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Zweiter Sieg für Markko Märtin

Markko Märtin (Ford) schnappt sich in Finnland seinen zweiten WM-Sieg vor Petter Solberg (Subaru) und Richard Burns (Peugeot).

Eine der spannendsten Rallyes der Saison ist zu Ende, keiner der Skandinavier, sondern der Este Markko Märtin entschied die Finnland-Rallye für sich. Zwar profitierte der Ford-Pilot vom Ausfall Marcus Grönholms, der Sieg - mit knapp einer Minute Vorsprung auf den Zweitplatzierten Petter Solberg - ist dennoch äußerst verdient.

Eineinhalb Tage lang lieferte sich der Este ein beinhartes Sekundenduell mit dem Weltmeister, der seinen Peugeot schließlich mit einem Aufhängungsdefekt abstellen musste.

Spannend blieb die 2003er Ausgabe der Finnland-Rallye dennoch, der Sekunden-Krimi verlagerte sich zum Dreikampf um die zweite Position, nach zwei gefahrenen Etappen trennte Richard Burns (Peugeot), Petter Solberg (Subaru) und Carlos Sainz (Citroen) lediglich 0,5 (!) Sekunden.

Schlussendlich musste sich Burns um 1,2 (!) Sekunden geschlagen geben, Petter Solberg holt sich Rang zwei und hält somit die Fahnen der Skandinavier hoch. Pech hatte Carlos Sainz, am Finaltag funktionierte die Lenkung nicht mehr richtig und es gab Probleme mit einem Stoßdämpfer, Sainz verlor viel Zeit und landete schlussendlich auf dem undankbaren vierten Rang.

Wacker schlug sich Sebastien Loeb, der Sieger der Deutschland-Rallye hat noch nicht allzu viel Erfahrung in Finnland und darf mit dem fünften Platz sehr zufrieden sein. Vierfach-Weltmeister Tommi Mäkinen muss sich einmal mehr seinem jungen Teamkollegen Petter Solberg geschlagen geben, von dem erhofften Podiums-Platz weit entfernt kommt „Big-Mäk“ nicht über Rang sechs hinaus.

Seine finnischen Landsleute Tuohino (Ford), Lindholm und Pykalistö (beide Peugeot) boten gute Vorstellungen und landeten in ihren privat eingesetzten Boliden auf den Plätzen sieben, acht und neun. Von den zahlreichen Ausfällen an der Spitze profitierte auch Freddy Loix im Hyundai, der Belgier rettet den letzten Top-Ten-Platz ins Ziel.

Standen auf der zweiten Etappe unter anderem Marcus Grönholm und sein Peugeot-Kollege Harri Rovanperä sowie Ford-Youngster Mikko Hirvonen auf der Liste der Ausfälle, erwischte es am Finaltag Francois Duval – die Nummer zwei bei Ford – und den dritten Hyundai-Piloten Jussi Valimäki, beiden wurde exakt die selbe Kurve zum Verhängnis.

WM-Stand

Die Weltmeisterschaft 2003 bleibt spannend, an der Spitze weiter Richard Burns, der zwar nach wie vor keine Rallye gewinnen konnte, aber zu den konstantesten Punktesammlern zählt.

Bis zu Markko Märtin auf Rang sechs ist aber noch alles möglich, Grönholm, Solberg, Loeb und Märtin liegen innerhalb eines Punktes, auf Burns fehlen 11 bzw. 12 Zähler.

Bei den Konstrukteuren bleibt der WM-Sieg in der PSA-Familie, ob Peugeot oder Citroen am Ende die Nase vorne hat, bleibt abzuwarten. Ex aequo auf Platz drei momentan Ford und Subaru, Skoda und Hyundai bereits deutlich abgeschlagen.

WM-Stand Fahrer

1. Richard BURNS (Peugeot) 49
2. Carlos SAINZ (Citroen) 44
3. Marcus GRÖNHOLM (Peugeot) 38
=. Petter SOLBERG (Subaru) 38
5. Sébastien LOEB (Citroen) 37
=. Markko MÄRTIN (Ford) 37
7. Colin McRAE (Citroen) 28
8. Tommi MÄKINEN (Subaru) 18

WM-Stand Konstrukteure

1. PEUGEOT 101
2. CITROEN 97
3. SUBARU 60
4. FORD 60
5. SKODA 20
6. HYUNDAI 10

Fotos der Finnland-Rallye sowie ausführliche Teamstatements finden Sie in der rechten Navigation!

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