kommen. Aber es letztendlich gelang es. Es ist ein tolles Resultat. Jari, Dani und ihre Beifahrer verdienen aber auch einen großen Applaus, denn es war an diesem Wochenende solch ein hohes Niveau.

Gestern hast du dein Comeback gestartet, aber heute sahen wir dich bei schrecklichen Bedingungen wirklich fliegen. Es war wirklich schrecklich da draußen, wie konntest du diese Zeiten fahren?

Ich weiß es nicht, ich habe einfach angegriffen. Gestern habe ich schon attackiert, aber heute Morgen waren die Bedingungen noch schwieriger. Wenn man unter diesen Bedingungen das notwendige Vertrauen findet, macht das den Unterschied aus. Das ist heute Morgen passieren.

Ich musste keine wirklich gefährliche Situation überstehen, war aber auf allen Prüfungen regelmäßig kurz davor. Es war so rutschig, das Auto hat sich ständig in alle möglichen Richtungen bewegt und war sehr nervös. Wir fuhren dann einen großen Vorsprung heraus, danach war es etwas einfacher, aber nicht wirklich einfach. Es war so schwierig, wir mussten den Tag irgendwie beenden. Das Auto schnell zu fahren war heute keine einfache Aufgabe.

Wir mussten sehr konzentriert bleiben, aber ich muss auch meiner Gravel-Crew danken. Sie haben mir perfekte Informationen geliefert, um unter diesen Bedingungen schnell zu fahren und die schwierigen Stellen zu vermeiden. Es war ein tolles Wochenende, ich bin so glücklich und stolz auf mein Team. Wir sind nun sehr dicht vor dem Gewinn des Herstellertitels, den wir wirklich verdienen. Denn all diese Siege und guten Resultate sind nur durch sie möglich. Sie geben uns immer perfekte Autos.

Den Titel in der Heimat, vor deiner Familie und deinen Freunden zu gewinnen, muss etwas ganz Besonderes sein.

Für die französischen Fahrer ist es immer eine besondere Rallye. Es kommen so viele Leute. An diesem Wochenende kamen sie aber vor allem, um Seb Loeb, denn er wurde hier geboren. Sie haben vor allem ihn unterstützt, es gab aber auch viel Unterstützung für mich. Unter diesen Umständen zu gewinnen ist ein großartiges Gefühl. In Australien war ich ein wenig enttäuscht, aber letztlich war es gut, ihn (den Titel) hier zu bekommen. Denn die Atmosphäre hier ist wunderbar.

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