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ORM: Waldviertel-Rallye

Knapp vorbei ist auch daneben

Die Rallye-Staatsmeisterschaft 2014 ist in Krems auch für das Peugeot Tasch-Rallye-Team zu Ende gegangen. Leider nicht ganz mit den erhofften Erfolgen.

Foto: Werner Schneider

Der Wr. Neustädter Alois Handler und sein Copilot Andreas Scherz scheiterten mit ihrem Versuch, Platz 3 in der 2wd-Kategorie der Staatsmeisterschaft zu verteidigen.

"Die Chance war schon nach den Asphaltprüfungen am Freitag nur noch minimal. Seit der 2. Sonderprüfung hatten wir fast keine Bremswirkung mehr. Wir mussten die restlichen vier Prüfungen mit unserem Peugeot 207 ohne wirklich brauchbare Verzögerung fahren und vor allem in der zweiten Hälfte der langen vorletzten Prüfung konnte ich nur noch die Handbremse verwenden."

"Das hat so viel Zeit gekostet, dass wir natürlich völlig den Kontakt zu unserem Konkurrenten Daniel Wollinger verloren haben. Im Abend-Service konnten meine Mechaniker das Problem beseitigen. Im Prinzip hätte uns nur noch geholfen, wenn er ausgefallen wäre, aber das ist nicht passiert. Am Ende haben wir wenigstens noch Platz 5 in der 2wd-Kategorie erreicht und in der Meisterschaft den 4. Platz von 2013 erfolgreich verteidigt, wenn man das so sagen will. Das Saisonziel haben wir damit knapp verfehlt, aber wir sind zumindest das drittbeste österreichische Team im Championat; das ist wenigstens etwas. 2015 heisst es dann 'Neues Jahr, neuer Versuch'", so Handler resümmierend.

"Schade, dass uns das mit dem Kühler im März im Rebenland passiert ist (Anmerkung: ein aufgewirbelter Stein hatte bei der Rebenland-Rallye in der Südsteiermark ein Loch in den Kühler geschlagen). Das waren am Ende vielleicht die Punkte die uns gefehlt haben."

Alfred Leitner aus Maria Lankowitz hatte seinen Titel im sogenannten "OSK-Pokal 1", genauer gesagt bei den seriennahen Fahrzeugen bis 2000 ccm, ja schon in der Tasche und war mit seiner hessischen Copilotin Jasmin Noll auf ein stressfreies Wochenende und einen weiteren Klassensieg fixiert.

Beides ging sich nicht aus. Vor allem der Samstag war einigermaßen dramatisch: Am späten Vormittag gaben sowohl die Getriebeaufhängung als auch die Schaltkulisse der Belastung der durch den Regen aufgeweichten Schotterstraßen nach. Die Mechaniker konnten das Auto zwar im Mittagsservice reparieren, aber ein Reifenschaden und der damit verbundene Wechsel des linken Vorderrades auf der vorletzten Prüfung waren dann zu viel. In der Wertung für den "OSK-Pokal 1" blieb noch Platz 2, etwas über zwei Minuten hinter dem Waidhofener Polizisten Wolfgang Werner (Suzuki Swift), einem Lokalmatador. Immerhin blieb der Klassensieg.

"Das war zwar nicht das, was ich mir vorgestellt habe, aber gut. Das ist Rallye. Schade, dass die Waldviertel-Rallye insgesamt in diesem Jahr nicht wirklich dem entsprochen hat, was man sich von ihr aufgrund ihrer Tradition erwarten kann. Die Verlegung des Zieleinlaufs nach Krems war beispielsweise ein völliger Flop, weil die Zuschauer, die den versteckten Ort bei den Österreich-Hallen gefunden haben, konnte man einer Hand abzählen. Voriges Jahr, als wir direkt vor dem Schloss Grafenegg ins Ziel gefahren sind, war die Stimmung ungleich besser. Was ich 2015 machen werde, muss ich mir über den Winter noch überlegen. Da gibt es mehrere Varianten, die wir intern diskutieren werden."

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