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Rallye-WM: Analyse

Beendet Ogier Karriere frühzeitig?

Ausgerechnet bei Citroën blieb der Franzose nach sechs Jahren erstmals ohne WM-Titel. Wird er 2020 seinen Vertrag dennoch erfüllen?

Sébastien Ogier hat für die Saison 2020 einen gültigen Vertrag mit Citroën, weshalb der Franzose wahrscheinlich auch kommendes Jahr im C3 WRC sitzen wird; der sechsmalige Rallyeweltmeister dürfte mit dem Auto jedoch nicht allzu zufrieden zu sein. Erwägt er nach der Saison 2019 einen Wechsel zu Toyota – oder gar das Ende seiner Karriere?

In Katalonien platzte für Ogier der Traum vom siebenten WM-Titel, während sich Ott Tänak frühzeitig diesen Gesamtsieg sicherte. Auf die Frage, wie Ogier seine Zukunft sehe, antwortete er: "Das ist nicht der richtige Zeitpunkt, um über solche Fragen nachzudenken, weil die Emotionen gerade hochkochen." Citroën-Teamchef Pierre Budar beschränkte sich diesbezüglich auf folgendes Kommentar: "Er hat für das kommende Jahr einen Vertrag bei uns."

Dennoch halten sich Gerüchte, Ogier könnte bei Citroën aussteigen; die Vergangenheit hat oft genug gezeigt, dass Papier geduldig ist. Ogier kritisiert insbesondere die Haltbarkeit des C3 WRC, die ihm in Spanien zum Verhängnis wurde. Seine Ehefrau sah sich gar veranlasst, sich ungeachtet des Millionenvertrags ihres Gatten in den sozialen Medien harsch über seinen Arbeitgeber zu äußern.

Zieht es Ogier nach Tänaks Wechsel zu Hyundai deshalb zu Toyota? Der Teamchef der Japaner, Tommi Mäkinen, sagte dazu: "Ich weiß nicht, was daraus entstehen wird, aber es wird viele Diskussionen geben. Jedes Team sollte einen Topfahrer im Team haben, damit der Meisterschaftskampf fair und eng über die Bühne geht." Mäkinen weiß jedoch, dass Ogier bei Citroën nicht allzu glücklich ist.

Anstatt mögliche Verhandlungen mit Ogier zu bestätigen, heizte Mäkinen zuletzt mit einer anderen These die Diskussionen rund um den Franzosen an: "In manchen Rallyes lief es für ihn nicht rund. Ich habe gesagt, dass ich besorgt bin, dass er vielleicht schon am Ende dieses Jahres aufhören wird. Es lief schlecht für ihn, aber man weiß nie, was passieren wird."

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